Es beginnt am siebten Tag von Alex Lake #Rezension

Fesselnd und dramatisch zugleich.

Es beginnt am siebten Tag von Alex Lake| Thriller | 352 Seiten
HarperCollins | Cover | ISBN: 978-3-959-67610-6
gelesen vom 16.12. bis 19.12.2016
Vielen Dank an  und den HarperCollins Verlag
für das Rezensionsexemplar!


Klappentext

Erst deine Tocesbeginntamsiebtentaghter und dann du… Der Albtraum einer jeden Mutter: Die fünfjährige Anna ist verschwunden, als Rechtsanwältin Julia sie von der Schule abholen will. Wurde sie entführt? Ist sie tot? Sechs Tage und Nächte voller Angst, sechs Tage voller Selbstvorwürfe. Am siebten Tag taucht das Mädchen wieder auf. Es scheint unverletzt und hat keine Erinnerung an das, was geschah. Julia und ihr Mann Brian sind unendlich erleichtert. Bis Julia merkt, dass das Schlimmste für sie nun erst beginnt. Denn wer auch immer ihre Tochter in der Gewalt hatte und wiedergebracht hat, will nicht das Kind vernichten… (Quelle; Harper Collins Verlag)


Zusammengefasst

Julia ist eine erfolgreiche Anwältin, die weiss was sie möchte. Vor allem möchte sie nämlich eines; die Ehe mit ihrem noch Ehemann beenden. Wieso? Es fehlt ihr einfach der nötige Kick, sie will dem Alltastrott entfliehen. Doch was nun passiert, schmeisst ihr Leben so aus der Bahn, dass sie sich wieder nach ihrer langweiligen Ehe sehnt.

Durch einen Termin, der länger dauert als geplant kommt Julia zu spät bei der Schule an. Ein weiterer Zufall wollte, dass auch gerade an diesem Tag ihr Handyakku versagte und sie sich bei der Schule nicht melden konnte. Doch was könnte schon schlimmes passieren? Sie werden ihre Tochter bestimmt noch etwas länger betreuen… doch was nun geschieht, ist der Albtraum einer jeden Mutter.

Ihre Tochter ist verschwunden!

Noch die Lehrer an der Schule oder die anderen Eltern können sich daran erinner wo Anna hin ist. Niemand hat sie weggehen sehn oder kann sich bewusst daran erinnern, dass sie jemand abgeholt ist. Doch Tatsache ist; Anna ist weg und das Leben von Julia gerät ausser Kontrolle.

Sie quält sich mit Vorwürfen, kann nicht aufhören zu suchen und verzweifelt beinahe. Ihr Mann Brian ist bei der ganzen Sache leider auch keine grosse Hilfe. Anstatt sie zu unterstützen, nimmt er ihr übel, dass sie sich von ihm scheiden lassen wollte und lebt seinen Kummer im Alkohol aus. Noch schlimmer ist die Mutter von ihm, Edna mischt sich in alles ein und gibt Julia das Gefühl zu nicht fähig zu sein.

Das ganze wird noch durch die Presse verschlimmert, denn die stellen die Mutter als verantwortungsloses, untreues Biest dar. Kurz bevor Julia komplett durchdreht taucht von einer zur anderen Sekunde Anna einfach wieder auf!

Unversehrt und ohne jede Erinnerung an die letzten sechs Tage.

Doch wo war Anna?
Aus welchem Grund wurde sie gefangen gehalten und was steckt dahinter?
Was beginnt am siebten Tag?

Darüber Gedanken gemacht

***Achtung Spoiler***

Als ich das eigentliche Motiv beziehungsweise den Beweggrund vom Täter las, konnte ich ihm in ein-zwei Punkten leider zustimmen. Viele Mütter nehmen sich heute nicht mehr die nötige Zeit für ihre Kinder. Sie stecken in Jobs fest und lassen die Kids von Babysittern, Nannys und Co abholen. Wo man auch hin sieht, werden Kinder in Tagesschulen gesteckt und so oft wie möglich abgegeben.

Mir persönlich passt die „moderne“ Mutter nicht – man kann als Frau einfach nicht 100% im Job geben und dann auch noch das Kind erziehen. Man sollte sich Prioritäten setzen, wenn man sich für das Kind nicht zurück nehmen kann, sollte man sich das ganze vielleicht nochmal überlegen.

***Spoiler Ende***

Gefiel mir sehr

Was mir wirklich sehr gut gefiel, waren die Abschnitte, die aus der Sicht des Täters geschrieben wurden. Der Schreibstil war dabei sehr speziell aber doch passend und es war interessant zu erfahren, was in seinem Kopf so vor sich ging.

