Die Magie des Sees. [#WritingFriday] Week 4

Hi Schreiberlinge!

Der Januar flog wieder einfach nur so dahin und schon wird es Zeit für die letzte Geschichte aus diesen Schreibthemen. Ich werde euch heute etwas über einen gefrorenen See erzählen, welches Thema wählt ihr? Lasst mir gerne euren Link da.


Die Regeln im Überblick;

  • Jeden Freitag wird veröffentlicht
  • Wählt aus einem der vorgegeben Schreibthemen
  • Schreibt eine Geschichte / ein Gedicht / ein paar Zeilen – egal Hauptsache ihr übt euer kreatives Schreiben
  • Vergesst nicht den Hashtag #WritingFriday und den Header zu verwenden
  • Schaut unbedingt bei euren Schreibkameraden vorbei und lest euch die Geschichten durch!
  • Habt Spass und versucht voneinander zu lernen

Schreibthemen Januar


Erzähle eine Geschichte über den gefrorenen See in deiner Kleinstadt.

Ich war schon lange nicht mehr hier, das letzte Mal war bestimmt 7 Jahre her und seither hatte ich kaum an dieses kleine Städtchen am Rande des Waldes gedacht. Doch in diesem Winter zog es mich doch wieder zurück und ich wollte diesem Ort wieder einen Besuch abstatten. 

Es war noch sehr früh, als ich mit meinem VW im Städtchen ankam, es lag noch ein feiner Nebel über der Strasse und augenblicklich wusste ich wo ich als erster hin wollte.  Ich stieg aus meinem Auto und begab mich zu Fuss auf den schmalen Pfad, der scheinbar direkt in den Wald hinein führte.

Es gab nicht viele Touristen, die sich hierhin verirrten aber die, die einmal kamen, kamen immer wieder. Man verliebte sich schnell in die vielen kleinen Geschäfte, in die Menschen und die Natur, die die Stadt umgab. Doch wollte man als junger Mensch mehr erreichen musste man gezwungener Massen das Städtchen verlassen und in die grosse Welt ziehen. Am Anfang hatte ich mir noch geschworen jedes Jahr hierher zurück zu kommen, doch leider verlief sich dieser Vorsatz im Sande.

Der Schnee knirschte unter meinen Füssen und ich musste aufpassen, dass ich nicht ausrutschte, in der Stadt hatten wir schon lange keinen richtigen Schnee mehr. Und falls es doch mal heftiger schneite, wurde dieser in der Nacht so schnell weggeräumt, dass man am Morgen kaum noch etwas davon sah. Der Wald lichtete sich wieder und vor mir breite sich der Lake Castle aus. Ein kleiner Natursee, der nur aus Regenwasser bestand und ganz natürlich entstanden war. Im Sommer war er herrlich warm und im Winter, wenn man Glück hatte fror er zu. So wie jetzt. Das Schild am Rande des Sees informierte die Besucher, dass der See getestet wurde und sicher war. Ich lächelte, setzte mich auf einen Baumstamm und zog meine Schlittschuhe an. Oh wie sehr ich diesen See vermisst hatte!

Ich drehte meine Runden und liess meine Gedanken schweifen, als ein lautes Geräusch meine Aufmerksamkeit auf sich zog. Ein junger Mann kam gerade ebenfalls aus dem Wald und sah den See wohl zum ersten Mal, denn sein “Oh Wow” hallte bis zu mir herüber. Ich musste lächeln und fuhr zu ihm hin. “Hallo!” sagte ich fröhlich und stellte mich vor. “Hallo” erwiderte er “Wohnen Sie hier?” Ich schüttelte den Kopf “Nicht mehr und Sie? Auf Durchreise?” Er musterte mich und antwortete dann “Ja, ich glaube schon.” Ich schmunzelte “Sie glauben?” er grinste “Kommt drauf an, wenn ich etwas sehe, dass mir gefällt bleibe ich gerne auch länger.” Ich spürte wie mir die Hitze in die Wangen stieg doch ich wollte mich nicht so plump anmachen lassen. “Woher haben Sie diese Schlittschuhe?” wollte er wissen und zeigte auf meine Schuhe, dabei liess er mich jedoch nicht aus den Augen und sein Grinsen hatte durchaus einen gewissen Sympathiefaktor. “Das sind meine eigenen aber Sie können auch mit den Schuhen den See betreten.” Er nickte und schüttelte den Kopf beinahe gleichzeitig “Oh nein, ich kann das nicht.” “Sie können was nicht?” er kratzte sich am Kopf “Dieses Eislaufen… ich bin da… ich kann das nicht.” Ich lachte laut drauf los was in sichtlich ärgerte “Sie machen sich lustig über mich!” Ohne zu wissen, woher ich meinen Mut oder meine Dreistigkeit nahm, ergriff ich seine Hand und zog ihn mit mir auf den See. Überrumpelt liess er sich mitziehen und versuchte konzentriert die Balance zu halten. “Ich heisse übrigens Yannick” ich lächelte “Freut mich Yannick!” Ohne es wirklich zu ahnen, fing hier unsere Liebesgeschichte an.


 Aktuelle Teilnehmer (ihr könnt jederzeit mit einsteigen!):

RAN AN DIE STIFTE,

elizzy

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