Grünes Glück von Sabrina Rothe / Anne Beckwilm / Simone Knauss #Rezension

Power Flower auf hohem Niveau!

Grünes Glück| Sachbuch | 192 Seiten
DVA Verlag | Cover | ISBN: 978-3-421-04055-8
gelesen im Juli 17
Vielen Dank an das Bloggerportal und den Verlag
für das Rezensionsexemplar!


Klappentext gruenesglueck

Den neuen Trend zu mehr Blumen und Pflanzen in den eigenen vier Wänden illustriert „Grünes Glück“ mit viel Liebe zum Detail. Einfache, kreative Arrangements inspirieren und machen Lust, das Zuhause nicht nur dekorativ, sondern auch floral zu verschönern.

Das Buch zeigt unzählige Gestaltungsmöglichkeiten von einfachen Blütenzweigen über besondere Blumenkombinationen bis zu langlebigen Zimmerpflanzen. Innovative Stylingideen mit schönen Vasen, Designobjekten, Flohmarktschätzen und Naturmaterialien sowie einfache DIY- und praktische Pflegetipps machen das Buch spannend und informativ zugleich (Quelle: DVA)


Zusammengefasst

Auf 192 Seiten verteilt sich hier Kreativität pur. Egal zu welcher Jahreszeit, es gibt immer die passende Blumendekoration dazu! Denn mit Blumen verbinden wir unsere frühsten Kindheitserinnerungen. Hat nicht jeder seiner Mama mal einen selbstgepflückten Strauss mit nach Hause gebracht? Doch es gibt weitaus mehr Pflanzen, als wir als Kinder sammeln konnten, welche das sind und wie man sie pflegt und perfekt in Szene setzt, erfährt man in diesem wundervollen Buch.

Darüber Gedanken gemacht

gruenesglueck1Ich finde eine Wohnung wird erst dann heimelig, wenn sich darin auch Pflanzen befinden. Denn sie strahlen eine gewisse Wärme und auch Lebensfreude aus. Mit Blumen kann man viel ausdrücken und jedem eine Freude machen. Deshalb fand ich dieses Buch so interessant und wollte es unbedingt in meiner Bücher-Inspirationssammlung haben. Denn das ist es auf jeden Fall; eine Inspirationsquelle.

Das Buch ist passend zu den Jahreszeiten aufgebaut und bietet neben Blumen auch Ideen für andere Dekorationen mit Pflanzen. Jede Blume hat ihre Geschichte und diese wird zu Anfangs auch immer mit einem schönen Zitat eröffnet. So zum Beispiel bei der Lilie.

Lilie
Von Göttinnen geschaffen und als Symbol der Jungfrau Maria weltbekannt,
sieht die Lilie aus wie eine Diva, ist aber
ganz unkompliziert – und im Bauerngarten zu Hause S. 75

Danach folgt die Geschichte zur jeweiligen Blume und der Beschrieb der verschiedensten Arten dieser Pflanze. Auf jeden Fall super interessant, denn man lernt die Pflanze dahinter wirklich mehr schätzen. Im Anschluss folgt dann immer eine Auswahl von Arrangements und die Pflanzen werden so perfekt in Szene gesetzt, dass man gar nicht anders kann als „Woow“ zu denken und über die Seiten zu streichen.

Die Bilder sind wirklich unglaublich gelungen und verleihen dem ganzen den besonderen Charme. Man bekommt sofort Lust in den nächsten Blumenladen zu rennen und sich alle möglichen Pflanzen zu kaufen.

Gefiel mir sehr

Nebst den vielen Bildern, den Deko-Tipps und der wirklich interessanten Geschichte hinter den einzelnen Pflanzen fand ich auch besonders die letzten Kapitel des Buches toll. Dort wird nochmals genau auf die Pflege der Pflanzen eingegangen und über Töpfe gesprochen. Ja, richtig. Töpfe. Denn nicht jeder Topf ist gleich Topf. Jede Pflanze hat da so ihre Vorlieben. Im allgemeinen benötigt jede Pflanze ihre ganz individuelle Pflege. Es ist nämlich eine kleine Kunst, die Blumen richtig zu bewässern. Und auch das Licht spielt dabei eine grosse Rolle. Doch wenn man Dinge mit Leidenschaft tut, klappen sie immer!

