Was weiße Menschen nicht über Rassismus hören wollen aber wissen sollten von Alice Hasters [REZENSION]

Wichtig und so aktuell wie nie!

Worum geht es?

Alice Hasters lässt uns an ihrem Leben teilhaben. Dabei erzählt sie von Alltagssituationen und zieht immer wieder geschichtliches Hintergrundwissen hinzu. Dies macht das Buch sowohl persönlich als auch informativ!

An der Journalistenschule besuchte ich ein Seminar, in dem wir lernten, Zeitungskommentare zu verfassen

– Was weisse Menschen nicht über Rassismus hören wollen aber wissen sollten

Klappentext

Wer Rassismus bekämpfen will, muss Veränderung befürworten – und die fängt bei einem selbst an.

„Darf ich mal deine Haare anfassen?“, „Kannst du Sonnenbrand bekommen?“, „Wo kommst du her?“ Wer solche Fragen stellt, meint es meist nicht böse. Aber dennoch: Sie sind rassistisch. Warum, das wollen weiße Menschen oft nicht hören.
Alice Hasters erklärt es trotzdem. Eindringlich und geduldig beschreibt sie, wie Rassismus ihren Alltag als Schwarze Frau in Deutschland prägt. Dabei wird klar: Rassismus ist nicht nur ein Problem am rechten Rand der Gesellschaft. Und sich mit dem eigenen Rassismus zu konfrontieren, ist im ersten Moment schmerzhaft, aber der einzige Weg, ihn zu überwinden (Quelle: hanserblau)

Meine Meinung

Vor einiger Zeit habe ich eine Kolumne mit dem Titel 7 Bücher gegen Rassismus, die man gelesen haben sollte geschrieben. Darin kam unteranderem dieses Buch vor.

Gleich zu Beginn des Buches war ich verblüfft wie viel ich tatsächlich nicht weiss. Denn in der Schule oder im Alltag redet man immer nur sehr oberflächlich über das Thema Rassismus.

Doch was bedeutet Rassismus eigentlich? Wo fängt er an? Und welche Menschen sind davon betroffen? Werde ich auch rassistisch behandelt?

Solche Fragen gehen einem während des Lesens öfter durch den Kopf.

In einer Kombination aus persönlichen Erfahrungen und geschichtlichem Hintergrund erzählt Alice Hasters hier ganz frei heraus über das Thema und trifft meiner Meinung nach damit den Nerv der Zeit.

Weiße Menschen haben so wenig Übung darin, mit ihrem eige- nen Rassismus konfrontiert zu werden, dass sie meist wütend da- rauf reagieren, anfangen zu weinen oder einfach gehen.

– S. 14

Viele Aussagen, die man manchmal nur so dahin redet können für einige Menschen sehr verletzend sein. Umso wichtiger ist es sich mit dem Thema auseinander zu setzten und sensibilisiert zu sein. Veränderung fängt nämlich immer bei einem selbst an. Und danach sind wir in der privilegierten Lage, dieses Wissen mit anderen zu Teilen und für unser Handeln grade zu stehen.

Es ist schwierig, egal ob weiss oder schwarz, männlich oder weiblich – in jeder Situation richtig zu handeln. Doch es ist wichtig sich mit sich selbst auseinander zu setzen und sich bewusst zu werden, das Worte und Taten für viele grössere Folgen haben, als man sich dies vorstellen kann.

Schreibstil & Cover

Der Schreibstil ist direkt und persönlich, ich mochte das sehr. Es war für mich stimmig und nahm mich sehr ein. Das Cover ist wunderschön.

Fazit

Ein Buch für alle! Meiner Meinung nach wahrlich ein Must-Read und eine grosse Herzensempfehlung von mir!

Bewertung
Wichtigkeit ♥♥♥♥♥ (5/5)
Schreibstil ♥♥♥♥♥ (5/5)
Botschaft ♥♥♥♥♥ (5/5)
Lesevergnügen ♥♥♥♥♥ (5/5)


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Was weiße Menschen nicht über Rassismus hören wollen aber wissen sollten| Sachbuch| 208 Seiten
hanserblau Verlag| Cover | ISBN: 978-3-446-26425-0
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rezensionen im ueberblick

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