Die Astronautin von S.K. Vaughn [#Rezension]

Auf vielen Ebenen grossartig.

Worum geht es?

Wir befinden uns im Jahr 2067 auf einem hochmodernen Raumschiff. Commander May Knox erwacht auf der Krankenstation und kann sich an kaum etwas erinnern. Um sie herum herrscht Chaos und keiner aus ihrem Team ist auffindbar. Ihr bleibt nur noch Eve ihre KI (Künstliche Intelligenz) zum Reden. Doch auch Eve ist beschädigt und es scheint so, als hätte es ein totales Blackout auf dem Raumschiff gegeben. Doch dies ist erst der Anfang, neben der fehlenden Besatzung ist das Raumschiff auch schwer zugerichtet und ein Problem jagt das nächste. Der Kontakt zur NASA ist unterbrochen und May weiss; sie ist absolut auf sich allein gestellt und befindet sich im äusseren Universum ohne einen konkreten Kurs…

Erster Satz:
“Du bist zu weit rausgeschwommen.”

 

die astronautin

Klappentext

Weihnachten 2067: Auf der Krankenstation eines halb zerstörten Raumschiffs erwacht May Knox aus der Bewusstlosigkeit. Sie scheint die letzte Überlebende einer hoffnungsvollen Mission zu sein und hat doch keine Erinnerungen an einen möglichen Unfall. Bald kämpft sie gegen eine Vielzahl von Gefahren ums Überleben. Ihre einzige Rettung ist die Funkverbindung zur NASA, vor allem zu dem Wissenschaftler Stephen, der Schiff und Auftrag kennt wie kein Zweiter. Doch Stephen ist auch Mays Ex-Mann, dessen Herz sie brach und der ihr und der Nasa den Rücken kehrte. Jetzt ist seine Stimme alles, was ihr noch Hoffnung geben könnte in der Schwärze des Alls … (Quelle: Goldmann


Meine Meinung

Man startet mitten im Geschehen und diese Art von Story telling mag ich sehr. Denn es ist fesselnd und lässt einen das Buch nur schwer wieder aus der Hand legen. Gleich zu Beginn lernt man May kennen und ich muss zugeben; ich mochte sie vom ersten Moment an. Sie ist unglaublich sarkastisch, witzig, klug und mutig. Ein ebenso wichtiger Part in der Geschichte ist Eve ihre künstliche Intelligenz an Bord. 

Eve ist hochentwickelt und brachte mich immer wieder zum Staunen, denn neben wichtigen Analysen und Reparatur Aufgaben kann Eve sogar einen eigenen Charakter entwickeln, Ratschläge geben und ist unglaublich lern- und aufnahmefähig. Auch wenn das ganze teilweise sehr Sci-Fi mässig rüberkam, habe ich mich ganz einfach drauf eingelassen und fand es absolut unterhaltsam.

“Das ist es ja gerade: Die Menschen behaupten gern von sich, dass sie sich logisch verhalten, aber die Art, wie wir unser Leben leben, sagt das Gegenteil. Wir sind mehr von Emotionen bestimmt, die ihre ganz eigene Logik haben, aber wahrscheinlich keine, die viel Sinn ergibt. Ergibt das einen Sinn?” S. 150

Ein weiteres und ebenfalls spannendes Element an der Geschichte war nicht nur May und ihre Eve, sondern auch die Tatsache, dass sich May auf einem nahezu defektem Raumschiff befand und sie sich an kaum etwas erinnern konnte. So entdeckte man nur Stück für Stück was vor dem “Black out” geschehen war und durch die vielen Rückblicke entwickelte die Geschichte immer mehr an Tiefe. 

So kommt es auch, dass man mit der NASA in Berührung kommt und dort Stephen Mays Mann kennen lernt. Ein unglaublich intelligenter Wissenschaftler und Ingenieur, der das ganze von der Erde aus beobachtet. Neben Stephen gibt es da noch Ray, seinen besten Freund und das Genie hinter dem Raumschiff. 

“Was kommt als Nächstes für die Menschheit? Sind wir dazu bestimmt auszusterben, einfach auszusterben wie andere Tiere, die sich weder anpassen können noch wollen, oder können wir die Architekten unserer eigenen Entwicklung sein?” S. 158

Doch in der Geschichte verbirgt sich mehr, als “nur” eine verlorenen Astronautin im Weltall. So entdeckt sie bald, was mit den anderen Astronauten und Wissenschaftlern an Bord passiert ist, muss nur allzu schnell mit grossen technischen Problemen kämpfen und wird unerwartet von ihrer eigenen Vergangenheit eingeholt. 

Das Buch verspricht auf keiner Seite langweilig oder langatmig zu werden. Und trotz der vielen technischen Begriffe und Ausführungen schien mir das ganze weder kompliziert noch anstrengend. Im Gegenteil, das ganze gab der Geschichte nochmals mehr an Charme und wenn man sich komplett darauf einliess, konnte man tatsächlich in eine Nahe und Neue Zukunft eintauchen.

“Deine Stimme”, sagte sie zitternd. “Alles war so dunkel. Aber ich habe sie gehört. Ich habe sie gehört.” S. 375

Schreibstil & Cover

Der Schreibstil war überaus gelungen, witzig, sarkastisch auf den Punkt und trotz einiger technischen Ausdrücke sehr verständlich. 

Das Cover ist wunderschön und das obwohl ich Bücher mit “echten Gesichtern” drauf eigentlich nicht mag. Ich finde aber, dass das Bild unglaublich gut die Stimmung der Geschichte einfängt.

Fazit

Ich bin ein kleiner Weltraum-Fan und war sehr begeistert von diesem Buch, der Geschichte und der Stimmung, die unglaublich gut vermittelt wurde. Hinter dieser Story steckt so viel mehr als man zu Anfangs erwartet. Man findet nicht nur eine Liebesgeschichte darin, sondern auch den Mut einer jungen Astronautin, die über sich hinaus wächst, ein Mutter-Tochter Geschichte sowie eine Story über eine tiefe Freundschaft. Von mir gibt es eine grosse Leseempfehlung. 

Bewertung
Buchlänge ♥♥♥♥♥ (5/5)
Schreibstil ♥♥♥♥♥ (5/5)
Botschaft ♥♥♥♥♥ (5/5)
Lesevergnügen ♥♥♥♥♥ (5/5)


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Die Astronautin|Roman|544 Seiten
Goldmann Verlag| Cover | ISBN: 978-3-442-20572-1
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rezensionen im ueberblick
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