Eine Weihnachtsgeschichte // Teil 2

Daniel brachte Jelena wie versprochen sicher ins Dorf, dort wurde sie zum Arzt gebracht, der sich sofort um sie kümmerte. So erblickte um 23:23 Uhr die kleine Noelia das Licht der Welt und machte ihre Mama zum glücklichsten Menschen der Welt. Daniel, der Jelena seit er sie getroffen hatte nicht von ihrer Seite wich, hielt die kleine Noelia im Arm und versprach ihr sie und Jelena zu beschützen.

Aus diesem Versprechen wurden mittlerweile zehn glückliche Ehejahre und Noelia akzeptierte Daniel wie ihren Vater. Wenn ihre Mutter der kleinen Noelia, die Geschichte ihrer Geburt erzählte, schmückte sie diese immer so aus, dass die Waldtiere alle mit ins Dorf kamen, um bei der Geburt von ihr dabei zu sein. Noelia liebte diesen Gedanken und fühlte sich so mit den Tieren und dem Winter sehr verbunden. Die kleine Noelia wuchs in der Nähe des Waldes, indem Sie beinahe zur Welt kam auf. Sie besuchte die nahe gelegene Dorfschule, hatte eine Handvoll gute Freunde und liebte es den Sommer wie auch den Winter im Wald zu verbringen. Dort spielte sie mit ihrer Freundin Jessica Indianermädchen oder sie machten sich auf die Suche nach gefährlichen Tieren, die sie erforschen konnten.

Letzte Nacht fiel der erste Schnee und umhüllte den Wald mit frischem Puderschnee, der mit der frühen Morgensonne um die Wette glitzerte. Noelia stand früh auf, stolperte halb verschlafen in die Küche, doch sobald sie den Schnee auf dem Fenstersims sah, war sie auch schon putz munter! „Mama, ich werde Jessica abholen, darf ich bitte den Schlitten nehmen?“, Jelena lächelte, sie wusste wie sehr ihre Tochter den Winter liebte.

Noch bevor Noelia ihre Jacke richtig zumachen konnte stand sie auch schon draussen vor der Garage wo sie Daniel vollplapperte, was sie heute alles tun möchte. „Und dann werden wir noch einen riesigen Schneemann bauen, einen viel grösseren als den vom letzten Jahr!“ „Oh, du willst einen noch grösseren, als Mister Snowbig bauen?“, fragte sie Daniel gerade grinsend. „Ja auf jeden Fall und diesmal wird er eine Frau sein!“ darauf musste Daniel nun wirklich lachen und übergab ihr den Schlitten.

So schnell wie ihr Schlitten fahren konnte holte Noelia Jessica ab und nun stampften sie gemeinsam in Richtung Wald. Hinter sich zog sie ihren roten Schlitten, den sie letztes Jahr mit Daniel zusammen gebaut hatte. Sie liebt ihren Schlitten vor allem, weil Daniel ihn mit ihrem Namen beschriftet hat. Sie weiss noch, wie er sie eines Morgens weckte und noch bevor sie richtig wach war fragte „Willst du einen Schlitten bauen?“, darauf hin stand sie sofort auf und gemeinsam mit Daniel gingen sie in den Wald um einen Baum zu fällen. Daniel war Förster und für den Dorfwald verantwortlich, seid er klein war wuchs er beinahe in diesem Wald auf, von seinem Vater hatte er alles nötige gelernt und war richtig glücklich über die Arbeit im Wald. Schliesslich hatte er so Jelena kennen gelernt und damit auch Noelia und sein grösstes Glück gefunden. „Dieser Baum hier, ist richtig gut kleines, den nehmen wir!“ und schon erhob er seine Axt. Noelia hüpfte von einem Bein zum anderen, so aufgeregt war sie. Gemeinsam, Noelia hockte oben auf dem Stamm, schoben Sie den Baum auf einem Schlitten durch den Wald zu ihrem Haus. Dort wartete auch schon Jelena mit heissem Kakao und trank diesen gemeinsam mit Noelia, als sie Daniel dabei zusahen, wie er Bretter aus dem Baum sägte. Den ganzen Tag waren er und Noelia draussen, sägten, schleiften und hämmerten. Am Abend zündete Daniel an grosses Lagerfeuer an und malte ihren Schlitten noch Rot an. Mit grossen weissen Buchstaben schrieb er noch „Noelia“ auf den hinteren Teil des Schlittens und schon war er perfekt! Den ganzen Winter über ist Noelia damit schlitten gefahren und auch dieses Jahr, liebte sie es auf dem Schlitten zu sitzen und sich an diesen Tag zurück zu erinnern.

„Der fiese Jona ist wirklich fies, stell dir vor, er hat gestern einfach so mein Mathebuch zu Boden geworfen!“, schimpfte Noelia gerade „Der steht doch voll auf dich iiih!“, erwiderte Jessica gerade woraufhin Noelia wieder das Gesicht verzog. „Ach was, der ist einfach noch super kindisch!“ Lachend gingen die beiden Mädchen auf den grossen Hügel, gemeinsam setzten sie sich auf den Schlitten und fuhren hinunter in Richtung Dorf. Genau so wie der Wald, war auch das Dorf im Winter wie verzaubert. Die vielen Häuser sahen viel hübscher aus, und alles war so bunt geschmückt, ja selbst die Leute sahen im Winter festlicher aus. Noelia stellte ihren Schlitten beim Brunnen ab und zog ihren Rucksack enger. Ihre Mutter gab ihr immer etwas Taschengeld mit, damit sie sich im Dorf etwas zu essen kaufen konnten. „Heute ist der Markt im Dorf Elia! Wir müssen unbedingt beim Kerzenstand vorbeischauen“, ruft ihr Jessica zu als sie auch schon ihre Mütze richtete und ins Trubel hinein läuft. „Warte auf mich!“, ruft Noelia ihr nach und begibt sich ebenfalls ins Gewusel.

(Fortsetzung folgt)

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