3 Gründe warum du öfter das Genre wechseln solltest. [Kolumne]

Liebe Bücherfreunde,

Letztens habe ich mich dabei erwischt, wie ich jemandem erklärt habe, dass ich vor allem ein Thriller-Leser bin. 3 Minuten später, bewies ich mir selbst das Gegenteil. Denn meine Leseliste meldete sich und zeigte mir auf, wie vielseitig die Genre Auswahl meiner Bücher ist.

Unbewusst habe ich mich hüpfend von einem Genre ins nächste gestürzt und obwohl ich weiss in welchem ich mich am wohlsten fühle, ist es doch wichtig hin und wieder andere Bücher-Genre-Luft zu schnuppern.
Damit kommen wir nun auch schon zu meinen 3 Gründen, die dafür sprechen, öfters mal das Genre bewusst zu wechseln.

GRUND NR. 1 – Wechsle das Genre, um dich nicht zu langweilen.

Neue Welten entdecken
oder auch Hab ich das nicht schon gelesen?

Wer öfter immer nur im selben Genre liest wird sich nach einer gewissen Zeit langweilen und sogar das Gefühl haben, dass jedes Buch dem anderen gleicht. So wird man im Bereich der Young und New Adult Bücher kaum eines finden, welches nicht mit den üblichen Klischees um sich schmeisst. Genauso wie man bei einem Krimi immer wieder die typischen Kommissare antreffen wird. Doch wenn man seinen ganzen Mut zusammen nimmt, wird man plötzlich in eine neue Welt gerissen und denkt sich “Huch, das ist ja richtig erfrischend!” – danach kann man auch wieder zurück in sein Lieblings Genre hüpfen und wird feststellen, das klingt wieder nach einer neuen richtig tollen Geschichte!

GRUND NR. 2 – Wechsle das Genre, um Altes wieder neu zu lieben.

Wachse mit den Büchern.

In unserem jungen Buchleben haben wir vielleicht das ein oder andere Mal bei einem Buch daneben gegriffen und uns sofort gedacht “Nein, dieses Genre ist nichts für mich!” und es von diesem Moment an gemieden. Bei mir war dies so, als ich das erste Mal Sci-Fi Luft schnupperte und dabei total daneben griff. Ich mied dieses Genre in den letzten Monaten bewusst, doch plötzlich kam wieder ein Buch, dass mich so mitriss, dass ich dem Genre einfach noch einmal eine Chance geben musste. Wir verändern uns von Tag zu Tag und das ist auch gut so, den mit uns verändert sich auch unser Buchgeschmack und vieles das wir früher wohl doof gefunden hätten, könnte uns mit der Zeit sogar wieder gefallen. Deshalb gilt: Auch mal wieder ein Buch aus einem Genre lesen, welchem man bereits abgeschworen hat.

Genre_Wechsel

Rezension – Flugangst 7A
Rezension – Harry
Rezension – Wie Wölfe im Winter
Rezension – Happy Minutes
Rezension – Throne of Glass
Rezension – Einmal im Jahr für immer
Rezension – Über mir der Himmel
Rezension – Das Café am Rande der Welt
Rezension – Romeo und Julia

Hier habe ich mich vom Thriller zur Biografie, hin zum Roman, dann zum Meditations-Buch mitten in eine Fantasy Geschichte, über ein Self-Publising Buch, zurück zu einem Jugendroman, in ein Sachbuch und zu guter letzt in einen Klassiker geschwungen.

GRUND NR. 3 – Wechsle das Genre, um deinen Horizont zu erweitern.

Steck dich in keine Schublade

Was ich immer wieder gerne weiter gebe; Bücher können einem so viel beibringen. Vor allem wenn ihr immer wieder Genre Wechsel vornehmt und dabei auf Bücher stösst, die euch auf eine ganz neue Art und Weise faszinieren. So könnt ihr aus einer Biografie genau so viel lernen wie vielleicht aus einem spannenden Krimi. Ihr müsst nur mutig genug sein und eure Schublade öffnen und euch daraus befreien. Lest auch bewusst mehr Sachbücher und Klassiker, denn diese können euch besonders viel Neues aufzeigen. Umso mehr verschiedenes ihr lest, um so grösser wird eure Bücherwelt. <3


Ich hoffe sehr, das euch diese Kolumne gefallen hat und würde mich sehr über Kommentare und einen Austausch freuen. Erzählt mir, welches ist euer Lieblings Genre? Und wie oft wechselt ihr dieses?

