Vom Fallen und Fliegen [#WritingFriday] Week 28

Hi Schreiberlinge

Wieder einmal ist Freitag und damit Zeit für ein neues Schreibthema. Bei mir geht es heute hoch hinaus und ich wage mich das erste Mal an eine Fantasy Geschichte, rund um das Thema Fliegen, ich hoffe ihr mögt es!


Die Regeln im Überblick;

  • Jeden Freitag wird veröffentlicht
  • Wählt aus einem der vorgegeben Schreibthemen
  • Schreibt eine Geschichte / ein Gedicht / ein paar Zeilen – egal Hauptsache ihr übt euer kreatives Schreiben
  • Vergesst nicht den Hashtag #WritingFriday und den Header zu verwenden
  • Schaut unbedingt bei euren Schreibkameraden vorbei und lest euch die Geschichten durch!
  • Habt Spass und versucht voneinander zu lernen

Schreibthemen Juli


Schreib eine Geschichte, die mit dem Satz
“Er konnte tatsächlich fliegen!” endet.

*Wusch!*

Qaylo musste sich die Haare aus dem Gesicht streichen, so schnell flog sein bester Kumpel Lyxer an ihm vorbei. Die Landung war zwar etwas unsanft aber er kam ein paar Meter vor ihm zum stehen.

“Hallo Qy mein Freund, wie geht es dir an einem so schönen Morgen?”, fragte er mit seinem für ihn typischen breiten Grinsen auf dem Gesicht. Er war sein bester Freund, seit er denken konnte. Zusammen haben sie schon alles mögliche erlebt, doch seit sie beide 16 wurden hat sich etwas zwischen ihnen verändert.

“Wieso hast du denn heute so furchtbar gute Laune? Es ist Montag und wir schreiben nachher noch Klausur in Heilkraft.” Es kam mürrischer raus, als er beabsichtigt hatte. Lyxer lief neben ihm her und wollte gerade zur Antwort ausholen, als sie beide einmal um die eigene Achse geschleudert wurden. Sie fielen beinahe um und hörte ein alt bekanntes fieses Lachen.

Es waren Jax und seine Gang, die sich noch halb in der Luft schwebend, die Bäuche vor Lachen hielten.
“Na ihr Landratten, immer noch mit den Füssen unterwegs? Du Lyxer könntest ja mit uns abdüsen aber wir verstehen natürlich, wenn du lieber mit deinem “Freund” zu Fuss gehen möchtest!” Sie lachten wieder, doch bevor Lyxer oder Qaylo etwas erwidern konnten, flogen sie bereits davon.
“Mach dir nichts draus, Qy. Die kompensieren mit ihren dummen Sprüchen nur ihren geringen IQ.” Doch Qaylo war bereits am Grübeln, er war der Einzige in seinem Jahrgang, der den Quader noch nicht hatte und somit auch nicht fliegen konnte. Er blickte nach oben, weitere seine Klassenkameraden flogen an ihnen vorbei und nur er und die jüngeren machten sich noch zu Fuss auf dem Weg zur Hochburgschule.

Die Stadt Hynda lag oberhalb des höchsten Berges, der Welt und war so gut versteckt, dass selbst die Menschen in den Flugzeugen sie nicht sahen. Und wenn doch, hielten sie die Stadt für eine Wolkenansammlung. Die Gebäude waren jedoch alles andere als weich wie Wolken. Der Zauber, der die Stadt umhüllte, hielt sie nicht nur verborgen, sondern erlaubte seinen Einwohnern auch sich frei zu bewegen, zu bauen und zu leben wie es die Menschen weiter unten auf der Erde taten. Mit dem einzigen Unterschied, dass die Bewohner von Hynda ab ihrem 16ten Lebensjahr den Quader, einen leuchtend gelben Stern, erhalten, der ihnen ermöglich zu fliegen. Der Quader erscheint einem aber nur dann, wenn man den Besitzer auch für würdig hält. Qaylo wartet nun bereits seit drei Monaten auf seinen, doch bis jetzt ist er ihm nicht erschienen.

Die Sirene klingelte und die beiden Freunde mussten sich somit sputen, um die erste Stunde nicht zu verpassen. Der Schultag verflog im Nu und Qaylos Laune hatte sich deutlich gebessert. Sie verliessen gerade den Schulhof, als sich ihnen wieder Jax in den Weg stellte.
“Lasst uns nach Hause fliegen! Ach nein… wie dumm von mir der kleine Qy kann das ja nicht einmal.”
“Du bist echt nicht witzig Jax”, Lyxer wollte ihm ausweichen, doch Jax lies dies nicht zu.
“Und du Lyx bist eine Schande, wie kannst du dich mit so einem wie ihm nur blicken lassen und das auf dem Boden!”

*Bäääng*
Die Faust von Lyxar landete schneller, als man hinschauen konnte direkt auf die Nase von Jax. Im Nu flogen noch mehr Fäuste und ehe sich Qy versah, war er mitten in einer Schlägerei. Schliesslich konnte er nicht zulassen, dass sein Freund den Kopf für ihn hinhielt. Abgelenkt achtete er aber nicht auf seine Füsse und trat auf ein Wolkenloch, er konnte sein Gewicht kaum noch halten und stürzte hinunter. Die Jungs hörten sofort auf mit der Rangelei und blickten entsetzt nach unten. Keinem war es erlaubt in die Nähe der Erde zu kommen, doch Lyxer konnte seinen Freund nicht einfach so fallen lassen.

