Wie das Bloggen mein Leseverhalten verändert hat. #Kolumne

Lesen, um den Kopf frei zu kriegen war einmal…

Letztens habe ich mich dabei erwischt, wie ich einmal mehr bereits während dem Lesen dem Buch eine Bewertung gab.

Sieht man sich meine Lesestatistik, der letzten paar Jahre an hat sich die Anzahl meiner gelesenen Bücher enorm gesteigert. Von 16 Büchern im Jahr 2015 habe ich mich letztes Jahr auf 70 Bücher hoch gelesen. Und auch meine Bewertungen haben sich verändert. Wo ich früher öfter Mal 5 Sterne vergab gibt es heute gerade Mal knapp 4 und ganz selten die volle Sternenvergabe.

Ich lese kaum noch ein Buch, ohne mir dabei bereits im Hinterkopf Gedanken zum Plot, Schreibstil oder den Charakteren zu machen. Lesen, um den Kopf frei zu kriegen war also einmal!

Lesen, um zu rezensieren…

Heute lese ich kaum ein Buch ohne es danach für den Blog auch zu rezensieren. Ich unterscheide dabei nicht zwischen Rezensionsexemplar oder selbst gekauftem Buch. Jedes Buch, dass ich lese wird automatisch rezensiert. Würde ich dies nicht mehr tun, würde mir der Abschluss zum Buch fehlen.

Es ist sogar schon so weit gekommen, dass ich mich nur schwer auf ein Neues Buch einlassen kann, wenn ich das gelesene nicht bereits rezensiert habe und es so aus meinem Kopf gebannt habe.

Ist dies noch gesund, frage ich mich da zurecht.

Kritisiere ich Bücher anders, weil ich mehr lese?

Umso mehr ich lese, umso mehr Vergleichsmöglichkeiten habe ich. Dadurch werde ich beim Lesen kritischer, denn mit der Zeit weiss ich was mir gefällt und was mir gar nicht zusagt.

So breche ich heute Bücher viel schneller ab und gebe ihnen nur selten eine zweite Chance.

Das Bloggen hat nicht nur mein Leseverhalten verändert, sondern auch die Art wie ich über Geschichten, Charakteren und Plots im Allgemeinen nachdenke. Dadurch, dass ich mehr las, um mehr schreiben zu können wurde ich mit mehr Büchern konfrontiert, die ich vielleicht ohne das Bloggen nicht gelesen hätte.

Wie sieht das ganze bei euch aus?

Hat das Bloggen euer Leseverhalten verändert?

RAN AN DIE BÜCHER,

elizzy

10 Replies to “Wie das Bloggen mein Leseverhalten verändert hat. #Kolumne”

  1. Liebes! ♥
    Ein interessantes Hinterfragen. Interessant auch deshalb, weil ich mir bei deinem Artikel nun gar nicht so sicher bin, ob dich diese Veränderung selbst stört – oder nicht? Belastet es dich in irgendeiner Weise, dass sich dein Leseverhalten geändert hat? Ich persönlich lese dank des Blogs auh mehr und mehr, aber mich stört das gar nicht. Ich verbringe gern meine Zeit zwischen Seiten und nutze jede mögliche Situation schamlos zum lesen aus. Dabei war ich eigentlich auch immer drauf und dran, alles zu rezensieren. Aber mittlerweile mach ich mir darüber gar nicht mehr so große Gedanken. Ich rezensiere, weil ich richtig Lust drauf hab, anderen die gelesenen geschichten näher zu bringen. Und wenn ich zu einem (eigenen) Buch keine explizite Meinung hab, dann belass ichs dabei. 🙂

    Aber natürlich geht man nicht mehr s zwanglos mit einem Buch um, wie es früher der Fall war. Aber auch das ist okay, denk ich.

    Komm gut durch die Woche ♥

  2. Oh ja – ich denke, dass das Bloggen auf jeden Fall mein Leseverhalten geändert. Ich greife auch eher mal zu anderen als meinem Lieblingsgenre. Mehr ist es nicht geworden, glaube ich. Ich hab früher nie Listen geführt. Aber ich lese auch intensiver und vor allem erinnere ich mich auch länger an den Inhalt.
    Für mich war die Idee einen Buchblog zu starten eine gute Entwicklung.

    Liebe Grüsse

  3. Ja, mein Leseverhalten hat es auch geändert, und das hat mir nicht gefallen. Ich rezensiere seitdem nicht mehr alle Bücher, manche (naja, einige) lasse ich unter den Tisch fallen. So gefällt mir das Lesen wieder.

  4. Beeindruckend, dass du zu jedem Buch das du liest auch eine Rezension machst. Ich stelle zwar alle Bücher bei meinen Monatsrückblick vor und gebe meine Meinung ab, jedoch habe ich nicht immer zu jedem Buch so viel zu sagen, dass ich es in eine Rezension packen müsste. Rezensionen gibt es meistens dann wenn ich genug Zeit habe und ein Buch hervorgestochen ist. Mein Lese Verhalten hat sich dahingehend verändert, dass ich durchs bloggen, Instagram und Co Bücher entdeckt habe, die vielleicht sonst nicht bei mir gelandet wären. Ob ich kritischer geworden bin weiß ich gar nicht, wenn dann wohl eher durch mein Germanistik Studium 😀

  5. Liebe Elizzy

    Ehrlich?