RAN AN DIE BÜCHER.
elizzy

35 Replies to “3 Gründe warum du öfter das Genre wechseln solltest. [Kolumne]”

  1. Liebe Elizzy,
    ein toller Artikel! Ich hoffe, dass mehr Menschen dazu animiert werden mal über den Tellerrand zu blicken.
    Ich nehme dieses Jahr an der Challenge “Reise durch die Genres” mit, bei dem jeden Monat ein neues Genre abgehandelt wird. Vor allem an Biografien habe ich mich bisher nicht rangetraut, doch die Challenge animiert mich zwischendurch mal etwas Neues auszuprobieren und das klappt bisher echt gut. 🙂
    Viel Freude dir weiterhin beim Stöbern in neuen Büchern!
    Liebst,
    Rika

    1. Liebe Rika, vielen Dank für deinen Kommentar! Die Challenge hört sich ja klasse an, schade habe ich diese nicht früher entdeckt! Biografien sind übrigens wirklich sehr interessant, für den Anfang würde ich dir aber eine empfehlen, die dich wirklich zu 100% interessiert und vielleicht von einer Persönlichkeit, die du ein wenig als Vorbild siehst! 🙂

  2. Hey Elizzy! <3
    Super Beitrag! Genau das, was du hier beschreibst, habe ich vor einer Weile auch erlebt. Ich habe ziemlich viel Fantasy gelesen und hatte mich dann langsam satt gesehen, weil ich das Gefühl hatte, es ist alles immer nur dasselbe. Aber dann habe ich zwischendrin andere Genres gelesen, und hatte plötzlich das Gefühl, dass mir alle Genres wieder viel mehr Spaß machen. 😀 Das ist wie ein kleiner, buchiger Tapetenwechsel. 🙂
    Liebste Grüße,
    Ida

  3. Huhu Elizzy,
    ich lese immer noch gern in meinem favorisierten Genre. Ich breche daraus nur immer mal für ein oder zwei Bücher aus, was eine nette Abwechslung ist, aber lande doch immer wieder dort. Ich fühle mich da einfach zu wohl, aber ich habe mich auch früher schon durch alles mögliche gelesen, bis ich meinen festen Platz hier in der Nische gefunden habe 🙂

  4. Hi Elizzy,
    ein cooler Beitrag. Ich selbst habe natürlich auch ein Genre das ich absolut gerne lese, aber ich schnupper auch gerne mal an anderen und bin da nicht festgefahren. 🙂
    Und ich denke auch das es ganz normal ist, das man sich von Zeit zu Zeit weiterentwickeln möchte und demnach auch zu anderen Büchern greift.
    Liebe Grüße, Stella

  5. Ich kenn das sehr gut.
    “Was liest du denn am liebsten?” – “True Crime, Psychologie & Geschichtliches Zeug” – “Und was liest du jetzt?” – “Wächter der Nacht?” – “Ah… worum geht es?” – “Vampire…..”
    haha.. ja… Ich kenn es wirklich sehr gut. Am liebsten lese ich tatsächlich über True Crime (Tsokos, Wilfing, Benecke, Truman Capote etc.), Psychologie (bspw. Dutten – Psychopathen) und deutscher Geschichte (hauptsächlich 2ter WK & Nachkriegszeit – bspw. Nazis on Speed, Der SS-Staat & selbstverständlich Anne Frank – ich hab so geweint!).
    Dennoch bin ich eine große Anhängerin von Anne Rice, David Safier und Morton Rhue (auch eine wilde Mischung).
    Ich finde es auch sehr wichtig, das man nicht nur das gleiche Genre liest. Wenn ich jetzt nur meine Hauptschwerpunkte lesen würde, würde ich nur noch deprimiert durch die Gegend laufen! Ich brauch Abwechlung! Wenn ich zwei Benecke gelesen habe, dann muss halt mal bspw. ein Safier her ^^ Dachte immer so seichte Sachen wären voll Doof, aber ich habe mich geirrt! 🙂

    1. Liebe Annie, vielen Dank für deinen Kommentar <3 du liest auf jeden Fall in einem spannenden Genre - mir wäre dieses manchmal wirklich etwas zu schwer... besonders das Thema rund um den 2ten WK - obwohl ich sagen muss, dass ich das Tagebuch der Anne Frank liebe und es schon unzählige Male gelesen habe. Warst du vielleicht auch im Anne Frank Haus in Amsterdam?
      Hab einen tollen Tag <3

