[Kolumne] 5 Dinge, auf die es beim Schreiben ankommt.

Liebe Schreiberlinge,

Es gibt Menschen, die schreiben gerne.
Dann gibt es Menschen, die schreiben mit Leidenschaft.
Und dann gibt es Menschen die brennen für das geschriebene Wort und lassen in jedem Satz ein Stück von ihrer Seele zurück.

Wo siehst du dich? Worauf kommt es dir beim Schreiben an? Ich habe meine Leidenschaft zum Schreiben früh entdeckt und habe seither täglich daran gearbeitet. Doch was ist wichtig, wenn man beim Schreiben voran kommen möchte? Ich habe 5 Dinge für euch zusammengefasst, die euch motivieren sollen, damit ihr euer Schreibziel jedes Mal aufs Neue erreicht.

1. Write out of your soul

Vielen die sich so wie ich mit Geschichten, Büchern und dem Schreiben umgeben geht es ähnlich; täglich prasseln unzählige Ideen auf uns ein und wir würden am liebsten alle nieder schreiben. Doch die Kunst am Beginn einer Geschichte besteht darin, herauszufinden, welche der Ideen einen am meisten beschäftigt, welche Idee sich im Kopf und in der Seele gefestigt hat. Findet man dies heraus bildet sich ein kleiner Knospen, der langsam zu einer Blume heranwachsen wird. Das ganze braucht natürlich Zeit aber im Grunde ist es wichtig, dass man die Geschichte schreibt, die aus dem tiefsten  inneren kommt.

2. Burn for the Characters

Noch wichtiger als die Handlung selbst, sind die Charakteren. Für diese solltest du brennen, du solltest zusammen mit ihnen atmen, essen und fühlen. Wenn du dich mit deinen Charakteren bis zum Ende so identifizieren kannst, dass du genau weisst, wie sie denken, dann hast du alles richtig gemacht. So ist es wichtig beim ersten plotten sich nicht nur Gedanken über die Handlung zu machen sondern sich ebenfalls den ersten Entwurf seiner Charakteren zurecht zu legen.

3. Every word counts

Es wird Tage geben, da wirst du locker über 1500 Wörter schreiben und dann wird es Momente geben, in denen schaffst du knapp 100. Doch lass dich davon nicht entmutigen, denn jedes Wort zählt und wird am Ende deine Geschichte bilden.

4. Don’t stop

Ein Punkt an dem wohl die meisten scheitern; man hört einfach auf. Vielleicht hat man gerade keine Idee wie es weiter gehen soll oder vielleicht liegt es auch einfach nur an der Tagesform. Es ist okay sich für einen Augenblick eine Pause von seiner Geschichte zu nehmen doch es ist wichtig nach der Verschnaufpause mit neuen Ideen weiter zu schreiben. Denn…

5. Because your Story is worth telling

…deine Geschichte ist es wert erzählt zu werden! Dein Buch, deine Kurzgeschichte oder dein Gedicht könnte nämlich jemand auf dieser Welt entdecken und ihm Trost, Mut. Freude oder einen kleine Auszeit aus dem Alltag schenken.

Wie viele von meinen Lesern schreiben selbst Geschichte und wie viele von euch tun dies jeden Tag? Habt ihr selbst Tipps, die ihr anderen gerne weitergeben möchtet?

Ran an die Stifte,
eure Elizzy
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NaNoWriMo17 – Update 1.0

Wie doch die Zeit vergeht, es ist bereits der 16te Tag des NaNoWriMo’s und ich möchte gerne einen kleinen Zwischenbericht über meine Schreiberfahrung veröffentlichen. Viele von euch sind ja auch dabei und es ist immer wieder toll zu lesen, wie ihr voran kommt! Ich hatte vorab nie gedacht, wie motivierend es sein kann, wenn andere auch gerade „mitschreiben“, besonders toll ist es aber wenn man sieht, wie man tatsächlich die Angegebene Wörterzahl erreicht und so seinem Ziel immer ein Stückchen näher kommt.

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Ein grosses Zwischenziel habe ich nun tatsächlich pünktlich zur Monatsmitte gestern erreicht. Die 25’000 Wörter wurden geschrieben und zur Zeit umfasst mein Projekt 22ig Kapitel. Ich hätte am Anfang nie gedacht, dass ich es tatsächlich schaffen würde so viele Wörter schreiben zu können!

nanowrimo17_statistik

Da ich Anfangs Woche krank war konnte ich leider nicht wirklich schreiben, dies sieht man auch sehr gut an meiner Statistik, die über knapp 3 – 4  Tage genau gleich blieb. Doch ich habe es dann tatsächlich geschafft an einem Tag über 5000 Wörter zu schreiben und habe mich damit selbst überrascht. So darf es gerne weiter gehen. Heute Abend steht die nächste Schreibsession an und da muss ich einiges vorschreiben, denn Morgen werde ich wohl eher nicht zum Schreiben kommen.

