Der kleine Prinz von Antoine de Saint-Exupéry #Rezension

Buchvorstellung

„Hier mein Geheimnis. Es ist ganz einfach: Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das wesentliche ist für die Augen unsichtbar“. Seite 71


Roman / Kinderbuch
94 Seiten
gelesen im März 2013

Inhalt
Der Kleine Prinz lebt zusammen mit seiner Rose auf dem Planeten Asteroid B 612 und besucht die Erde. Hier lernt er neben dem Erzähler, der mit seinem Flugzeug in der Wüste notlandete, unter anderem den Fuchs kennen, der ihm das Vertraut-machen erklärt: „Du bist zeitlebens dafür verantwortlich für das, was Du Dir vertraut gemacht hast“. Ein weltbekanntes Buch voller Weisheiten und mit vielen geläufigen Zitaten, wie „Man sieht nur mit dem Herzen gut“ oder „Das Eigentliche ist unsichtbar“. In der Originalübersetzung von Grete und Josef Leitgeb.

Infos zum Autor
Antoine de Saint-Exupéry wurde am 29. Juni 1900 geboren. Schon früh verlor er den Vater; mit umso grösserer Liebe hing er sein ganzes Leben lang an seine Mutter. Nach dem Besuch der Jesuitenschule leitete er seinen Militärdienst in einem Fliegerregiment – und fand so seinen Beruf: 1926 übernahm er als Pilot die Linie Toulouse – Casablanca. Schon zwei Jahre später wurde er Direktor der Luftpost von Buenos Aires und danach wieder Versuchsflieger. Im Jahre 1935 stürzte er über die ägyptische Wüste ab – eine Episode, die in seinem Buch „Wind, Sand und Sterne“ wiederkehrt. Es entstand zwei Jahre später nach einem Startunfall in Guatemala und erhielt den Grossen Preis der Académie Française. Im Zweiten Weltkrieg emigrierte Saint-Exupéry nach der Besetzung Frankreichs in die USA; hier entstand neben „Der Kleine Prinz“ und „Flug nach Arras“ auch der unter dem Titel „Bekenntnis einer Freundschaft“ veröffentlichte Brief an den ausgelieferten Freund Léon Werth. Als die Alliierten 1942 in Nordafrika landeten, schloss er sich der Armee des Generals de Gaulle an. Am 31 Juli 1944 startete sein Fernaufklärer von der Insel Korsika aus zum letzten Flug: Der Pilot und Dichter kehrte nicht zurück. Zeitlebens gab es für Saint-Exupéry nur zwei Dinge, die wichtig waren: das Fliegen und  das Schreiben. Dennoch flog er nicht um des Fliegens, schrieb er nicht um des Schreibens willen. Beides war im wichtig als Dienst am Menschen.

Meine Gedanken

Der Kleine Prinz ist ein Buch, dass von jedem anders interpretiert werden kann. Ein Kind liest das Buch anders als ein Erwachsener und doch ist es für beide ein Erlebnis.
Es handelt von Freundschaft, Liebe, der Frage „Was bedeutet mein Leben für mich?“, der Tatsache, dass der Tod gewiss ist und wie man die Zeit bis dahin verbringen soll. Es handelt von Gefühlen zu anderen und wie viel einem ein anderer Mensch bedeutet.

Vieles lässt sich mit unserer Welt, unserer Zeit vergleichen und vieles lässt sich auch mit der Bibel vergleichen. Viele Theologen vergleichen die Reise vom Kleinen Prinzen mit Jesus. Er bereist 7 Planeten (7 Tage dauerte die Erschaffung der Welt), im Kapitel 24 bereitet sich der Kleine Prinz auf seine Heimreise vor, Kapitel 25 beschreibt den Biss der Schlange und im Kapitel 26 fliegt sein Körper davon (wird mit der Himmelfahrt verglichen, die Kapitel entsprechen dem 24, 25 und 26 Dezember).
Bei all diesen Ähnlichkeiten zur Bibel, fragt man sich ob Saint-Exupéry dies so beabsichtigt hatte oder ob dies wirklich nur ein Zufall ist.
Der Kleine Prinz entdeckt eines Tages eine Rose auf seinem Planeten. Diese ist zickig und verlangt viel vom Prinzen. Die Rose stellt die „Liebe“ dar, somit lässt sich dies mit einer Beziehung vergleichen. Beide brauchen einander, doch miteinander können sie nicht, verletzten sich und es kommt so weit, dass der Kleine Prinz flieht. Er macht sich auf seine Reise, bereist 7 Planeten und lernt dort verschiedene Gestalten kennen.
Der König
Er hat Land über das er herrschen kann, doch kein Volk.Der Eitle
Er verlangt Bewunderung.Der Säufer
Ist so sehr mit sich und seinem Elend beschäftigt, dass er gar nicht mehr aus seinem Problem herausfindet.

