[#WritingFriday] Week 15

Hi Schreiberlinge

Der Anfang vom April ist bei allen geglückt und ich war begeistert wie kreativ manche Aufgaben wieder gelöst wurden! Ich habe die Teilnehmerliste für diese Woche angepasst und diejenigen, die länger nicht mitgeschrieben habe gelöscht. Falls heute jemand mitschreibt, der nicht auf der Liste steht, darf er mir dies gerne mitteilen, dann werde ich die Liste anpassen!


Die Regeln im Überblick;

  • Jeden Freitag wird veröffentlicht
  • Wählt aus einem der vorgegeben Schreibthemen
  • Schreibt eine Geschichte / ein Gedicht / ein paar Zeilen – egal Hauptsache ihr übt euer kreatives Schreiben
  • Vergesst nicht den Hashtag #WritingFriday und den Header zu verwenden
  • Schaut unbedingt bei euren Schreibkameraden vorbei und lest euch die Geschichten durch!
  • Habt Spass und versucht voneinander zu lernen

Schreibthemen April

  • Du hast gerade deinen ersten Arbeitstag als Assistenzarzt im Krankenhaus. Beschreibe einer Freundin ein besonders verstörendes Erlebnis.
  • Bei einem grossen Familienfest erfährst du, dass deine Grosseltern bereits seit vielen Jahren in einer offenen Beziehung leben. Schreib die Szene auf, die sich nach diesem Geständnis ergibt.
  • Verfasse einen Dankesbrief an den Erfinder von Zahnpasta.
  • Eine Frau verwählt sich und landet bei einem fremden Mann. Unerwartet beenden sie das Gespräch aber mit einer Verabredung. Schreibe das Telefonat dazu auf.
  • Schreibe eine Geschichte, die mit dem Satz; „Damit hatte Lukas nicht gerechnet, als er sah wie…“ beginnt.

Du hast gerade deinen ersten Arbeitstag als Assistenzarzt im Krankenhaus. Beschreibe einer Freundin ein besonders verstörendes Erlebnis.

Juliette öffnet vollbeladen ihre Eingangstür, schmeisst ihre Schuhe in eine Ecke und legt die Einkäufe in die Küche. Sie trägt noch ihre Kleider vom Krankenhaus, ihr Haar ist durcheinander und sie sieht ziemlich fertig aus. Sie hat gerade ihren ersten Arbeitstag hinter sich gebracht und ist immer noch schockiert über die vielen Dinge, die sie gesehen hat.

Beim auspacken der Einkaufstüten, wählt sie die Nummer ihrer besten Freundin Luisa.

“Hallo Dr. Juliette, na wie war es?”, fragt diese, noch bevor es zum zweiten Mal klingeln konnte.

“Doktor bin ich noch lange nicht und ich bin so mit den nerven am Ende, ich glaube ich betrinke mich gleich.” Sie seufzt und räumt das Gemüse in den Kühlschrank.

“Ohoh, so schlimm? Was ist denn passiert?”, es rauscht und man hört wie sich Luisa aufs Sofa legt.

“Bei der Visite habe ich Dr. Ramirez kennen gelernt, sie ist wirklich unglaublich taff und sprach so schnell, dass ich kaum mitkam. Wir wurden den verschiedenen Ärzten unterteilt und konnten sie den ganzen Tag begleiten. Ich wurde für die Notaufnahme eingeteilt und glaub mir, dort war es alles andere als rosig…”, sie hielt inne, denn Luisa kicherte.

“Was ist denn daran lustig?”, wollte Juliette wissen und hielt beim einräumen inne.

“Es war wohl eher blutig-rot statt rosig… okay… ich hab mich wieder beruhigt, erzähl weiter!”, Juliette verdrehte die Augen über diese Bemerkung, konnte sich aber ein Schmunzeln nicht verkneifen.

“Ja, also wir haben natürlich die seltsamsten Fälle auf den Tisch gekriegt, doch ich durfte den ganzen Tag nur Verbände wechseln, nicht mal nähen durfte ich! Die coolen Fälle landeten alle bei den älteren Assistenzärzten und ich fing an mich zu langweilen. So schlich ich mich kurz davon, um mir die anderen Abteilungen anzusehen. Natürlich verlief ich mich dabei und war irgendwie unten bei den Laboren gelandet. Ich sah mir ein paar Räume an und öffnete dabei eine Art Lagerraum und dort, sah ich sie dann…”

“Oh mein Gott wen?!”, Luisa war mittlerweile wieder aufgestanden und lief durch ihre Wohnung.