Ich bin bis jetzt höchst motiviert mein Ziel von 50’000 Wörtern bis Ende Monat zu schaffen! Seid ihr an ein paar Schreibtipps interessiert? Habt ihr auch eine Schreibroutine? Und wie weit seid ihr schon gekommen?

Ran an die Stifte… ääh Bücher!
eure Elizzy.

Der November steht ganz im Zeichen des Schreibens!

Und auch dieses Jahr werde ich den November zum Schreiben nutzen und so hoffentlich einiges schaffen! Mit vielen anderen werde ich dann meine Tastatur quälen und so viele Wörter wie möglich auf’s virtuelle Papier bringen. Doch um dies zu schaffen, wird es im November hier etwas ruhiger bzw. wird es vor allem ums Schreiben gehen.

Ich hoffe das auch einige von euch dabei sind? Auf der offiziellen Seite von NaNoWriMo findet ihr mich unter dem Usernamen Elizzy und ich würde mich sehr darüber freuen, wenn wir Schreibbuddys werden und uns gegenseitig motivieren können. Mit der lieben Gabriela vom tollen Buchperlenblog habe ich dies nämlich schon vereinbart und freue mich darauf mich mit ihr während dieser Zeit austauschen zu können!

Doch um im November auch wirklich mit schreiben beginnen zu können fange ich schon jetzt mit den ersten Vorbereitungen an. Unter anderem stehen noch diese Punkte zum Erledigen aus:

  • Rezensionsexemplare zu Ende lesen
  • Rezensionen veröffentlichen
  • Instagram Beiträge vorbereiten

Und für die Geschichte selbst gilt es noch folgende Punkte abzuarbeiten:

  • Plot schreiben
  • Hauptfiguren ausarbeiten
  • Schreibziel setzen

Sobald ich diese 6 Punkte abgearbeitet habe kann es dann auch losgehen – denn am
1. November startet das ganze und ich freue mich schon jetzt sehr darauf!

Bis dahin,

Ran an die Bücher,
eure Elizzy.

Eine Weihnachtsgeschichte // Teil 5

Ein grosser silbriger Wolf hat sich der Lichtung genährt, obwohl Noelia die Gefahr sofort spüren konnten kam sie nicht umher den Wolf zu bewundern. Seine Statur war Muskulös, sein Nacken angespannt und sein wunderschönes silbernes Fell glitzerte durch die vielen Eiskristalle die sich dort verfingen haben. „Nur ruhig Jessica!“ rief sie ihrer Freundin zu, dies lenkte die Aufmerksamkeit des Wolfes sofort auf sie. Carl tat sofort zwei Schritte vor und stellte sich vor Noelia auf, doch der Wolf hatte es nicht auf die Kinder abgesehen wie ein Blitz schoss er nach vorne und schnappte sich Jonas Rucksack aus dem eine grosse Wurst heraushing. Jona war zu entsetzt, um sich darüber zu beschweren, der Wolf zerriss seinen Rucksack, holte sich die Wurst heraus und rannte zurück in Richtung Wald. Jona blieb der Mund offen stehen „Wenn, ich das meiner Mutter erzähle wird sie mir das nie glauben! Die denkt sich nachher sicher, ich hätte die Wurst selbst gegessen!“ darauf müssen alle laut loslachen und die angespannte Stimmung ist sofort wieder weg.

Verunsichert blickt Noelia zu Carl, der immer noch vor ihr steht und sie beschützt. „Danke“, sagt sie etwas schüchtern, doch Carl tut das ganze nur mit einem nicken ab, dreht sich um und läuft wieder zum Baumstamm zurück.

Als es langsam anfängt dunkel zu werden machen sich die vier wieder auf den Weg nach Hause. Jona und Melanie verabschieden sich und laufen zurück ins Dorf. Gemeinsam bringen Noelia und Carl Jessica nach Hause und obwohl Carl ebenfalls im Dorf wohnt bietet er Noelia an sie nach Hause zu begleiten. Noelia ist zwar froh darüber, dass sie nicht alleine durch den mittlerweile dunkeln Wald muss, doch das flattern in ihrem Bauch kann sie noch nicht richtig zuordnen. Bevor Noelia geht flüstert ihr Jessica noch „Carl ist gar nicht so übel wie ich gedacht habe, ganz im Gegenteil er ist eigentlich richtig Nett!“. Das lässt Noelia darüber nachdenken, wie oft sie ihn vorher ignoriert hatte ohne jeglichen Grund. Prompt hat sie ein schlechtes Gewissen deswegen.