Doch noch ehe er ihm nachspringen konnte flog dieser wie ein Pfeil an ihm vorbei! “Wuuuhuuuu….” hörte man ihn brüllen. Qy war so glücklich, der Quader hatte sich ihm doch noch offenbart und er konnte tatsächlich fliegen! 


 Aktuelle Teilnehmer (ihr könnt jederzeit mit einsteigen!):

RAN AN DIE STIFTE,

elizzy

Rückblick auf den Juni
[#WritingFriday] Week 22
Die Sache mit dem Schreiben [#WritingFriday] Week 23
Und plötzlich hast du ein soziales Leben. [#WritingFriday] Week 24
Das Buch des Zeitreisenden. [#WritingFriday] Week 25
Einen Wunsch entfernt… [#WritingFriday] Week 26

19 Replies to “Vom Fallen und Fliegen [#WritingFriday] Week 28”

  1. Hey Elizzy,
    spannender Text. Ich mag, dass du zwar nach und nach die Welt der Geschichte erzählst, aber nicht alles offenbarst. Als würde man kurz hinter einen Theatervorhang sehen.
    Grüße, Katharina.

  2. Liebe Elizzy,
    eine sehr süße Geschichte! Erinnert an den guten alten Harry und ist doch so spritzig und hat schöne eigene Elemente. Mein Kopfkino hatte schon begonnen einen Film vor die Augen zu bringen. Bitte mehr davon! 🙂
    Ich habe für heute einen BEITRAG der etwas anderen Art vorbereitet. Bin gespannt, wie er dir gefällt. 
    GlG, monerl

  3. Schöne Umsetzung. Ich hadere noch mit mir, ob ich meine Version auch ins Fantasy gehen lasse oder bei Tieren o.ä. bleibe 😛
    Musst bei dir an einen Mix aus HP und “Das Schloss im Himmel” denken :3

  4. Nette Einfälle in diesem Text, und ein schönes überraschendes Ende!
    Nächste Woche werde ich voraussichtlich auch etwas zu dem Thema schreiben; heute war mir zu einer anderen Aufgabe schneller etwas eingefallen (der Reizwortgeschichte, wie man dies jedenfalls früher nannte).
    LG Norbert

  5. Hi Elizzy!
    Ich mache jetzt zum ersten Mal beim WritingFriday mit und habe zu demselben Writing Prompt eine Kurzgeschichte geschrieben. Könntest du mich zu den Teilnehmern hinzufügen? 🙂
    Bin leider gerade zu müde zum Lesen, aber morgen lese ich auf jeden Fall deine Geschichte und hinterlasse einen Kommentar, versprochen! ^-^

  6. Liebste Elizzy,
    mir hat dieser kleine Ausflug in die Fantasy-Welt richtig, richtig gut gefallen <3 Wie du es nur schaffst, dass man das Gefühl hat, für einen kurzen Moment in eine geheime Welt hineinzuspitzen, deren Wunder sich einem sonst nicht offenbaren würden. So schön!
    Liebste Grüße,
    Ida

  7. So da bin ich wieder, wie versprochen! ?
    Eine schöne, phantastische Außenseiter-Geschichte hast du da geschrieben. Eine längere Version davon könnte ich mir gut als Kinderbuch vorstellen, um zu vermitteln, dass es nicht schlimm ist, anders zu sein. Eine Geschichte für mehr Toleranz untereinander, und dass man die Stärken und Schwächen seiner Mitmenschen akzeptieren sollte. Auch die Moral am Ende gefällt mir sehr gut, dass Freunde immer zusammenhalten sollten und dass Qy schließlich mit dem Quader dafür belohnt wird. ?
    Mir sind allerdings auch ein paar Flüchtigkeitsfehler aufgefallen (z.B. „Lyxer lief neben ihm mehr“ -> her statt mehr, „die beiden Freunde mussten sich spurten“ -> sputen statt spurten). Da solltest du den Text am besten nochmal durchlesen und überarbeiten, oder von einem anderen Testleser kontrollieren lassen, denn die eigenen Fehler übersieht man ja gerne mal ?
    Schau dir außerdem nochmal die Kommaregeln an. Mir sind leider viele Stellen ins Auge gesprungen, an denen ein Komma zu viel oder zu wenig gesetzt wurde. Auch eine Auffrischung der s-/ss-/ß-Regeln könnte nicht schaden („zu Fuß“ statt „zu Fuss“, „sie verließen“ statt „sie verliessen“, „Jax ließ dies nicht zu“ statt „Jax lies dies nicht zu“, „Schließlich“ statt „Schliesslich“).
    Und zu guter Letzt (gleich bin ich fertig, keine Sorge :D), achte nochmal darauf, dass du das Präteritum konsequent durchhältst. An mindestens einer Textstelle bist du nämlich plötzlich ins Präsens gerutscht („Qaylo wartet nun bereits seit 3 Monaten“ -> hier sollte zudem die „3“ als „drei“ ausgeschrieben werden).
    Zum Schluss möchte ich noch anmerken, dass du es echt gut hinbekommen hast, in einer so kurzen Geschichte eine ganz neue Welt und die entsprechenden Konflikte aufzubauen. Da kann ich mir eine Scheibe von abschneiden. Ich schaff es in meinen Texten nämlich nie, mich kurz zu fassen – wie man eventuell schon an diesem Kommentar merkt. xD

    1. Danke für deinen Kommentar und die Korrekturen, habe einige davon noch bearbeitet. Und betreffend des ss und ß – ich lebe in der Schweiz und hier ist das deutsche ß nicht üblich… 😀 deshalb mein ss.

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