Das Sommergewitter [#WritingFriday] Week 29

Hi Schreiberlinge

Es ist wieder einmal Freitag und damit Schreibtag! Heute melde ich mich wie ein Sommergewitter: kurz und heftig. Es geht um Liebe und Freude. Ich hoffe ihr mögt diese Geschichte! Ich freue mich auch schon sehr auf eure Beiträge und habe mir schon fest vorgenommen, diese Morgen früh alle durchzulesen! Lasst mir also gerne die aktuellsten Links da! <3


Die Regeln im Überblick;

  • Jeden Freitag wird veröffentlicht
  • Wählt aus einem der vorgegeben Schreibthemen
  • Schreibt eine Geschichte / ein Gedicht / ein paar Zeilen – egal Hauptsache ihr übt euer kreatives Schreiben
  • Vergesst nicht den Hashtag #WritingFriday und den Header zu verwenden
  • Schaut unbedingt bei euren Schreibkameraden vorbei und lest euch die Geschichten durch!
  • Habt Spass und versucht voneinander zu lernen

Schreibthemen Juli


Schreibe eine Story, bei der folgende Wörter irgendwo darin auftauchen:
Sonnenschein / ungeduldig / Kunststück / Raupe / Sommergewitter

“Guten Morgen mein Sonnenschein!”, die Stimme war zwar  viel zu laut und meine Augen noch nicht richtig offen aber trotzdem freute ich mich darüber.
“Guten Morgen, mein Liebster”, säuselte ich noch halb verschlafen ins Telefon.
“Sag bloss du liegst noch im Bett? Hast du schon mal aus dem Fenster geschaut?” Ich rappelte mich aus dem Bett und tapste zum Fenster, zog die Vorhänge beiseite und wurde direkt geblendet.
“Woaah!”, entfuhr es mir.
“Ja genau! Komm lass uns raus spielen”, scherzte er. “Ich hole dich in einer Stunde ab, sei angezogen… oder auch nicht”, lachend legte er auf. Sofort hatte ich gute Laune, streckte mich und hüpfte beinahe ins Bad. Obwohl Will und ich bereits seit über 10 Jahren ein Paar waren, freute ich mich jedes Mal aufs Neue, ihn wieder zu sehen. Wir führten eine Fernbeziehung, da er jobbedingt, so gut wie jeden Tag in einer anderen Stadt war, war es uns unter der Woche kaum möglich, zusammen zu leben. Natürlich war ich am Montag oft ungeduldig und konnte es kaum erwarten, bis es wieder Wochenende wurde aber mittlerweile hatten wir uns so daran gewöhnt und genossen dafür die Zeit zu Zweit umso mehr.

Ich putzte mir die Zähne, kämmte mein Haar und versuchte mit dem Fuss die Waschmaschine zu bedienen, was alles etwas einem Kunststück glich, als es gerade an der Tür klingelte. So früh konnte er es nicht sein… ich lief zur Tür und Hubert  lächelte mich an.

“Einen wunderschönen Guten Morgen Lisa, wie geht es dir denn heute?” seine gute Laune war augenblicklich ansteckend.
“Guten Morgen Hubert, es geht mir wunderbar! Ich hoffe dir auch?”
“Natürlich Liebes, ich habe dir ein paar Briefe mitgebracht” damit überreichte er mir einen Stapel weisser Umschläge. Mein Blick fiel auf seine Schulter, dort sass eine kleine Raupe.
“Hubert, du hast da eine Raupe auf deiner Schulter!”, er blickte zur Seite und lächelte. “Das ist Ferdinand, der Kleine hat sich am Morgen bereits auf mich drauf gesetzt und so habe ich beschlossen ihn ein Stück mit zunehmen” er lächelte, winkte und lief auch schon wieder zu seinem Fahrrad.

Hubert war bei uns auf der Insel sehr beliebt, schliesslich war er der einzige Postbote weit und breit. Und obwohl Island nicht gerade für Sonnenschein bekannt war fuhr er nie Auto, sondern war bei Wind und Wetter auf dem Fahrrad unterwegs. Das Hupen eines Autos riss mich aus meinen Gedanken, der weisse Jeep mit dem Mietkennzeichen war mir nur allzu vertraut. Das war Wills Lieblings Auto, wenn er am Wochenende nach Hause kam und die Jungs beim Autoverleih wussten dies nur allzu gut. Ich winkte ihm zu, rannte zurück in die Wohnung, schleuderte die Briefe auf den Esstisch, holte meine Jacke und zog dabei auch schon die Schuhe an. Ich war aufgeregt wie ein kleines Kind!

In der Zwischenzeit, war er aus dem Auto gestiegen und ich rannte ihm direkt in die Arme. Wie ein plötzliches Sommergewitter, entluden sich unsere Gefühle und man konnte die Liebe beinahe in der Luft knistern sehen. Es spielte keine Rolle wie lange wir uns nicht sahen, was zählte waren die Augenblicke, die wir zusammen verbrachten. Was zählte war das hier und jetzt. Und jetzt liebte ich ihn, mehr als alles andere. Und das sagte ich ihm auch.