      1. Hey Elizzy, leider war ich noch nicht da, obwohl ich es gar nicht so weit zu den Niederlanden habe 😀 Es steht aber ganz groß auf meiner Wunschliste. Ich bin eher in Belgien anzutreffen und geschichtlich hat das kleine Land einiges zu bieten! Vielleicht schaffe ich es ja dieses Jahr noch nach Amsterdam. Ich drücke mir selber die Daumen ^^ Hab auch einen tollen Tag <3

  6. Starker Artikel! Ich wechsle sehr viel das Genre und merke schnell, wenn ich Abstand von einem Genre brauche. Dadurch freue ich mich wieder auf verschiedenste Bücher und habe auch immer eine grosse Auswahl. Genrewechsel sind besonders in Viellesemonaten sehr wichtig für mich.
    Liebe Grüsse
    Josia
    P.S. Wenn du Thriller magst, auf meinem Blog läuft gerade ein Gewinnspiel zu einem meiner absoluten Favoriten 😉

    1. Vielen Dank lieber Josia! Freut mich das du dies ähnlich siehst! Ich werde gleich mal bei dir vorbei schauen!

  7. Ein wirklich toller Beitrag. Ich kann auch nicht in einem Genre bleiben, auch wenn ich gerne von irgendeinem Genre der Experte sein wollen würde. Aber naja, es lässt sich einfach nicht umsetzen. Manchmal lese ich ein Buch das richtig gut war und denke mir, ich werde die nächsten Bücher nur noch von diesem Autor oder diesem Genre lesen. Aber nach zwei oder drei habe ich doch dann wieder Lust auf ein ganz anderes. Aber es ist ok. Die Abwechslung ist wichtig und wie du sagt Horizonterweiternd.
    Liebe Grüße

  8. Hallo,
    das kann ich nur unterschreiben! Wenn ich zu lange nur ein bestimmtes Genre lese, habe ich es irgendwann total satt, ich muss zwischendurch abwechseln. 🙂
    Das einzige Genre, mit dem ich mich auch nach mehreren Versuchen überhaupt nicht anfreunden kann, ist Erotik. Nicht, weil ich prüde wäre, sondern weil… mich die Bücher irgendwie langweilen. Und ich habe es echt versucht, aber nach vier oder fünf Versuchen klein beigegeben.
    Ich freue mich immer, wenn mich ein Buch richtig aus meiner Komfortzone schubst und mich dennoch begeistern kann. 🙂
    Ich habe diesen Beitrag HIER für meine Kreuzfahrt durchs Meer der Buchblogs verlinkt.
    LG,
    Mikka

  9. Das Genre zu wechseln, ist ein toller Tip. Da ich selbst gerne Krimis und Thriller lese, die aber nicht zu brutal oder blutig sein sollen (“Abgeschnitten” von Fitzek/Tsoros ging für mich gar nicht), habe ich auch zwischendurch mal satirische Romane und Dystopien eingeschoben. Zur Zeit lese ich “Blutwette” von Andreas Franz. Danach mache ich mit “Feuchtgebiete” von Charlotte Roche weiter, das habe ich von einer Bücher-Tauschaktion; das erste Kapitel fand ich schon ganz witzig. Mal sehen, wie es weitergeht.

  10. Hallo Elizzy,
    ich habe zwar meine Genre von denen ich partout die Finger lasse, aber ansonsten mag ich es ziwschen den restlichen Hin und Her zu schwenken. Es muss halt nicht immer ein Thriller sein, sondern gerne auch mal ein Familiendrama oder etwas außerirdisches.

    Liebe Grüße
    Lilly

  11. Hallo Elizzy,

    wirklich schöner Beitrag. Mir geht es bei dem Thema ähnlich.
    Ich habe mein Lieblingsgenre zu dem ich immer wieder zurückkehre und gewisse Genres, die ich gar nicht lese. Dennoch versuch ich bei meinem Lesekonsum stark zwischen den Genres zu wechseln. Früher habe ich nur Fantasy gelesen, doch so gerne ich das Genre lese irgendwann wurde mir es zu eintönig. Deshalb begann ich mehr Bücher aus anderen Genres zu lesen, um meinen Horizont zu erweitern und entdeckte dabei einige tolle Autor_innen.

    LG
    Elisa

  12. Liebe Elizzy,

    ein tollen Beitrag hast du da geschrieben! Vielen lieben Dank dafür! Ich lese auch gern alles quer Beet und doch schleicht sich unbewußt das Lieblingsgenre in den Vordergrund. Ich werde zukünftig auch versuchen mal über den Tellerrand hinauszublicken und auch zu Sachbüchern o.ä. greifen.