    Bei mir ist das nicht so, denn ich hab das schon vor dem bloggen so gehalten. Also ein Buch gelesen und für mich in ein Notizbuch geschrieben wie es mir gefallen hat. Und das ich jedes Buch welches ich lese rezensiere ist auch nicht anders als vorher.

    Ich hab mit dem bloggen angefangen weil ich gerne an Blogs rumbastle, es auch eine Art ist kreativ zu sein. Und weil es schöner ist in einem Blog alle Bücher und so fest zuhalten als das furchtbare Gekritzel im Heft. Also das bloggen ist einfach eine Ausweitung meines eh schon vorhandenen Leseverhaltens und Festhaltens. Ich lese weder mehr noch andere Bücher als früher. Und ich denke, Menschen die viel lesen werden mit der zeit eh kritischer und der Geschmack ändert sich auch, das hat aber auch mit dem Alter zu tun. Denke ich auf alle Fälle.

    Aber ist schon interessant wie es bei manchen Menschen das Leseverhalten verändert. Ich denke es kommt auch drauf an warum man mit dem bloggen beginnt. Ich hab schon 2003 begonnen, und das mit einem privaten Blog, das sich dann irgendwann ausgeweitet hat zu einem Bücherblog. Da hab ich dann nur noch über Bücher und das lesen geschrieben. Das knappe 10 Jahre lang. heute ist es wieder anders. Bücher sind ein Teil meines privaten Blogs aber nicht mehr das Hauptthema.

    Wichtig ist es einfach das es spass macht und nicht zu einem Stress oder Druck ausartet, das wäre nämlich schade. 😉

    Liebe Grüsse
    Alexandra

  6. Tagchen,
    bei mir hat sich das Leseverhalten auch gewandelt durchs Bloggen, was ich total okay finde. Man setzt sich einfach intensiver mit dem Ganzen auseinander, weil man dem Blogleser also dem Gegenüber ja erklären will warum das Buch nun gut oder schlecht war. Und da wäre es ja schon komisch, wenn man dadurch nicht kritischer wird.
    Eine Zeit lang habe ich alle Bücher rezensiert, aber mittlerweile habe ich das aufgegeben. Entweder rezensiere ich nicht, weil ich nichts zu dem Buch zusagen habe oder weil mir das Buch gewaltig gegen den Strich geht und es dann nur ein Verriss wäre.
    LG

  7. Hallo Elizzy,
    mein Bloggen hat mein Leseverhalten schon verändert. Ich lese zwar nicht mehr Bücher oder weniger, aber ich betrachte die Bücher anders und mache mir während des Lesens Notizen oder formuliere schon ganze Sätze im Kopf. 🙂
    Eine zeitlang habe ich sogar auch jedes einzelne Buch rezensiert, aber das ist mir etwas zu stressig geworden und so bin ich dazu übergegangen, dass ich bei einigen Büchern lediglich eine Kurzmeinung verfasse oder sie in einen Beitrag einbaue.
    Liebe Grüße
    Diana

  8. Durch das Bloggen hat sich mein Leseverhalten nicht geändert, aber durch das intensivere Nutzen meines Büchereiausweises schon. Viele Blogs liefern mir Inspiration, was ich gerne lesen würde, aber letzten Endes ist es dann doch eher das Büchereiangebot.

    Bei Buchclubs bin ich noch zögerlich, weil ich die Befürchtung habe, in so einen Wettbewerbs/Challenge-Modus zu geraten und in kürzester Zeit immer mehr Bücher lesen zu “müssen” und (was ich viel schlimmer fände), den Inhalt nur noch oberflächlich zu überfliegen, als in die Handlung einzutauchen und dabei die Zeit zu vergessen.

    1. Das ist schön! Die Bücherei bietet einem jede Menge Auswahl!

      Wegen dem Buchclub: wir handhabens so, dass wir ein Buch in ca. 1.5 Monaten lesen und besprechen! Das funktioniert bis jetzt sehr gut und wir quatschen dann wirklich intensiv übers Buch 😀

  9. Hallo meine Liebe <3
    ich stimme dir da absolut zu! Das Bloggen verändert eindeutig das Leseverhalten. Schon allein dadurch, dass man sehr viel mehr Bücher kennenlernt und liest, also ohne Bloggen (zumindest bei mir war das so, bis sich vor 1,5 Jahren mein Leben geändert hat und ich nicht mehr wirklich zum Lesen gekommen bin). Aber man bewertet strenger, je mehr man liest, zumindest ist das so meine Erfahrung. Außerdem hatte ich mal eine Zeit, wo ich so viel wie möglich lesen wollte und im Nachhinein überlege ich manchmal, ob ich nicht manche Bücher mehr hätte genießen sollen.
    Aber letztendlich ist es auch alles okay, so wie es war.
    Liebe Grüße,
    Emily

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