[#WritingFriday] Week 6

Hi Schreiberlinge,

Weiter geht es mit dem zweiten Thema für den Februar! Dieses Mal habe ich mich für die Schreibaufgabe rund um die Liebe entschieden, schliesslich steht der Valentinstag schon bald vor der Tür. Welches Thema habt ihr gewählt? Lasst mir gerne den Link zu eurem Beitrag da!


Die Regeln im Überblick;

  • Jeden Freitag wird veröffentlicht
  • Wählt aus einem der vorgegeben Schreibthemen
  • Schreibt eine Geschichte / ein Gedicht / ein paar Zeilen – egal Hauptsache ihr übt euer kreatives Schreiben
  • Vergesst nicht den Hashtag #WritingFriday und den Header zu verwenden
  • Schaut unbedingt bei euren Schreibkameraden vorbei und lest euch die Geschichten durch!
  • Habt Spass und versucht voneinander zu lernen

Schreibthemen Februar


Erkläre einem Ausserirdischen, was Liebe ist.

Anabelle war gerade auf Wolke 7, es war bereits spät Abends und sie kam von einem Date nach Hause. Sie wohnte im obersten Stock, in einer Dachwohnung mit grossen Fenstern, durch die sie immer die Sterne beobachten konnte.

Gerade wollte sie zu Bett gehen und von ihrem Date träumen, als es in ihrem Zimmer plötzlich gleissend hell wurde. Vor ist stand ein silbrig-schimmendes Wesen, weder Mensch noch Tier. Im ersten Moment erschrak sie, doch als das Wesen zu sprechen begann, verflog auch ihre Angst.

„Hallo kleiner Erdmensch, du brauchst dich nicht vor mir zu fürchten, ich bin ein Beschützer eures Planeten. Ich habe dein Strahlen vom Mond aus gesehen und bin neugierig geworden. Was macht dich gerade so glücklich?“

„Oh, das ist die Liebe!“, erwiderte Anabelle mutig.

„Die Liebe?“, fragte das silbrige Wesen etwas verwundert. Damit konnte es nun wirklich nichts anfangen, gab es doch auf seinem Planeten weder Wasser, noch Luft und erst recht nicht Liebe.

„Ja, Liebe! Sag bloss nicht, du kennst dieses Gefühl nicht?“, das Wesen schüttelte sich und Anabelle verstand, dass hier eine Erklärung von Nöten war.

„Oh du armes Wesen, Liebe ist ein Gefühl, so stark und mächtig, dass es alles Dunkel auf dieser Welt vertreiben kann. Manchmal trifft es einen unerwartet, man kriegt Herzklopfen, Schmetterlinge im Bauch und vor allem wird es einem warm ums Herz.“

„Damit kann ich nichts anfangen, ich habe weder Herz noch gibt es bei uns Schmetterlinge!“

Anabelle grübelte, wie sollte Sie es diesem Wesen bloss erklären, was gerade in ihr tobte.
„Ich verstehe, nun dann lasse es mich anders versuchen. Stell dir vor, du läufst durchs Leben…“, sie blickte das Wesen noch einmal genau an „…oder du schwebst eben so vor dich hin“, korrigierte sie sich „…du hast das Gefühl mit dir im Reinen zu sein. Du fühlst dich gut und glücklich, doch irgendwie fühlst du tief in deinem inneren das auch etwas fehlt. Du kannst es nicht benennen bis dir plötzlich diese eine Person, dieses Wesen über den Weg läuft. Plötzlich hast du das Gefühl, deine Welt würde sich verschieben.“

„Mit Welten verschieben kenne ich mich aus!“ rief das Wesen schon etwas munterer.

„Ja und nun fühlst du das sich dein Leben durch diese Person plötzlich vollkommener anfühlt, du selbst hast das Gefühl nun komplett zu sein, deine bessere Hälfte gefunden zu haben – deinen Seelenverwandten. Und du fühlst dich stark und mutig und möchtest dieses Gefühl nie mehr hergeben. Doch Liebe ist nicht nur schön, oh du unwissendes Wesen. Liebe ist zwar stark, voller Leidenschaft und Hingabe, doch du kannst dich auch daran verbrennen!“

„Verbrennen!?“, rief das Wesen etwas ängstlich. Feuer war ihm gar nicht geheuer, war doch sein letzter Planet ein Feuerball, denn er unbedingt verlassen wollte.

„Ja, verbrennen. Liebe kann dir weh tun, Schmerzen zufügen, von denen du denkst, das sie nie mehr heilen werden. Sie kann dich tief traurig zurück lassen.“

„Dann verstehe ich dich nicht Erdenmensch. Wieso sucht ihr euer Leben lang nach dieser Liebe, wenn sie euch so verletzen kann?“

Anabelle lächelte „Glaube mir, auch wenn die Liebe uns verletzen kann, sie ist es dennoch Wert. Denn nichts kann einen glücklicher, vollkommener und lebendiger machen, als eben diese.“

Das Wesen verstand nun, die Erdmenschen waren schon immer so. Sie schätzten das Positive erst, wenn sie das Schlechte durchlebt hatten. Erst wenn man erfährt, was man verlieren könnte, liebt man das was man hat.


Aktuelle Teilnehmer (ihr könnt jederzeit mit einsteigen!):

RAN AN DIE STIFTE,
elizzy
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