Nichtalltägliches aus dem Leben eines Beamten / Einladung zum Klassentreffen von Martin Schörle [#Rezension]

Zwei Theaterstücke in einem Buch!

Erster Satz:
“Ich stelle mich vor, Fredenbek ist ein verheirateter Beamter der gehobenen Laufbahn (wobei “verheiratet” primär auf seinen Beruf zu beziehen ist), der nach Jahren eine herausgehobene Position in der behördeninternen Hierarchie erreicht hat – den laut Beamtenrecht vorgeschriebenen Regelbeförderung sei Dank!”

martinschoerle

Klappentext

Der kabaretteske Monolog »Nichtalltägliches aus dem Leben eines Beamten« beschert dem geneigten Leser Einblicke in das Leben des Vollblutverwaltungsgenies Hans Fredenbek, der sich in seinem ganz eigenen Gedankengewirr aus Aktenzeichen, Dienstverordnungen, statistischen Erhebungen zusehends verheddert. Es wird deutlich, dass er sich von dem Leben jenseits seines Büros nahezu völlig verabschiedet hat. Vor allem aber wird schonungslos aufgedeckt, dass es zwischen Slapstick und Tragik eine Nahtstelle gibt. Und dass diese Nahtstelle einen Namen hat. Und dass dieser Name Hans Fredenbek ist. 

»Einladung zum Klassentreffen« In ihrer Schulzeit hatten Marina und Carsten eine Liebesbeziehung. Nach 20 Jahren soll ein Klassentreffen stattfinden. So meldet sich Carsten, einer der Initiatoren, auch bei Marina, deren Leben nach Schicksalsschlägen zeitweilig aus den Fugen geraten war. Die gemeinsame innige Zeit ist für sie längst Vergangenheit, ein Früher. Aber an Carstens Gefühlen hat sich anscheinend nichts geändert. Sein Anruf weckt auch bei Marina Erinnerungen. Das unverfänglich begonnene Telefonat führt beide in ein Wechselbad der Gefühle … Inhaltlich eine Liebesgeschichte wagt das Stück den Spagat zwischen Komik & Tragik, Lachen & Weinen.


Meine Meinung

Ich muss ehrlich zugeben, dass ich ausser Shakespeare noch kaum Theaterstücke gelesen habe und dies für mich so ziemliches Neuland gewesen war. Das Buch ist in zwei Theaterstücke aufgeteilt und ich muss ehrlich sagen, dass mir das Klassentreffen um einiges besser gefallen hat.

Doch kommen wir zuerst zu Fredenbek, dem Beamten. Was mich etwas verwirrte und das Lesen, doch um einiges erschwerte war, dass das erste Theaterstück beinahe ein einziger Monolog war. Es gab kaum Abwechslung und obwohl ich Fredenbek zu Anfangs lustig und sarkastisch fand, ging er mir mit der Zeit ziemlich auf die Nerven. Es ist auch überaus schwer über 50 Seiten lang einen spannenden Monolog zu schreiben, deshalb konnte mich das erste Stück nicht wirklich überzeugen.

Umso besser fand ich dann das Klassentreffen, dass ganz so wie ich es von Shakespeare gewohnt war mit direkten Reden und Personen gekennzeichnet wurde. Dies macht das Lesen um einiges angenehmer und man kann der Geschichte viel besser folgen. Auch die Idee mit dem Anruf und der daraus entstandenen Liebesgeschichte fand ich toll, wenn auch nicht ganz nachvollziehbar. Aber dies liegt wohl eher an mir und an meiner Vorstellung von Liebe 🙂

Alles in allem war es eine schöne Abwechslung mal wieder Theaterstücke zu lesen und diese beiden werden auf jeden Fall nicht meine letzten sein!

Fazit

Für alle die gerne Theaterstücke lesen, kann ich dieses Buch gerne weiterempfehlen.

Bewertung
Buchlänge ♥♥♥ (3/5)
Schreibstil ♥♥♥ (3/5)
Botschaft ♥♥ (2/5)
Lesevergnügen ♥♥♥ (3/5)


Vielen Dank an Martin Schörle für das Rezensionsexemplar!
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Nichtalltägliches aus dem Leben eines Beamten / Einladung zum Klassentreffen | Theaterstück|119 Seiten
Engelsdorfer Verlag| Cover | ISBN: 978-3-96008-408-2
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rezensionen im ueberblick

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