Die Ungehörigkeit des Glücks #Rezension

Wie gut bist du als Mutter?

Bist du die selbe Mutter wie deine Mutter?

Roman
479 Seiten
gelesen vom 14.03 bis 24.03.2016

Inhalt
Das Leben der 17-jährigen Katie nimmt eine dramatische Wendung, als ein Anruf ankündigt, dass ihre Großmutter Mary bei ihr zu Hause einziehen wird. Ihre Mutter Caroline hat dem widerwillig zugestimmt, denn sie hatte seit vielen Jahren keinen Kontakt zu Mary und ist nicht gut auf sie zu sprechen. Katie muss mit der ihr fremden Großmutter das Zimmer teilen. Und sie fängt an, sich für Marys Geschichte zu interessieren. Katie will dem Familiengeheimnis auf die Spur kommen. Das ist nicht einfach, weil Mary an Alzheimer leidet. Doch Katie erkennt verblüffende Ähnlichkeiten zwischen sich und Mary: beide haben eine ungehörige Vorstellung vom Glück.

Zusammenfassend
Als Jack, Marie’s Freund, plötzlich verstirbt, wird Caroline angerufen und muss ihre Mutter im Krankenhaus abholen. Caroline, Katie’s Mutter, ist gar nicht angetan und will Marie so schnell wie möglich wieder loswerden. Mit der Zeit erfährt man, das Caroline nicht von Marie sondern deren Schwester Pat grossgezogen wurde. So stellt sich heraus, das auch Marie für Caroline beinahe eine Fremde ist.

Doch wieso konnte Marie sie nicht grossziehen?
Wieso ist Caroline so verbittert und übervorsichtig?
Was verbirgt Caroline vor Katie und wieso weicht sie Fragen bezüglich ihrer Vergangenheit immer wieder aus?

„Zum Elternsein gehört mehr als Biologie, dazu braucht es Opferbereitschaft. Man kann nicht einfach in der Gegend rumlaufen und machen, wozu man gerade Lust hat.“ S. 22

Katie steht vor einer Fremden. Diese scheint aber ihre Grossmutter zu sein. Eine Grossmutter, die sie noch nie zuvor gesehen hatte.
Doch Katie fängt an sich für Marie zu interessieren und schliesst diese sofort in ihr Herz.
Nach anfänglichen Schwierigkeiten…
Wie soll Katie sie nennen? Gran? Oma? Sie entscheidet sich für Marie – ja Marie passt. Kommen Marie und Katie sich schnell näher und erleben tolle Tage miteinander.

Doch Katie kämpft mich sich selbst, auch sie hat ein Geheimnis.
Warum wird sie von ihrer besten Freundin gemieden?
Wieso sind die anderen Mädchen so gemein zu ihr?

„Hast du mir nicht immer gesagt, dass Mut dazugehört, man selbst zu sein?“ S. 179

Marie, die an Demenz leidet, versucht sich immer wieder an einen bestimmten Ort, an ein bestimmtes Ereignis und an einen kostbaren Moment zu erinnern. Doch ihre Gedanken entgleiten ihr immer wieder. Sie schweift ab und ist oft in der Vergangenheit.

Wer war Marie?
Wieso lebte sie ohne Caroline in London?
Was war zwischen Pat und ihr?

„Liebe Caroline, dies ist die Botschaft von Deiner ersten Mami. Ja, du hast zwei davon! (…)“ S. 222

Gefiel mir sehr
Ein Buch über eine Familie mit Wurzeln, die niemand anerkennen möchte.

Ich mochte Marie unglaublich gerne, sie ist witzig und Charmant, als jugendliche sogar kokett und abenteuerlustig! Mir gefiel ihre Geschichte und mir gefiel sehr, wie sich herausstellte, dass nicht alles so ist wie es am Anfang den Anschein machte.

Ich mochte auch sehr, wie die Geschichte aufgebaut war, mir gefielen die Rückblicke von Marie, sowie auch die Alltagserlebnisse von Katie.

Gefiel mir nicht
Ich fand es Schade, dass nicht aus der Sicht von Caroline geschrieben wurde. Den dadurch hätte man ihren Charakter vielleicht besser greifen / verstehen können.

Ich war öfters genervt von ihr, weil sie es allen immer so schwer machte, doch erst am Schluss, als sie sich auch etwas öffnet, wird einem ihr Charakter auch etwas näher gebracht.

Schreibstil & Cover 
Ich finde das Cover sehr stimmig und beruhigend. Normalerweise bin ich kein Fan von Covern mit Gesichtern drauf, aber dieses hier gefällt mir Richtig gut.

Der Schreibstil ist frisch und flüssig, das mag ich sehr. Man war sofort in der Geschichte drin und die Wechsel zwischen Marie und Katie waren verständlich und störten den Geschichtsfluss nicht.

„Ein Baby wird mit über dreihundert Knochen geboren, doch während des Wachstums verfestigt sich Knorpelmasse, und kleinere Knochen wachsen zusammen, bis es am Ende nur noch zweihundertsechs sind. So vieles geht verloren, während Töchter aufwachsen.“ S. 429

Fazit
Eine tolle Geschichte über die Beziehung zwischen Mutter und Tochter.

Bewertung
Buchlänge ♥♥♥♥ (4/5)
Schreibstil ♥♥♥♥ (4/5)
Botschaft ♥♥♥ (3/5)
Lesevergnügen ♥♥♥♥ (4/5)

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2 Gedanken zu “Die Ungehörigkeit des Glücks #Rezension

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