Der Lauf des Lebens von Mona Jaeger #Rezension

Ein Buch über das Leben – Geschichten von Menschen.

Der Lauf des Lebens von Mona Jaeger | Belletristik | 190 Seiten
Luchterhand Verlag| Cover | ISBN: 978-3-630-87501-9
gelesen vom 22.12. bis 26.12.2016
Vielen Dank an das Bloggerportal und den Verlag
für das Rezensionsexemplar!


Klappentextderlaufdeslebens

Von Anfängen, Aufstiegen, Abstiegen und vom Ende – kurz: vom Menschsein.
Es gibt Tage im Leben, die haben mehr Gewicht als die Wochen und Monate, die sie umgeben. Es gibt Momente im Leben, in denen die Zeit gleichzeitig stehenzubleiben und zu rasen scheint. Der erste Schultag kann ein solcher Tag sein, der erste Kuss ein solcher Moment. Manchmal mischen sich in solchen Momenten Triumph und Melancholie wie in der ersten Nacht in der eigenen Wohnung, manchmal ereignet sich etwas, das uns verändert, ohne dass es rückgängig zu machen wäre. Manchmal gehen solchen Momenten eigene Entscheidungen voraus, manchmal Eingeständnisse, die den Menschen ohnmächtig machen, manchmal ein unermesslicher Verlust. Sich scheiden lassen, sich eingestehen, dass man unter einer Depression leidet, jemanden begraben, den man liebt. All das sind Momente, die in den Erzählungen dieses Bandes eingefangen sind. (Quelle: Luchterhand Verlag)


Zusammengefasst

Im Grunde geht es um Anna und Paul. Anna, ein kleines Mädchen, dass Angst vor dem ersten Schultag hat, das später aber eine grosse Karriere führen wird und doch auch tiefe Abgründe vor sich hat. Paul, ein kleiner Junge, der eines Nachts beschliesst einfach von zu Hause weg zu laufen. Der später einmal aber vieles anders tun wird als geplant.

Das Buch erzählt eine Geschichte, die mit dem Kind sein beginnt und mit dem Tode aufhört. Wir durchleben mit Anna und Paul ihre wichtigsten Stationen vom Menschsein und erfahren vieles, wenn wir lernen zwischen den Zeilen zu lesen.

„Sei mal ehrlich. Was stört dich so sehr an Computern?“, fragt sie ihn.

Er denkt einen Moment nach. „Der Geruch.“

„Computer riechen doch gar nicht.“

„Eben. Wenn ich in der Uni-Bibliothek zwischen den vielen staubigen Büchern sitze, worüber du dich immer so lustig machst,  dann sehe ich die Bücher und ich rieche sie. Ich kapiere sofort, wie alt diese Bücher sind und dass sie mir eine Geschichte erzählen. Nicht nur mit ihrem Inhalt, sondern auch mit ihrem Alter. Das finde ich toll“. S. 10

Darüber Gedanken gemacht

Als ich mit dem Buch begonnen hab, habe ich mir nicht viele Gedanken darüber gemacht, was mich zu erwarten hat. Ich dachte, das werden ein paar spannende Kurzgeschichten. Doch dahinter steckte einiges mehr. Die Autorin Mona Jaeger gibt und mit diesem Buch die Möglichkeit einen Blick in die Leben von Anna und Paul zu blicken.

Natürlich erfahren wir nicht alles, was sich in ihrem Leben ereignet hat aber wir erfahren immer so viel, dass wir uns die restliche Zeit ihres Lebens gut vorstellen können. Somit erlernt man mit diesem Buch vor allem eines: Zwischen den Zeilen zu lesen und sich selbst eine Geschichte auszudenken.

Natürlich verlief in den Leben von Anna und Paul nicht immer alles perfekt und beide hatten zu kämpfen – doch so ist das Leben nun mal.

Die Stimmung im Buch spiegelt das auch sehr gut wieder. Zu Anfangs ist man noch voller Tatendrang, sprüht voller Energie und hat Angst vor der grossen neuen Welt. Auch im mittleren Teil, ist man aufgeregt aufs Erwachsen werden und vor allem in diesen Abschnitten konnte ich mich teilweise sehr gut wiederfinden. Viele Situationen kamen einem bekannt vor und über einige musste man auch schmunzeln.

Gegen Ende des Buches, gelangt man auch zum Ende von einem Leben. Beide Protagonisten sind ihre eigenen unterschiedlichen Wege gegangen, doch letzen Endes, kommt man immer zum gleichen Schluss. Dies stimmte mich traurig, obwohl es eben einfach nur die kalte Realität ist.

Ich denke in meinem Alter ist vor allem das Ende des Buches noch weit weg und ein Thema, mit dem man sich noch nicht wirklich befassen möchte, deshalb kann ich mir aber gut vorstellen, dass ich vielleicht im Alter nochmals zum Buch greifen werde, denn das tolle daran, man entwickelt sich mit dem Buch mit. Vielleicht blickt eine andere Person, in einer anderen Lebenslage ganz anders auf das Buch als ich, was doch sehr speziell an diesem Werk ist.

Gefiel mir sehr 

Ich mochte es sehr, wie das Buch mich zum Nachdenken brachte und wie viel es doch zu sagen hat mit seinen ganz wenigen Worten, welche die Autorin geschickt anwenden konnte.

Gefiel mir nicht

Trotz allem postiven zum Buch, konnte es mich letzen Endes doch nicht so packen wie erwartet, vielleicht ist es mit diesem Buch wie mit gutem Wein; Es braucht einfach noch seine Zeit um zu reifen.

Schreibstil & Cover 

Der Schreibstil ist einfach zu lesen und bietet einem viel Raum zur Interpretation und auch die Abschnitte und Kapitel sind so gut gewählt, dass einem das Lesen Spass macht.

Das Cover finde ich wirklich sehr Stimmig und auf eine Art strahlt es für mich eine gewisse Ruhe aus. Der Titel „Der Lauf des Lebens“ passt unglaublich gut zur Geschichte und lässt einen zugleich auch irgendwie melancholisch werden.

Fazit 

Ein gutes Buch, das am besten in verschiedenen Lebenslagen wieder gelesen werden sollte, denn es lässt einen nachdenken und sich seine eigenen Erfahrungen daraus ableiten. Ich denke ich gebe diesem Buch gute 3 Herzen, weil es mich zwar überzeugen konnte ich aber noch etwas zu jung bin um es komplett auf mich wirken lassen zu können. Es wird bestimmt mit dem Alter besser!

Bewertung
Buchlänge ♥♥♥ (3/5)
Schreibstil ♥♥♥♥ (4/5)
Botschaft ♥♥♥ (3/5)
Lesevergnügen ♥♥♥ (3/5)


Hier geht es zur Leseprobe.
Hier könnt ihr das Buch kaufen.

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