“Dort waren Dr. Ramirez und einer der neuen Assistenzärzte und sie… na du weisst schon… sie waren gerade dabei sich auszuziehen, als ich mit knallrotem Kopf die Tür wieder zuschlug. Doch natürlich hatten sie mich gesehen… Luisa, ich kann dort nie wieder hingehen!” Juliette hörte ihre Freundin lachen und wurde wütend.

“Du verstehst das nicht Luisa! Sie hat mich den ganzen weiteren Tag ignoriert und mir kaum noch Dinge gezeigt und für Morgen hat sie mich einfach um geplant und nun muss ich ins BackOffice!”

“Weisst du was, so schlimm ist dass gar nicht Juliette, schliesslich hat sich diese Dr. Ramirez einen Fehltritt geleistet und nicht du. Klar hättest du nicht deine Abteilung verlassen sollen aber glaube mir für sie ist es weitaus peinlicher, als für dich. Liebes, ich hab Wein zu Hause, ich komm gleich vorbei und dann kannst du mir die ganzen schlüpfrigen Geheimnisse erzählen!”


Aktuelle Teilnehmer (ihr könnt jederzeit mit einsteigen!):

RAN AN DIE STIFTE,
elizzy

21 Replies to “[#WritingFriday] Week 15”

  1. Huhu,
    na das ist auch eine geniale Herangehensweise an ein verstörendes Ereignis. Ich stelle es mir definitiv nicht schön vor, meinen Chef dabei zu erwischen, wie er sich mit einem der Assistenzärzte vergnügt. Da wäre ich glaube ich auch traumatisiert bis an mein Lebensende.
    Aber sehr cool das es kein stereotypischer männlicher Chefarzt ist, der sich an die Krankenschwestern ranmacht. 🙂
    Liebe Grüße
    Lee.

    1. Hallo Lee, vielen Dank! Ich musste beim Schreiben an Grey’s Anatomy denken 😀 dort kommt es ja öfter zu solchen Szenen 😀
      Hab ein tolles Wochenende!

  2. Hallo liebe Elizzy!
    Ich hatte direkt eine Szenerie von Grey’s Anatomy vor Augen, als ich deine Geschichte gelesen habe – genial! 😀 Ist aber auch blöd, wenn man da zufällig in so eine Situation reinläuft. xD Ich habe mir diese Woche auch die Assistenzarzt-Aufgabe vorgeknöpft, bin aber in eine komplett andere Richtung gerutscht, als ich ursprünglich vorhatte. Jetzt bin ich versucht, nochmal mit der ersten Staffel von Grey’s Anatomy anzufangen.. /o\
    Liebste Grüße,
    Ida

  3. Super gelöst liebe Elizzy. Ich glaube die Aufgabe nehme ich mir für den nächsten Freitag vor und ich bin jetzt schon am grübeln weil mir, anders als Dir, noch keine verstörenden Erlebnisse einfallen wollen 🙂

  4. Ihhh – ne da würde ich auch gar nicht reinplatzen wollen – wie kann man da noch ohne diese Bilder mit denen arbeiten. Die Arme. Aber wie uns ja Grey so schön zeigt – wer weiss wo sie da mal landet. hihihi. Sehr lebhaft beschrieben – ich habe das selbe Thema – aber doch etwas grausiger.
    Liebe Grüsse und ein schönes Wochenende.
    https://wp.me/p8qB43-6Mc

      1. Ich liebe es auch – einmal eingeschaltet kann man nicht mehr aufhören – und mir kommt es auch ziemlich realistisch vor. Ich könnte mir das auch so vorstellen.

  5. Das ist in der Tat ein sehr verstöhrendes Erlebnis. Das hast du wirklich gut umgesetzt!
    Diesen Monat habe ich auch wieder mit gemacht und mir den Satzanfang geschnappt. EIne Geschichte mit dem Satz zu beginnen: Damit hatte Lukas nicht gerechnet, als er sah…..
    Ich hoffe ich konnte das gut umsetzten.
    Ich hoffe es gefällt.
    Hier ist: meinem Beitrag.
    Eure Svenja von Bücherfieber

  6. Liebe Elizzy,
    ach herrje, schlimmer kann der erste Arbeitstag wirklich nicht beginnen! Oh Gott, wenn ich mir das vorstelle. Ich wüsste nicht, wie ich noch professionell mit so einem Vorgesetzten umgehen könnte.
    Liebe Grüße,
    Janika

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