Schweigend laufen die beiden den Waldweg entlang, Carl zieht Noelias Schlitten hinter sich und ist so schweigsam wie immer. „Wirst du Morgen mit deinem Papa Weihnachten feiern?“ unterbricht sie die Stille und bereut es sofort von Carls Vater begonnen zu haben. „Mein Vater feiert Weihnachten nicht, er verbringt diesen Abend immer bei Davidson“ Noelia schluckt trocken, Davidson ist eine Bar im Dorf. Sofort kommt Noelia eine Idee „Willst du nicht zu uns kommen? Meine Mama kocht immer zu viel!“, doch leider schüttelt Carl den Kopf „Danke aber lieber nicht.“ Schweigend laufen die beiden weiter als ein seltsames Geräusch durch die Stille zu hören ist. „Was ist das?“ flüstert Noelia doch Carl hat bereits den Waldweg verlassen und nähert sich dem Geräusch. Noelia wühlt in ihrem Rucksack und holt eine kleine Taschenlampe hervor. Sofort rennt sie Carl hinterher und ist entsetzt was sich ihr offenbart. Ein kleines Reh steckt mit dem Fuss in einer Falle fest und winselt leise vor sich hin. Carl hockt beim Reh und streicht diesem gerade über den Kopf, als er sie erblickt. „Das waren irgendwelche Jäger, die dürfen doch hier nicht jagen oder?“ sofort schüttelt Noelia den Kopf „Nein aber mein Papa hat in letzter Zeit viele solcher Fallen entschärft!“, Carl blickt in Richtung Falle „Diese hier hat er leider nicht gefunden.“

„Wir müssen ihm helfen!“ doch als Noelia der Falle näher kommt fängt das Reh unruhig an auszutreten. „Das geht so nicht, komm her Noelia, halt seinen Kopf fest.“ Sofort kniet sich Noelia in den Schnee und legt den Kopf vom Reh in ihren Schoss, sie versucht es zu beruhigen „Das wird schon wieder! Nur langsam weiter atmen!“ In der Zwischenzeit versucht Carl die Falle zu öffnen, dabei fällt Noelia auf wie blau seine Augen sind und wie liebevoll er sich um das Reh kümmert. So kennt sie ihn gar nicht. Beim dritten Versuch gelingt es Carl die Falle so weit zu öffnen, dass das Reh seinen Fuss heraus ziehen kann. Doch als es versucht aufzutreten knickt es sofort wieder ein und fängt erneut an zu wimmern. „Wir müssen es zu meinem Papa bringen“ sagt Noelia und rennt zurück auf den Waldweg „Wo gehst du den hin?“ ruft ihr Carl hinterher, doch sie kommt bereits zurück und zieht ihren Schlitten hinter her. Sofort wird Carl klar was sie vor hat und gemeinsam hieven sie das Reh vorsichtig auf den Schlitten. Mit vereinten Kräften ziehen Sie das Reh bis zu ihrem Haus hoch und als sie Jelena aus dem Fenster heraus sieht öffnet sie sofort die Tür und ruft nach Daniel.

„Wie habt ihr zwei das bloss gemacht?“ fragt er erstaunt als er das Reh ins Wohnzimmer schleppt. „Carl hat die Falle geöffnet und gemeinsam haben wir es hier her gezogen, wir konnten es doch nicht einfach im Wald lassen“ „Natürlich nicht! Ich bin mächtig stolz auf euch!“ antwortet Daniel und Carl läuft dabei etwas rot an. Daniel blickt ihn an und sagt „Vielen Dank hast du unsere Tochter nach Hause begleitet, alleine hätte sie dies ganz bestimmt nicht geschafft!“ Carl wird noch röter „Danke, das habe ich gerne gemacht“. Daniel bietet an Carl zurück ins Dorf zu fahren an der Tür will sich Noelia von ihm verabschieden, als er leise sagt „Darf ich immer noch zum Weihnachtsessen kommen?“ Noelia lächelt, dies könnte der Beginn einer grossartigen Freundschaft werden.

ENDE


Meine Lieben, ich wünsche euch Morgen wunderschöne Festtage und vor allem Liebe, Glück und Gesundheit. Mit dieser Geschichte wollte ich Werte wie; Familie, Freundschaft, Liebe, Mut, Grosszügigkeit und Nächstenliebe wieder etwas mehr in den Fodergrund bringen. Wie gut mir das gelungen ist, muss jeder für sich selbst entscheiden, doch ich hoffe, dass jeder etwas Glück in diesen kalten Wintertagen für sich findet und dieses mit jemandem teilt.