 Aktuelle Teilnehmer (ihr könnt jederzeit mit einsteigen!):

RAN AN DIE STIFTE,

elizzy

Rückblick auf den Juni
[#WritingFriday] Week 22
Die Sache mit dem Schreiben [#WritingFriday] Week 23
Und plötzlich hast du ein soziales Leben. [#WritingFriday] Week 24
Das Buch des Zeitreisenden. [#WritingFriday] Week 25
Einen Wunsch entfernt… [#WritingFriday] Week 26

17 Replies to “Das Sommergewitter [#WritingFriday] Week 29”

  1. Liebe Elizzy,
    das war eine geschickte geführte Überraschung, dass das Sommergewitter ein Ausbruch der Gefühle ist — sehr schön :).
    Zwei Kleinigkeiten im zweiten Absatz: freute ich mich jedes Mal aufs Neue ihn [h ergänzen] wieder zu sehen. Wir führen eine Fernbeziehung, da er jobbedingt [kleingeschrieben].
    Bei mir geht’s heute um eine Flugreise. .
    Dir wünsche ich ein schönes Wochenende.
    Viele Grüße
    Sebastian

    1. Vielen Dank lieber Sebastian, werde die Korrekturen gleich noch vornehmen und bei dir vorbei schauen!

  2. Hallo Elizzy, du hast mich mit deinm Beitrag in meine Vergangenheit gebracht, denn auch ich habe viele Jahre eine Fernbeziehung führen müssen 🙂 Die Gefühlsbeschreibung mit einem Sommergewitter zu vergleichen ist sehr, sehr treffend! Super umgesetzt!
    Bei mir kannst du heute “Roger” kennenlernen.
    Liebste Grüße, Annie

  3. So eine erfrischende Geschichte! Hab sie sehr gerne gelesen. Und sie wirkt überhaupt nicht aufgesetzt, sondern ganz rund, als ob du nie darauf aus gewesen wärst, bestimmte Wörter unberzubringen. Ganz toll!
    Falls du nichts dagegen hast, ich habe auch einen kleinen Fehler gefunden. 😉 “rannte zurück in die Wohnung” anstatt “rann”. Im vorletzten Abschnitt im letzte Satz.
    Bei mir kommt heute der Schreibtisch zu Wort. HIER kannst du alles nachlesen, warum er sich vom Acker machen will…
    GlG, monerl

  4. Hey Elizzy,
    Eine absolute Feel-good-Geschicht. Hat mir wirklich gut gefallen. Ich finde auch, dass du Sommergewitter schön verwendet hast.
    Grüße, Katharina.

  5. Hi Elizzy,
    bei Hubert als Postboten und Insel hätte ich auf Usedom oder so getippt und nicht auf Island :D.
    Aber was für eine schöne Vorstellung, diese Fernbeziehung und dann kommt er heim auf die Insel. Das hat mir gut gefallen, ich kann es mir direkt vorstellen.
    Wie du die Wörter so unauffällig integriert hast, ist prima (bis auf die Raupe, die war nicht unauffällig. Ferdinand – genial :D)
    LG
    Daniela
    Hier ist mein Beitrag

  6. Liebe Elizzy,
    eine wahnsinnig tolle Geschichte, besonders das Ende hat mir gefallen. Wie du das Sommergewitter mit den Gefühlen der beiden verknüpft hast war einfach grandios. Schöne Beschreibungen und die Erkenntnis, dass nur das hier und jetzt zählt ist einfach zauberhaft.
    Wünsche dir einen schönen Sonntag!
    Liebe Grüße, Gina

  7. Jetzt fühle ich mich an eine schöne und eine weniger schöne Phase in meinem Leben erinnert: an meinen ersten Island-Urlaub und meine anstrengende Fernbeziehungs-Zeit… :’D
    Eine süße Geschichte, in die du alle vorgegebenen Worte unauffällig mit eingebracht hast, besonders das Sommergewitter hat mir gefallen. Nur die Sache mit der Raupe wirkte ein bisschen erzwungen. Denn welche Rolle spielt die Raupe / der Postbote für die Geschichte? Eigentlich doch gar keine. Ich hätte jetzt damit gerechnet, dass ein schicksalsträchtiger Brief oder ein wichtiges Päckchen eintrifft. Auch fehlt mir der Spannungsbogen: Es passiert nichts Überraschendes oder Unvorhergesehenes, das ist ein bisschen schade.
    Achte auch nochmal auf Kommasetzung, Groß- und Kleinschreibung und Präteritum / Präsens. Vor allem in diesem Satz:
    “Obwohl Will und ich bereits seit über 10 Jahren ein Paar sind, freute ich mich jedes Mal aufs Neue ihn wieder zu sehen. Wir führen eine Fernbeziehung, da er jobbedingt, so gut wie jeden Tag in einer anderen Stadt war, war es uns unter der Woche kaum möglich, zusammen zu leben.”
    Da hast du Präteritum und Präsens wild durcheinandergewürfelt, zwischen “Neue” und “ihn” fehlt ein Komma und das Komma hinter “jobbedingt” kann weg. Auch im Rest des Texts sind hier und da ein paar Kommata zu viel bzw. es fehlt eins. Das also am besten nochmal überarbeiten.
    So… nach all der Kritik ist es jetzt nur fair, dass sich auch mein Text an die Öffentlichkeit wagt, um kommentiert und konstruktiv kritisiert zu werden! 😀 Du findest ihn hier: https://buecherbombe.wordpress.com/2018/07/27/writingfriday-ein-mehr-als-freundschaft-brief/

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