Der Serienkiller der keiner war… von Dan Josefsson #Rezension

Ein Skandal, der so unglaublich ist, dass ich ihn immer noch nicht fassen kann.

Der Serienkiller der keiner war | Gesellschaft / wahre Begebenheit| 592 Seiten
btb Verlag | Cover | ISBN: 978-3-442-71566-4
gelesen vom 04.01. bis 06.02.2018
Vielen Dank an das Bloggerportal und den Verlag
für das Rezensionsexemplar!


Klappentext

derserienkillerSchweden, 1991: Sture Bergwall, ein homosexueller Drogenabhängiger und Kleinkrimineller, wird in die geschlossene psychiatrische Einrichtung Säter nördlich von Stockholm eingewiesen. Dort macht er eine Therapie und wird mit Psychopharmaka behandelt. Im Zuge der Behandlung glaubt er, sich an schlimme Traumata aus seiner Kindheit zu »erinnern« und gesteht, als monströser Serienkiller Thomas Quick mehr als 30 Opfer vergewaltigt und getötet zu haben. Fast 20 Jahr später stellte sich heraus: seine Geständnisse waren frei erfunden. Seine Motive: verschreibungspflichtige Drogen, Geltungsbewusstsein und der Einfluss seiner Therapeutin und deren Zirkel, die glaubten, mit diesem Fall Geschichte schreiben zu können. (Quelle: btb Verlag)


Zusammengefasst

Der Journalist Dan Josefsson gerät durch Zufall in die Geschichte rund um den Serienkiller Thomas Quick. Auf einer Beerdigung eines Arbeitskollegen, wird er vom Bruder des Serienkillers angesprochen und erfährt das sein Arbeitskollege sich bis zu dessen Tod mit dem Fall Thomas Quick beschäftigt hat. Gepackt von seiner Neugier beginnt er für diesen Fall zu recherchieren, welcher Skandal dabei herauskommt erfährt ihr in „Der Serienkiller der keiner war…“ und noch vieles mehr.

Darüber Gedanken gemacht

Ich war zu Anfangs sehr von diesem Buch und der Tatsache, dass dies tatsächlich geschehen ist, angetan. Meine Neugier war geweckt und ich las mich von Kapitel zu Kapitel durch den ganzen Skandal rund um den Serienkiller, der eigentlich gar keiner war.

Doch bevor sich die Geschichte um Sture Bergwall alias Thomas Quick dreht erfährt man zu Anfangs jede Menge über Margrit – eine begabte ältere Frau, die sich ihr ganzes Leben lang mit der Therapie von Patienten und deren verdrängten Erinnerungen beschäftigte. Obwohl das Thema durchaus sehr interessant war, fiel ich beim Lesen teilweise in eine Frustration. Ich hatte öfter das Gefühl bei der Geschichte nicht voran zu kommen und manche Therapieformen warn mir so abstrakt, dass ich öfter das Gefühl hatte, ich hätte für dieses Buch lieber vorab noch Psychologie studieren sollen.

Als es dann endlich wieder etwas voranging wurde das ganze noch trockener, denn es wurden alle Verhandlungen, die Sture durchführen musste, genau so wie all seine Therapiesitzungen auseinander genommen und bis ins kleinste Detail nachrecherchiert. So kam mir das ganze Buch doch etwas zu schwer vor und ich habe auch während dem Lesen öfters mal das Buch beiseite gelegt, weil ich das Gefühl hatte, mein Kopf ist nun eindeutig zu vollgestopft mit Infos.

Es ist ein Meisterwerk an Recherche Arbeit und der Skandal ist schockierend und unfassbar zugleich. Wer sich diesem Werk widmet, sollte auf jeden Fall etwas Vorkenntnis in Psychologie mitbringen und sich viel Zeit dafür nehmen.

Gefiel mir sehr

Wie oben erwähnt war ich von der Recherche doch sehr fasziniert, der Autor hat sich auf jeden Fall jede Menge Arbeit mit diesem Buch gemacht und dies alles so auf Papier zu bringen ist allein schon ein Meisterwerk.

Gefiel mir nicht

Die brutalen Mordszenen waren mir teilweise viel zu heftig. Obwohl ich selbst sehr viele Thriller gelesen habe war mir das alles doch zu viel. Einige Passagen konnte ich gar nicht zu Ende lesen, denn im Hinterkopf hatte ich ständig den Gedanken „Oh mein Gott, ist das wirklich wahr?!“ Obwohl sich das ganze ganz anders als zu Anfang vermutet, entwickelt war ich doch am Ende angewidert und schockiert.

Schreibstil & Cover

Der Schreibstil geht schon eher in eine Facharbeit über und wird mit der Zeit doch sehr schwerfällig. Ausserdem mochte ich die vielen Fakten-Wiederholungen nicht, denn so hatte man öfter das Gefühl nicht wirklich voran zu kommen. Das Cover ist doch sehr typisch für die nördlichen Länder und gefällt mir an sich richtig gut, genau so wie der Titel, der auf jeden Fall die Aufmerksamkeit erweckt, die man sich für solch ein Buch wünscht.

Fazit

Es ist eine wichtige Geschichte, die hier erzählt wird, ein Skandal, der schon viel früher hätte beendet werden können. Leider störten mich  die vielen Fachausdrücke und verhinderten so, dass ich komplett in die Geschichte eintauchen konnte. Ich habe wenig bis gar keine Sympathie für die Charakteren / Menschen empfunden und wurde so mit dem ganzen kaum warm. Obwohl „Der Serienkiller der keiner war…“ für mich eher ein 2 Sterne Buch war, gebe ich doch die 3 Sterne, da für mich der Autor eine grossartige Recherchearbeit geleistet hat.

Bewertung
Buchlänge ♥♥♥ (3/5)
Schreibstil ♥♥ (2/5)
Botschaft ♥♥♥♥ (4/5)
Lesevergnügen ♥♥♥ (3/5)


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rezensionen im ueberblick

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