    Liebste Grüße
    Nadine

  13. Hi Elizzy, gerade Grund #1 spricht mich sehr an, da ich neulich erst wieder ganz genervt die Augen verdreht habe, als ich durch die englische Programmvorschau für die Februar-Jugendbücher geblättert habe. Es klingt alles sooo gleich, Trends hin oder her, muss denn jetzt jedes Buch dasselbe Thema haben?
    #3 ist definitiv auch relevant, ich müsste dringend mal wieder Sachbücher lesen. Das habe ich früher öfter getan, heute eigentlich gar nicht mehr.

  14. Huhu!

    Ich verstehe total, was du meinst. Und doch hänge ich mehr oder weniger in zwei Genres fest. Vermutlich habe ich mir deshalb ‚Die Geschichte der Bienen‘ gekauft, damit ich endlich mal was anderes lese. Früher habe ich auch ab und an mal Krimis gelesen, selbst Thriller. Warum ich das irgendwann gelassen habe, weiß ich auch nicht so genau. Irgendwie trau ich mich da nicht mehr ran.
    Aber du hast recht, Genre wechseln erweitert unseren Horizont.

    Liebste Grüße,
    Wiebi

  15. Hallöchen,
    ich habe letzten Sommer ja auch mal etwas neues ausprobiert und ein neues Genre für mich entdeckt. Mir war gar nicht so richtig bewusst, woran das liegt, aber es kann sehr gut sein, dass die Jugendbücher auf mich so immergleich gewirkt haben. Immer die gleichen Charaktere, Probleme und Konflikte. Da reicht es einem wirklich irgendwann.
    Jedenfalls hast du da wichtige Gründe aufgeschrieben, wieso man das Genre mal wechseln sollte, denen ich allen nur zustimmen kann 🙂
    Liebste Grüße, Kate

  16. Huhu (=

    Da ich eh auf dem Sofa bin, kann ich meine Kommentierrunde schon mal machen und war direkt bei diesem von dir hinterlegtem Link neugierig!
    Besonder beim zweiten Grund nicke ich heftigst! Ich liebe gut skizzierte Psychothriller, doch ob mit oder dem Sub-Genre Wort (also auch Thriller an sich), kann mich dieses Genre schon länger nicht mehr begeistern. Einer der Gründe warum ich vermehrt zu anderen Genres und Themen griff – bislang habe ich noch keinen Thriller gefunden, der mich wieder begeistert das Genre lesen lässt – woraufhin ich einen Beitrag verfasst habe, aber der ruht noch in den Entwürfen 😀

    Mukkelige Grüße!

    1. Ich habe gerade letztens einen unglaublich guten Thriller gelesen! Such mal nach dem Buch “Wir sehen dich sterben” von Michael Meisheit! Vielleicht magst du es auch!

  17. Ich merke auch, dass ich manchmal streckenweise nur bei meinem favorisierten Genres bleibe. Ich liebe alles was surrealistisch ist und im Bereich Fantasy und SciFi fühle ich mich auch immer wohl. Kürzlich habe ich dann endlich mal wieder einen Krimi gelesen und war überrascht, wie gut es mir gefiel. Ich kann absolut unterschreiben was du schreibst. 🙂
    Grüße, Katharina

  18. Hey 🙂

    ich find deinen Beitrag wirklich toll und du hast völlig recht. Erst zuletzt ist es mir ja mit dem New Adult Genre so gegangen. Seitdem ich aber wieder meine Fühler in jede Richtung ausstrecke und alles lese, worauf ich Lust habe, merke ich auch, wie viel mehr Spaß mir das Lesen wieder macht.
    Komme ich in eine Leseflaute oder bemerke ich, dass sich eine anbahnt, wechsel ich einfach das Genre und sie ist wie verflogen. Immer wieder erstaunlich, wie schnell man sich in einem Genre zu Hause fühlt und dann doch alle anderen vernachlässigt.

    Liebe Grüße
    Andrea

  19. Hallöchen Elizzy,

    ich kann dir nur zustimmen. Obwohl ich weiß, dass Romantik eigentlich so gar nichts ist, kann ich es nicht lassen so ab und zu doch mal wieder ins YA and NA Genre zu schauen. Meist werde ich enttäuscht, aber manchmal sind auch Perlen dabei für Romantikallergikerinnen wie mich.

    Liebe Grüße
    Sarah von Books on Fire

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