Haus der Geister von John Boyne [REZENSION]

Passende Stimmung, zu wenig Grusel.

Worum geht es?

Eliza Cain beschliesst etwas überstürzt nach dem Tod ihres Vaters eine Stelle als Gouvernante in Gaudlin Hall anzunehmen. Auf diesem grossen Anwesen trifft sie dann auch die beiden Kinder Isabella und Eustace, die scheinbar alleine in diesem grossen Haus wohnen. Schnell wird Eliza aber klar, diese Kinder sind nicht wie andere Kinder und irgendetwas stimmt in diesem Haus ganz und gar nicht…

Ich mache Charles Dickens für den Tod meines Vaters verantwortlich.

Haus der Geister

Klappentext

England 1867. Die junge Eliza Caine reist in die Grafschaft Norfolk, um eine Stellung als Gouvernante anzutreten. Als sie an einem nebeligen Novemberabend müde und durchgefroren die Empfangshalle von Gaudlin Hall betritt, wird sie von ihren beiden Schützlingen Isabella und Eustace begrüßt. Überrascht stellt Eliza fest, dass die beiden offenbar allein in dem viktorianischen Anwesen leben. Von den Eltern und anderen Angestellten fehlt jede Spur. Da sie die Kinder unmöglich ihrem Schicksal überlassen kann, bleibt sie – und stellt schon bald fest, dass sie doch nicht allein sind … (Quelle: Piper)

Meine Meinung

Die Geschichte spielt im 19. Jahrhundert in England eine Zeit in der er Gouvernanten, Kutschen und Vorlesungen von Charles Dickens gab. Der Autor John Boyne schafft es den Leser in diese Zeit zu entführen und baut von Anfang an die richtige Stimmung auf.

Ich fühlte mich sofort in diese Zeit hineinversetzt und konnte mich so gut in Elizas Welt einfühlen. Zu Anfangs lernt man sie als gewissenhafte Lehrerin und liebevolle Tochter kennen. Als sie dann Hals über Kopf entscheidet, nach dem Tod ihres Vaters in ein kleines Dorf zu ziehen, um dort als Gouvernante zu arbeiten merkt sie schnell, dass sie diese Entscheidung nicht so leichtfällig hätte fällen dürfen.

Gaudlin Hall ist ein grosses verlassenes Anwesen. Die beiden Kinder Isabella und Eustace wohnen dort scheinbar alleine, was Eliza von Anfang an als seltsam empfindet. Wo stecken ihre Eltern? Was ist mit der früheren Gouvernante passiert und wieso kümmert sich ein Anwalt um das ganze Vermögen der Familie?

Ihr Misstrauen wird dann auch noch grösser, als sie feststellt, dass die Dorfbewohner sie meiden und kaum jemand über die Familie der beiden Kinder sprechen möchte. Als sie dann auch noch beinahe durch ein Fenster gestossen wird und der Wind sie scheinbar vom Haus fernhalten will, wird ihr klar, so ganz alleine ist sie in diesem Haus nicht.

Der Aufbau der Geschichte gefiel mir richtig gut, ich kam gut in die Geschichte und fand die Protagonisten durchaus interessant. Da dieser Roman aber versprach eine Gruselgeschichte zu sein, war ich natürlich überaus erwartungsvoll auf diesen Grusel. Jedoch blieb der leider aus. Die Szenen die, den gewissen Grusel- Faktor hätten bieten können, waren mir zu plump zu vorhersehbar und so gruselte ich mich eigentlich kaum.

Auch störte es mich sehr, dass Eliza, obwohl sie teilweise sehr Fortschrittlich für das Zeitalter dachte, ständig davon sprach, dass sie nicht schön war. Dass sie nicht dem Schönheitsideal entsprach und somit sowieso als alte Jungfer enden würde. Ich fand dies irgendwie unpassend, denn dies beeinflusste weder die Geschichte noch änderte es irgendetwas am Verlauf der Handlung.

Schreibstil & Cover

Der Schreibstil war durchaus passend, jedoch hatte meine Übersetzung einige Tippfehler, was mich zwar nicht gross am Lesen störte, ich aber von einem Buch aus einem Verlag einfach nicht erwarte.

Das Cover ist passend weckt aber auch hier kaum den Grusel-Faktor.

Fazit

Hier sollte man sich wirklich die Frage stellen; Erwarte ich eine Gruselgeschichte oder einen stimmungsvollen Roman? Wenn man auf ersteres hofft, wird man leider enttäuscht sein. Geht man jedoch mit der Erwartungshaltung ins Buch, einen guten kurzweiligen Roman zu lesen, wird man viel weniger enttäuscht sein. Somit gebe ich dem Buch als Roman 3 von 5 Herzen.

Bewertung
Plot ♥♥ (2/5)
Schreibstil ♥♥♥ (3/5)
Botschaft ♥♥♥ (3/5)
Lesevergnügen ♥♥♥ (3/5)


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Haus der Geister|Roman | 336 Seiten
Piper | Cover | ISBN: 978-3-492-30799-4
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rezensionen im ueberblick

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One Reply to “Haus der Geister von John Boyne [REZENSION]”

  1. Liebe Elizzy

    Danke für deine Rezi, wie du weisst steht das Buch ja auf dem SuB und ich hab es sogar vor 2 Jahren schon mal begonnen zu lesen, habs aber wieder weggelegt weil ich einfach nicht in die Geschichte rein kam. Okay, gut zuwiesen das es an sich kein Gruselroman ist, davon bin ich eben auch ausgegangen.

    Mal sehen, in der nächsten Zeit steht das Buch auf alle Fälle nicht auf meinem dringend lesen SuB. Da stehen viele andere Bücher die ich dieses Jahr eigentlich lesen will.

    Aber schön hat dir dennoch gut gefallen und konnte dich etwas unterhalten. Auch wenn es jetzt nicht der Reisser war.

    Liebe Grüsse und spannender neues Lesestoff!

    Alexandra

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