Passt auf euch auf.
E.

Eine Weihnachtsgeschichte // Teil 4

Die beiden Mädchen sahen sich mit grossen Augen an und liefen dem Geräusch hinterher. Auf einem Stuhl, in sich zusammen gesunken sass ein kleines Mädchen und weinte leise vor sich hin. „Hallo, was ist den passiert?“ versuchte es Noelia leise, doch das kleine Mädchen erschrak trotzdem. Sie schniefte einmal hörbar und zeigte auf den Boden, dort lag in drei Stücken eine kleine lila Kerze und das Mädchen fing wieder an zu weinen. „Ist dir deine Kerze kaputt gegangen?“, fragt Noelia und sucht in ihrer Tasche nach ihrer eigenen. Das kleine Mädchen nickt und sagt „Ich wollte sie meiner Mama schenken und jetzt habe ich kein Geld mehr, um ihr eine neue zu machen.“ Noelia lächelte als sie in ihrer Tasche ihre Kerze spürte und diese herauszog „Ich schenke dir meine, wenn du möchtest?“ sofort hörte das Mädchen auf zu weinen und ihre Augen fingen an zu leuchten „Das würdest du für mich tun?“ fragte sie etwas schüchtern „Aber klar doch!“ antwortet Noelia und lächelt die kleine an. „Danke viel viel mal!“ das Mädchen stand auf und umarmte Noelia ganz fest, nahm sich die Kerze und verschwand wieder um die Ecke. Noelia war nicht traurig, dass sie nun keine eigene Kerze mehr hatte, ganz im Gegenteil. Sie fühlte sich glücklicher, da sie jemand anderem eine Freude bereitet hatte und darum ging es ja an Weihnachten oder?

Gemeinsam gingen die beiden Mädchen weiter ihres Weges, als sie hinter sich eine Stimme ihre Namen rufen hörte „Hey, wartet auf uns!“ Melanie, Jona und Carl kamen auf die beiden zugelaufen hinter sich zogen sie ebenfalls zwei Schlitten mit. „Hallo! Melanie hat uns erzählt, dass ihr mit dem Schlitten unterwegs seid, können wir mitkommen?“ fragt Jona und grinst dabei von einem Ohr zum anderen. „Wenn es sein muss!“ antwortet Jessica und läuft dabei etwas rot an. Noelia bemerkt das und plötzlich wird ihr einiges klarer. Deshalb kamen immer wieder die Sticheleien von ihr, nicht etwa weil sie es doof fand, sondern weil sie wollte dass Jona seine Aufmerksamkeit ihr schenkte.

Zu viert gingen sie den Hügel hinauf und alberten ein wenig herum, nur Carl sagte kein Wort und blickte nur zu Boden. Oben angekommen fing Jona an die beiden mit Schneebällen zu bewerfen woraufhin die Mädchen in ein albernes Kichern verfielen und ebenfalls zurückschossen. Nur Carl setzte sich etwas weiter weg auf einen Baumstamm und sah dem ganzen Treiben nur zu. Noelia fiel das auf und langsam lief sie auf ihn zu. „Willst du nicht mitmachen?“ fragte sie ihn schüchtern, er schüttelte den Kopf „Nein, ich mag Schnee nicht wirklich“ etwas verunsichert sah er Noelia dabei an, denn diese verzog das Gesicht, als hätte er sie persönlich beleidigt. „Habe ich etwas Falsches gesagt?“ fragt er sie sofort und sie antwortet barsch „Wie kann man Schnee nicht mögen!?“, als er merkt dass sie nur gespielt entsetzt ist grinst er und antwortet mit „Welcher normale Mensch mag denn schon die Kälte, wenn man den Sommer haben kann?“ Noelia setzt sich neben ihn „Ich mag den Winter am aller liebsten auch wenn er kalt ist, es ist einfach die beste Zeit des Jahres. Man kann so viele tolle Dinge draussen machen und Abends mit den Eltern am Kamin sitzen und Kakao trinken und erst das Weihnachtsessen!“ Carl blickt sie etwas traurig an „Wie du meinst.“ Erst da fällt ihr auf wie rücksichtslos ihre Aussage war. Carls Mutter starb vor drei Jahren kurz vor Heiligabend und sein Vater war nie wirklich fürsorglich, natürlich war Weihnachten nicht so eine fröhliche Zeit für ihn wie für sie. Sie biss sich auf die Zunge und wollte sich gerade entschuldigen als Jessica aufschrie.

(Fortsetzung folgt)