War ja nur so'ne Idee von Christian Kämmerling [#Rezension]

War ja nur so’ne Idee zeigt auf was,
aus einem Gedanken alles entstehen kann.

Worum geht es?

In “War ja nur so’ne Idee” findet man genau das. Ideen. Kleine Ideen, die vielleicht erstmal nicht grossartig klingen aber plötzlich zu einer regelrechten Sensation wurden. Die Fakten sind kurz und knackig und man kann danach auf jeden Fall mit Allgemein-Wissen angeben. 😉

Erster Satz:
“Man möchte meinen, das @-Zeichen sei zusammen mit dem Computer auf die Welt gekommen, aber nein: Die älteste Überlieferung des @ stammt vom 4. Mai 1536.”

warjanursoneidee

Klappentext

Christian Kämmerling hat die entscheidenden Momente in der Entstehungsgeschichte des modernen Lebens zusammengetragen. All die Sachen, ohne die wir kaum mehr leben können und die wir im Alltag für selbstverständlich halten, werden in diesem »Lexikon der guten Ideen« erklärt. Innovationen, Pionierleistungen, Geistesblitze von klugen Köpfen im richtigen Augenblick: Wer war der erste Jogger? Wann ging es los mit dem Latte-Macchiato-Wahnsinn? Wer erfand die Kreditkarte? Woher kommt eigentlich das @-Zeichen? 300 kurzweilige Einträge von A bis Z, hervorragend erzählt vom Mit-Erfinder des SZ-Magazins Christian Kämmerling und wunderschön illustriert von seinem Sohn Jim.. (Quelle: Goldmann


Meine Meinung

Von @ bis zugeknöpft findet man hier jedes Wort, welches auf irgendeine Art an Bedeutung in unserer jetzigen Zeit gewonnen hat. Besonders interessant fand ich, dass viele Ideen im Prinzip schon sehr alt sind und erst jetzt richtig boomen.

Blog

Den Begriff “Blog” hat der amerikanische Informatiker Peter Merholz 1999 geprägt, mehr aus Spass: Auf seiner Website führte er Tagebuch, “Webblog” hiess das damals, und er machte daraus We Blog. Ein kleiner Scherz. Aber so ging das Bloggen los. Neue Wörter wie “posten” oder “Follower” eroberten die Umgangssprache. Wer hätte gedacht, dass die Blogger eines Tages die klassische Medienwelt ins Wanken bringen würden. Heute hat die 31-jährige Mode-Bloggerin Chiara Ferragni 12 Millionen Follower bei Instagram. Eine Reichweite, die die Vogue ins Grübeln bringt. S. 27

Egal ob Luftmatratze, Blow-job oder Starbucks, man findet hier zu jedem Wort eine kurze Geschichte, die meistens nicht nur lehrreich sondern auch witzig ist.

Taschenbuch

Das erste moderne Taschenbuch entstand, als Emil Lumbeck 1936 das “Lumbecken” erfand. Das ist die Klebebindung, die die klassische Fadenheftung abgelöst hat. Dank ihr erreichten die Druckmaschinen eine bedeutend höhere Geschwindigkeit, demzufolge auch höhere Auflagen und niedrigere Preise. S. 202

Was mich ein wenig verwundern liess, war, dass dieses Buch ganz ohne Quellenverzeichnis auskommt. Man fragt sich durchaus zurecht, stimmen denn all diese Fakten? Und wo hat er diese ganzen Infos her? Es könnte ja auch einfach aus Wikipedia heraus kopiert worden sein.

Schreibstil & Cover

Der Schreibstil ist flüssig und der Autor gibt hin und wieder selbst Anmerkungen hinzu, die teilweise witzig sind, doch manchmal waren sie mir sogar etwas zu sarkastisch. Das Cover ist richtig cool und hat auf jeden Fall mein Interesse geweckt!

Fazit

War ja nur so’ne Idee überzeugt auf den ersten Blick, schaut man aber genauer hin ist man doch nicht mehr so begeistert wie zu Anfangs. Wenn man gerade nicht googeln möchte, ist dieses Buch zum Reinblättern für zwischendurch durchaus geeignet.

Bewertung
Buchlänge ♥♥♥♥ (4/5)
Schreibstil ♥♥♥ (3/5)
Botschaft ♥♥ (2/5)
Lesevergnügen ♥♥♥ (3/5)


Vielen Dank an das Bloggerportal und den Verlag für das Rezensionsexemplar!
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War ja nur so’ne Idee| Sachbuch|240 Seiten
Goldmann Verlag| Cover | ISBN: 978-3-442-17733-2
gelesen vom 16.11. – 18.11.18
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