Metro 2035 von Dmitry Glukhovsky #Rezension

Unter der Erde – lebendig gefangen.

Metro 2035 von Dmitry Glukhovsky | Roman | 774 Seiten
Heyne Verlag | Cover | ISBN: 978-3-453-31555-6
gelesen im Juni
Vielen Dank an das Bloggerportal und den Verlag
für das Rezensionsexemplar!


Klappentextmetro2035

Seit ein verheerender Atomkrieg zwanzig Jahre zuvor die Erde verwüstet hat, haben die Menschen in den Tiefen der Metro-Netze eine neue Zivilisation errichtet. Doch die vermeintliche Sicherheit der U-Bahn-Schächte trügt: Zwei Jahre, nachdem Artjom die Bewohner der Moskauer Metro gerettet hat, gefährden Seuchen die Nahrungsmittelversorgung, und ideologische Konflikte drohen zu eskalieren. Die einzige Rettung scheint in einer Rückkehr an die Oberfläche zu liegen. Aber ist das überhaupt noch möglich? Wider alle Vernunft begibt sich Artjom auf eine lebensbedrohliche Reise durch eine Welt, deren mysteriöses Schweigen ein furchtbares Geheimnis birgt … (Quelle Heyne Verlag)


Zusammenfassend

Dmitry verpackte das System einer ganzen Welt in die Unterwelt der Moskauer Metro Stationen.

Jede Station hat ihre eigene Ordnung, wird beherrscht oder regiert, treibt Handel oder Prostitution. Umso mehr man sich mit Artjom auf den Weg durch die Stationen macht umso tiefer wird man in diese grausame und ekelerregende Unterwelt geführt.

Es ist ein langer Kampf und eine beschwehrliche Reise auf der Suche nach der Wahrheit. Doch die Wahrheit stellt sich immer wieder als Lüge dar und so scheint es als würde der Weg / die Suche danach, niemals enden.

Artjom lernt auf seiner Reise viele Leute kennen, die ihm helfen doch auch viele die ihm immer wieder Steine in den Weg legen.

„Warum fährst du dann nicht los?“

„Weil eben. Weil der Mensch von Natur aus ein Hosenscheisser und ein Melancholiker ist. Die Entscheidung war einfach, aber den Arsch hochzukriegen ist schwer.“ S. 454

Doch angetrieben vom Gedanken „Wir können nicht die letzten Menschen auf der Erde sein“ stösst er immer weiter in das System der Metro ein und somit auch in ein System voller Lügen und Halbwahrheiten.

Er verlässt seine Frau Anja und zerstört so seine bereits zerrüttete Ehe.
Er wird von Homer, einem alten Mann, begleitet, der seine Geschichte aufschreiben will.Und auf dem Weg durch die Metro gesellt sich ein Broker zu ihnen, der im die Treue schwört.

Und so fragt mach sich;
Wird er es schaffen?
Wird er wieder lernen Anja zu lieben?
Und wird er die Wahrheit herausfinden?

Gefiel mir sehr

Die Grundidee des Buches konnte mich überzeugen. Auch Artjom war mir sympathisch und ich habe mir gewünscht, dass er endlich zur Ruhe kommt uns seine Wahrheit herausfindet. Ich war Anfangs auch sehr beeindruckt, wie der Autor eine ganze Metrostation so genau und detailliert erschaffen konnte. Selbst die Karte dazu baute er in seinem Buch mit ein.

Gefiel mir nicht 

Ich muss zugeben ich war sehr froh, als ich das Buch endlich zu Ende gelesen habe. Die Geschichte an sich war doch sehr schwer und an manchen Stellen so widerrlich und grausam, dass ich öfters Pausen machen musste.

Was ebenfalls sehr mühsam war, waren die ganzen russischen Namen. Diese sind so lang und werden so oft auf verschiedene Arten abgekürzt, dass man richtig Mühe hat, der Geschichte noch zu folgen und zu begreifen, dass dies noch ein und die selbe Person ist.

Auch war ich sehr vom Ende enttäuscht, da es für mich kein gelungenes Ende war. Für mich muss der Protagonist am Ende seines Buches etwas erreichen oder ein Fazit ziehen. Doch hier war man am Ende genau so frustriert wie am Anfang und auch in der Mitte des Buches. Das Buch gibt einem immer nur einen kleinen Funken Hoffnung und zerstört ihn dann innerhalb von ein paar Seiten von grund auf.

Schreibstil & Cover 

Das Cover ist ganz in Ordnung und fällt durch das Rot natürlich sehr auf. Doch ansonsten finde ich es nicht besonders ansprechend.

Ich fand den Schreibstil ganz schrecklich. Wie oben erwähnt störte es mich sehr, dass die Namen ständig änderten und auch ansonsten fand ich den Stil zu schwer und zu kompliziert.

Fazit

Solche Bücher mag ich einfach persönlich nicht. Es kann ja sein, dass die Geschichte einigen zusagt aber für mich war das einfach nichts. Ausserdem finde ich es sehr wichtig, dass man bei Büchern die fast 800 Seiten umfassen, unbedingt die Spannung halten oder aufbauen können sollte. Doch dies war bei diesem Buch leider gar nicht der Fall und bei einigen Kapitel habe ich mich sehr gelangweilt und wurde ungeduldig. Schade!

Bewertung
Buchlänge ♥♥ (2/5)
Schreibstil ♥ (1/5)
Botschaft ♥♥ (2/5)
Lesevergnügen ♥♥ (2/5)


Hier geht es zur Leseprobe!

Advertisements

4 Gedanken zu “Metro 2035 von Dmitry Glukhovsky #Rezension

  1. Schade…aber das scheint auch schon Band 3 zu sein ausserdem gibt es noch ohne Ende Spin Offs oder was auch immer das alles sein soll…ich bin nicht so ganz durch die Reihenfolgen gestiegen…das ist total wirr…Das Du die 800 Seiten durchgehalten hast…Respekt…

    Gefällt 1 Person

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s