Julia ist ein Charakter in den man sich gut hineinversetzten kann, man leidet mir ihr und wünscht sich, dass sie doch noch ihre Tochter zurück bekommt. Ausserdem fand ich auch Edna als Charakter richtig stark, denn genau so wie sie dargestellt wurde, ging sie einem sofort auf den Keks und löste starke negative Gefühle aus. Was durchaus für den Schreibstil des Autoren spricht.

Weiter gefiel mir auch die Kapitel Eintelung an sich, es waren kurze Abschnitte die in Tage abgetrennt wurden. Man war immer mitten im Geschehen und ich konnte mit lesen fast nicht aufhören.

Gefiel mir nicht

Manchmal waren mir zu viele Sprichwörter in den einzelnen Abschnitten drin und auch die Gesamtlänge vom Buch hätte etwas gekürzt werden können ohne dem Inhalt zu schaden.

Was auch etwas Schade ist; gegen Ende wurde das Buch doch sehr hervorsehbar und konnte mich nicht mehr wirklich überraschen.

Schreibstil & Cover

Der Schreibstil konnte mich auf jeden Fall überzeugen und ich bin sehr gespannt zu erfahren wer hinter dem Pseudonym Alex Lake steckt! Das Cover gefällt mir sehr auch wenn es etwas trauriges an sich hat, finde ich durchaus, dass es einen in den Bann zieht!

Fazit

Ein toller Thriller mit einem guten Schreibstil und kurzweiligen Kapiteln. Vielleicht kein Buch, wenn man sich schwer mit entführten Kindern tut aber bietet durchaus Spannung und gute Charaktere. Wäre das Buch gegen Ende nicht so „einfach“ aufgelöst worden, hätte ich dem Buch auf jeden Fall noch einen Stern mehr gegeben, so sind es gute 3 von 5 Sternen.

Bewertung
Buchlänge ♥♥♥ (3/5)
Schreibstil ♥♥♥ (3/5)
Botschaft ♥♥♥♥ (4/5)
Lesevergnügen ♥♥♥ (3/5)


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8 Gedanken zu “Es beginnt am siebten Tag von Alex Lake #Rezension

    • Ja, es fiel mir auch schwer, es gerecht zu bewerten. Anfangs war es wirklich gut aufgebaut und sehr spannend doch am Schluss war es zu „klar“ es war viel zu leicht aufgelöst und das erwarte ich von einem Thriller irgendwie nicht… wenn du verstehst was ich meine.

      Gefällt mir

  1. Was du vergisst ist, dass sich die meisten das heute nicht mehr erlauben können. Dank der guten Anstellung meines Mannes habe ich tatsächlich den Luxus, bis die Lütten 3 sind, Zuhause bleiben zu können. Die meisten Familien können sich dies finanziell aber nicht erlauben. Oder aber sie krebsen an der Armutsgrenze vorbei..

    Gefällt 1 Person

    • Ich vergesse das nicht, dass ist mir durchaus bewusst, doch die meisten wollen gar nicht auf den Lebensstandard verzichten, denn sie vor einem Baby hatten, ich spreche jetzt nur von der Gesellschaft hier in der Schweiz – die meisten wollen auf ihren Luxus nicht verzichten, bringen ein Kind zur Welt und 3 Monate später geben sie es in Kinderstätten weiter und gehen wieder Vollzeit arbeiten.. da sehe ich dann den Gedanken vom Kinderkriegen aber doch noch immer arbeiten wolle nicht so… wie soll man den dass Kind da erziehen? Sollen das die Lehrer in den Kitas fortan übernehmen? Ich verstehe schon, dass es vielleicht Familien gibt, bei denen es finanziell schwierig wird aber alles ist lösbar – wenn man sich dafür aber zurücknehmen kann und wenn man das nicht will, sollte man sich überlegen, ob man wirklich ein Baby haben möchte.
      Ich will niemanden damit angreifen, wirklich nicht, ist nur meine persönliche Meinung.

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      • Tja, es gibt aber genug Situationen, die man nicht einplant, die aber passieren. Wenn der Vater die Biege macht und keinen bzw. nur den Unterhaltsniedrigsatz zahlt zum Beispiel. Dann hast du keine andere Wahl. Wenn du mit deinem Kind nicht zur Tafel gehen willst, weil das Hartz IV vorne und hinten nich reicht, musst du versuchen, einen Job zu finden. Was als Alleinerziehende ja eh schon fast ein Ding der Unmöglichkeit ist.

        Gefällt 1 Person

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