Abigail [#WritingFriday] Week 12

Hi Schreiberlinge!

Heute kommt nun der vierte Writing Friday Beitrag für diesen Monat, der wievielte ist es bei euch? Ich werde euch heute von Abigail erzählen 🙂 ein kleiner Papagei, der mir doch ans Herz gewachsen ist.


Die Regeln im Überblick;

  • Jeden Freitag wird veröffentlicht
  • Wählt aus einem der vorgegeben Schreibthemen
  • Schreibt eine Geschichte / ein Gedicht / ein paar Zeilen – egal Hauptsache ihr übt euer kreatives Schreiben
  • Vergesst nicht den Hashtag #WritingFriday und den Header zu verwenden
  • Schaut unbedingt bei euren Schreibkameraden vorbei und lest euch die Geschichten durch!
  • Habt Spass und versucht voneinander zu lernen

Schreibthemen März


Du bist ein Papagei in deinem Käfig, berichte was du den ganzen Tag über so tust und siehst. 

Ich mag Menschen. Besonders meinen Menschen. Sie gibt mir Futter und Liebe. Doch nicht nur dass, sie erzählt mir auch all ihre Geheimnisse. Manchmal kommt sie spät Abends nach Hause. Nicht mehr ganz gerade auf den Beinen, kichernd und etwas verschwitzt. Dann tritt sie an meinen Käfig und flüstert “Abigail, oh wenn du nur wüsstest. Rick ist einfach unglaublich, ich bin mir sicher er würde dir auch gefallen.” Und dann sage ich “Rick. Rick. Rick.” und mache ihr damit eine Riesen Freude.

Doch natürlich kommt sie nicht jeden Abend so nach Hause. Unser Tag läuft ziemlich routiniert und gemütlich ab. Morgens wecke ich sie. Immer um die selbe Zeit: 6.05 – ich kann die Zeit nämlich lesen und sehe die grosse Digitale Uhr von meinem Käfig aus. Ich rufe dann immer “Morgen. Morgen Morgen!” kurz darauf, höre ich das Bettzeug rascheln und das ist dann mein Kommando mich zu waschen. Ich putze mein Federkleid, um besonders gut für meinen Menschen auszusehen.

Kurz danach erscheint sie auch im Wohnzimmer und öffnet verschlafen meinen Käfig. Ich darf dann nämlich raus und durchs Wohnzimmer fliegen. Ihr könnt euch nicht vorstellen wie schön das ist. Wenn ich nämlich zurück flattere in meinen Käfig, ist dieser auch schon geputzt und ich sehe auch schon mein Frühstück. Das ist nämlich so unser Ding. Wir frühstücken gemeinsam. Mein Mensch erzählt mir dann auch immer die aller möglichsten Dinge und ich wiederhole hin und wieder ein paar Wörter, um ihr eine Freude zu machen. “Arbeit. Arbeit. Arbeit!” rufe ich um 7.15, sie lacht dann immer und läuft noch schnell ins Bad, um sich fertig zu machen. “Adieu. Adieu. Adieu!” rufe ich dann, als sie pünktlich um 7.30 das Haus verlässt.

Und dann warte ich auf sie. Manchmal räume ich meinen Käfig etwas auf. Hin und wieder beobachte ich eine Fliege, die durchs Wohnzimmer saust. Dann knabbere ich wieder an meinem Futter. Ich trinke Wasser und dann warte ich. Hin und wieder halte ich auch ein Nickerchen ab. Doch die meiste Zeit plappere ich alle möglichen Wörter vor mich her. “Regenbogen. Regenbogen. Regenbogen. Moskitonetz. Moskitonetz. Moskitonetz. Samstag. Samstag. Samstag.”

Abends kommt sie immer unterschiedlich nach Hause, doch heute ist sie bereits um 17.35 zu Hause und wirkt ein wenig durch den Wind. Ich begrüsse sie mit meinem “Hallo! Hallo! Hallo!” sie lächelt mich an und öffnet meine Käfigtür “Ach Abigail, wie gut du es doch hast, du musst dir nicht über so viele Dinge Gedanken machen wie wir Menschen, nicht wahr?” ich pikse sie in die Backe und sage “Dinge. Dinge. Dinge!” Daraufhin lacht sie und streichelt meinen Kopf. “Komm lass uns etwas essen!” Ich gurre zufrieden und fliege in meinen Käfig hinein.

Nachts, wenn mein Mensch schläft denke ich an die anderen Vögel, die draussen sind. Und wisst ihr was? Ich beneide sie kein bisschen. Ich bin genau so frei wie sie, doch anders als sie, kriege ich jeden Tag Liebe. Und das ist alles was ich brauche.


 Aktuelle Teilnehmer (ihr könnt jederzeit mit einsteigen!):

RAN AN DIE STIFTE,

elizzy

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