Wo ist Erwin? [#WritingFriday] Week 6

Hi Schreiberlinge!

Ich hoffe ihr hattet wieder genug Zeit neue Ideen zu sammeln, um heute mitzumachen. Ich begebe mich mit Erwin auf die Suche nach Louise. Ich werde eure Beiträge so wie es scheint erst am Wochenende lesen können, entschuldigt also die verspäteten Rückantworten! <3 Viel Spass und lasst mir gerne euren Link da!


Die Regeln im Überblick;

  • Jeden Freitag wird veröffentlicht
  • Wählt aus einem der vorgegeben Schreibthemen
  • Schreibt eine Geschichte / ein Gedicht / ein paar Zeilen – egal Hauptsache ihr übt euer kreatives Schreiben
  • Vergesst nicht den Hashtag #WritingFriday und den Header zu verwenden
  • Schaut unbedingt bei euren Schreibkameraden vorbei und lest euch die Geschichten durch!
  • Habt Spass und versucht voneinander zu lernen

Schreibthemen Februar

  • Erwin, ein 74 jähriger Senior, entreisst von zu Hause – erzähle von seinem Abenteuer. (Bedenke dabei, er wird nach nur 17 Stunden wieder gefunden und nach Hause gebracht.)
  • Erzähle von einem Albtraum.
  • Schreibe eine Geschichte die mit dem Satz “Jack griff zu seinem Schwert und zögerte dann doch, denn…” beginnt.
  • Maren verabredet sich an Valentinstag mit einem Unbekannten, erzähle von diesem Date.
  • Schreibe darüber wie man dir eine Freude machen kann.

 


Erwin, ein 74 jähriger Senior, entreisst von zu Hause – erzähle von seinem Abenteuer. (Bedenke dabei, er wird nach nur 17 Stunden wieder gefunden und nach Hause gebracht.)

Die Türglocke läutete und kündete einen neuen Kunden an. Elsa trat in den Verkaufsraum und begrüsste den neuen Kunden. Einen etwas älteren Herren mit Stock und Hut. Er trug einen grossen Rucksack, der ihm etwas zu schwer zu sein schien. Er nahm ihn ab und rieb sich unbewusst die Schultern.

“Guten Tag, wie kann ich Ihnen behilflich sein?” Der ältere Herr sah Elsa prüfend an und erwiderte mit tiefer, warmer Stimme “Guten Tag, ich heisse Erwin. Sagen Sie junge Dame, haben Sie Louise gesehen?”

Elsa runzelte die Stirne, “Nein, wir haben hier keine Louise, ist das… ist das ihre Frau?”
“Oh, das wäre nur allzu schön…” kam es kopfschüttelnd von Erwin.
“Louisa, ist die Liebe meines Lebens. Und ich war so dumm… so schrecklich dumm.” Plötzlich traten ihm Tränen in die Augen und Elsas Verwirrung wurde noch grösser.
“Möchten Sie sich einen Moment hinsetzen…Erwin?”, sogleich bot Elsa ihm einen Stuhl an. Erwin nickte und liess sich schwer auf den Stuhl fallen. Seine Schuhe waren dreckig, es schien als wäre er durch tiefes Gras gelaufen. Er zog seine Tasche zu sich hoch und öffnete das vordere Fach. Er kramte eine kleine Ewigkeit darin rum und zog schlussendlich eine kleine Schatulle draus hervor.

“Es ist sehr wichtig, wissen Sie junge Frau… wie ist ihr Name?”
“Elsa…”
“Elsa, es ist sehr wichtig, dass ich Louise wieder finde. Ich hab nicht viel Zeit. Ich muss bald los. Ich darf nicht stehen bleiben, sonst finden Sie mich…” da wurde Elsa etwas hellhörig.
“Wer soll Sie nicht finden Erwin?”
“Das… das spielt jetzt keine Rolle. Hören Sie Elsa, vielleicht sind Sie meine letzte Chance.” Langsam wurde es Elsa etwas mulmig und sie suchte panisch nach ihrem Chef, doch dieser war weit und breit nicht zu sehen. Sie war allein mit Erwin und fragte sich zum ersten Mal, ob er vielleicht gefährlich war?
Er holte noch einmal Luft und musste plötzlich schrecklich laut husten.
“Ich hole Ihnen Wasser…”
“Nein, Sie müssen mir jetzt zuhören. Ich bin schon länger unterwegs aber ich habe das Gefühl, dass sie mich bald finden werden… schauen Sie doch nicht so erschrocken. Ich habe nichts schlimmes getan. Ich bin ein erwachsener Mann und ich habe das Recht, dass Haus dann zu verlassen, wenn ich es möchte. Ohne das es mir mein Sohn verbietet!” Seine Backen wurden etwas Rot und man sah ihm seine Verärgerung darüber deutlich an.

Er öffnete die Schatulle und zog ein kleines Passfoto daraus hervor. Er zeigte es Elsa und sie blickte in das lächelnde Gesicht einer jungen, blonden Frau.
“Sie müssen Louise für mich finden. Ich schaff das nicht allein und meine Familie hilft mir nicht. Sie glauben ich sei senil, doch ich kann mich noch immer an alles erinnern. Sie haben das Gefühl, ich sei ein alter, dummer Kauz aber das stimmt nicht. Und deshalb bin ich von zu Hause weg gelaufen. Wissen Sie, ich habe damals Louisa… ich habe sie einfach gehen lassen… mit diesem elenden… mit diesem Kerl. Ich hätte um sie kämpfen sollen. Aber ich war zu schwach…” er wischte sich eine Träne vom Gesicht und auch Elsa musste ein paar mal Schlucken, um nicht mit Weinen anzufangen. Elsa nickte, “Okay, ich werde ihnen helfen. Erzählen Sie mir, was ist passiert und wie lange sind sie schon unterwegs?”

Und da begann Erwin von Zügen zu erzählen und von vielen Menschen, die ihn kaum beachteten. Er erzählte wie er in der Nacht entkommen ist und das er das Gefühl hatte, dass seine Familie ihn auch nicht wirklich vermissen würde. Er wäre ja nur noch eine Belastung. Und dann erzählte er von Louise und von den verpassten Momenten. Er nahm Elsas Hand und sagte mit grossem Nachdruck “Sie dürfen keinen Moment verstreichen lassen, der Sie glücklich machen könnte.” Und dann ging alles viel zu schnell. Zwei Polizisten betraten den Laden und erklärten Elsa, dass Erwin als vermisst gemeldet wurde und sie ihn nach Hause nehmen müssten.

Was Elsa blieb, war das Foto von Louise, welches er ihr heimlich in die Hand gedrückt hatte und eine klare Aufgabe. Sie musste Louise finden.


 Aktuelle Teilnehmer (ihr könnt jederzeit mit einsteigen!):

RAN AN DIE STIFTE,

elizzy

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