[Kolumne] Dienstags bei Morrie [Wir reden über Vergebung #11]

“Vergebt euch selbst, bevor ihr sterbt. Dann vergebt anderen.” S. 187

Mitch möchte von Morrie wissen, ob es wichtig ist anderen zu vergeben. Nur allzu vertraut sind ihm die vielen Filmszenen, in denen sich der Protagonist an seinem Sterbebett noch von einem zerstrittenen Familienmitglied verabschiedet.

“Es ist sinnlos, Rachegefühle zu hegen (…)” S. 188

Morrie bereut natürlich auch Dinge, die er getan hat und so auch, sich nie richtig von einem guten Freund verabschiedet zu haben. Sein Freund starb an Krebs und er musste lernen, dass es ihn nicht voran brachte, sich immer wieder für diesen verpassten Moment schuldig zu fühlen.

Er konnte es schliesslich nicht mehr ändern. Er musste lernen es zu akzeptieren und noch wichtiger: sich selbst zu vergeben.

“Du kannst nicht in der Reue darüber, was hätte geschehen sollen, steckenbleiben. Das hilft dir nicht, wenn du dorthin kommst, wo ich bin.” S. 190

Wir sind in der glücklichen Lage diese Weisheit von Morrie in uns aufsaugen zu können. Denkt also darüber nach: Welchen Streit kämpft ihr nun schon zu lange? Welches Stillschweigen solltet ihr wieder durchbrechen? Welche Freundschaft sollte wieder gepflegt werden? Wem solltet ihr Vergeben und könnt ihr euch selbst auch vergeben?


KlappentextDienstagsbeiMorrie
Als er erfährt, dass sein ehemaliger Professor Morrie Schwartz schwer erkrankt ist und bald sterben wird, beginnt der Journalist Mitch Albom seinen Lehrer jede Woche zu besuchen. Und er, der meinte, dem Sterbenden Kraft und Trost spenden zu müssen, lernt stattdessen dienstags bei Morrie das Leben neu zu betrachten und zu verstehen. (Quelle & Cover: Goldmann Verlag)

 


Vorherige Beiträge zu dieser Kolumne:
Einführung
Wir reden über die Welt #1
Wir reden über Selbstmitleid #2
Wir reden über den Tod #3
Wir reden über Familie #4
Wir reden über Gefühle #5
Wir reden über die Furcht vor dem Älterwerden #6
Wir reden über Geld #7
Wir reden über die Unendlichkeit der Liebe #8
Wir reden über die Ehe #9
Wir reden über unsere Kultur #10

Ran an die Bücher,
elizzy