„Der Säufer erklärt, dass er saufe, weil er vergessen wolle; und zwar wolle er vergessen, dass er sich schäme; und er schäme sich, weil er saufe.“
Der Geschäftsmann
Er stellt wohl die Geldgier der Menschen dar und macht klar „Geld regiert die Welt“.
Jedoch wird sein Reichtum nicht in Geld gemessen sondern in Sternen, den er zählt die Sterne, schreibt die Zahl auf ein Papier uns schliesst dieses ein. So weiss er, dass ihm diese gehören oder denkt es zumindest.Der Laternen Anzünder
Dieser Bewohner beeindruckt den Kleinen Prinzen am meisten. Der Laternen Anzünder befolgt einen Befehl, der vor langer Zeit ausgesprochen wurde. Er zündet die Laterne bei Sonnenuntergang an und löscht sie wieder bei Sonnenaufgang. Doch da sein Planet sich immer schneller dreht, ist es für ihn eine Qual geworden. Jeder Planetenbewohner hat seinen Auftrag, meistens üben sie diese aus, sind also Täter, doch einzig der Laternen Anzünder ist Opfer seiner Aufgabe. Dabei wäre es so leicht aufzuhören.Der Geograf
Der Geograf zeichnet, was ihm ein Forscher erzählt. Er lässt die Dinge auch von seinen Forschern überprüfen, als ihm der Kleine Prinz von seiner Rose erzählt, sagt ihm dieser, dass man etwas vergängliches nicht zeichnen kann, da es für eine Karte nicht von Bedeutung sei.

Die Erde – Schlange und Fuchs
Der Kleine Prinz landet auf der Erde, die wohl von jedem Planeten den er bereist hat unzählige dieser Bewohner hat.
In der Wüste trifft er auf eine Schlage, diese erzählt ihm, dass sie mit einem Biss einen Menschen töten kann. Sie bemerkt jedoch, dass der Kleine Prinz von einem anderen Stern kommt und somit rein ist.

„Wo sind die Menschen?“, fuhr der Kleine Prinz fort. „Man ist ein bisschen einsam in der Wüste…“ “ Man ist auch bei den Menschen einsam“ sagte die Schlange. Seite 58
Der Fuchs ist eine wichtige Figur für den Kleinen Prinzen, den diese bringt ihm bei, was es heisst mit dem Herzen zu sehen. Der Fuchs lernt ihn was es heisst einen zu zähmen, wie leicht man sich von jemanden abhängig machen und kann und wie wichtig es ist sich wieder losreissen zu können.
Das Buch lässt sich auf so viele Arten interpretieren und ist so für jeden anders wertvoll.
Die Protagonisten
Ich – Erzähler
Der Ich Erzähler ist ein Pilot, der in der Wüste Sahara abgestürzt ist. Dort lernt er den Kleinen Prinzen kennen. Man erfährt vom Ich Erzähler nur soviel: Als kleines Kind malte er eine Schlange, die einen Elefanten gefressen hatte. Doch niemand von den Erwachsenen erkannte dies auf seiner Zeichnung. Also malte er eine „offene Schlange“, doch auch dies wurde nicht gewürdigt. So gab er seine Künstlerkarriere schon mit 6 Jahren auf.
„Die grossen Leute verstehen nie etwas von selbst, und für die Kinder ist es zu anstrengend, ihnen immer und immer wieder erklären zu müssen.“ – Seite 8.
 
Der Kleine Prinz
Es ist nicht klar, ob der Kleine Prinz ein Kind oder bereits ein Jugendlicher ist. Er lebt allein auf seinem Planeten. Dort pflegt er drei Vulkane, von denen einer bereits erloschen ist. Er beschützt seinen Planeten vor Affenbrotbäumen, diese sind heimtückisch und wenn man eine Wurzel / Sprosse übersieht, könnte diese so gross werden, dass sein Planet in Gefahr wäre. Der Kleine Prinz ist ein Reisender, ein Entdecker oder doch ein Fliehender?
Bewertung
Buchlänge ❤❤❤❤❤ (5/5)
Schreibstil  ❤❤❤❤❤ (5/5)
Botschaft   ❤❤❤❤❤ (5/5)
Lesevergnügen ❤❤❤❤❤ (5/5)
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