Bilderpracht

Gruenes_Glueck2

Besonders gut hat mir das Kapitel zu den Lilien und Tulpen gefallen. Doch auch die Mimose ist eine Pflanze die mich fasziniert hat und die ich so noch nicht gekannt habe. Und auch Dahlien finde ich wunderschön und bin überrascht wie viele verschieden Farben es von dieser Pflanze gibt. Unsere Natur ist schon was tolles!

gruenesglueck3

Fazit

Ein wundervolles Bild-Sachbuch, dass ich jedem Deko-Liebhaber nur wärmstens empfehlen kann! Es ist eine Inspirations- und Wissensquelle zu gleich. Fängt man erstmal mit Blättern an, kann man gar nicht damit aufhören und hat sofort unglaublich gute Laune!

Bewertung
Buchlänge ♥♥♥♥♥ (5/5)
Schreibstil ♥♥♥♥♥ (5/5)
Botschaft ♥♥♥♥♥ (5/5)
Lesevergnügen ♥♥♥♥♥ (5/5)


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Infiziert von Teri Terry #Rezension

So ganz anders als erwartet.

Infiziert von Teri Terry #Rezension| Jugendbuch | 477 Seiten
Coppenrath Verlag | Cover | ISBN: 978-3-649-62599-5
gelesen vom 13.07. bis 18.07.2017
Vielen Dank an Lovelybooks und den Verlag
für das Rezensionsexemplar!


Klappentext infiziert

Unaufhaltsam schleicht sich der Tod von Haus zu Haus, von Stadt zu Stadt und selbst wenn er dich verschont, wirst du nie wieder sein, wie zuvor. Shay ist schockiert, als sie die 12-jährige Callie auf einer Vermisstenanzeige wiedererkennt. Vor über einem Jahr ist sie dem Mädchen begegnet und dabei offenbar Zeugin einer Entführung geworden. Zusammen mit Callies Halbbruder Kai macht sie sich auf die Suche – nicht ahnend, welche Katastrophe bereits auf das ganze Land zurollt. Denn Callie wurde nicht nur entführt, sondern als Forschungsobjekt missbraucht. Und der Erreger, mit dem das Mädchen infiziert wurde, breitet sich nun in Großbritannien aus. Als auch Shay plötzlich Symptome der tödlichen Krankheit zeigt, beginnt für sie und Kai ein Wettlauf gegen die Zeit … (Quelle: Coppenrath)


Zusammengefasst

Shay ist neu mit ihrer Mutter nach Schottland gezogen. So richtig wohl fühlt sie sich in der Schule noch nicht wirklich und wird leider auch von einem gemeinen Kerl belästigt. Bei einer schnellen Flucht vor diesem, erhascht sie einen Blick auf eine Vermisstenanzeige und ist schockiert darüber, dass sie das Mädchen darauf erkennt. Denn Shay hat ein „Fotografisches Gedächtnis“ und kann sich noch ganz genau daran erinnern, wie sie diesem Mädchen vor einem Jahr begegnet ist, genau an dem Tag, an dem es entführt wurde. Sie entschliesst sich dazu die Familie des Mädchens zu kontaktieren und lernt so Kay kennen. In der Zwischenzeit bricht auf den Shetland Inseln ein Virus aus, dass zum rasanten Tod führt und scheinbar niemand ist davor sicher. Dort kommt dann auch Callie zu Wort, den Callie ist nun ein Geist und auf der Suche nach dem, der ihr das angetan hat.

Doch die Krankheit schreitet voran und infiziert immer mehr Menschen, bis auch Shay nicht mehr sicher ist. Damit beginnt eine gefährliche Reise, um den Ursprung der Krankheit zu finden – zum Glück haben Shay und Kay  Unterstützung von Callie auch wenn sie dies nicht von Anfang an wissen.

Werden Sie es rechtzeitig schaffen ein Gegenmittel zu finden?
Warum wurde Callie ein Geist?
Und was ist mit Shay plötzlich los?

Darüber Gedanken gemacht

Ich habe das Buch begonnen und eine leichte Jugendbuchlektüre erwartet. Das habe ich auch bekommen aber leider war mir die Geschichte so vorhersehbar, dass ich schon nach einigen Kapiteln wusste, in welche Richtung das ganze laufen wird. Doch was ich so gar nicht erwartet habe, war das ganze Drumherum um Callie. Eine Geistergeschichte? Davon stand doch nichts im Klappentext oder? Doch dabei bleibt es nicht, denn auch Shay bekommt etwas Übernatürliches und plötzlich wurde mir das ganze zu abgedreht. Eigentlich schade, denn die Geschichte ist so flüssig erzählt, dass man gar nicht anders kann als es beinahe zu verschlingen. Die Figuren sind okay aber damit hat es sich eigentlich auch schon. Denn die Liebesgeschichte zwischen Kay und Shay (diese Namen-Kombi ist wirklich furchtbar) war mir einfach zu unrealistisch und sehr oberflächlich.

Ausserdem war ich teilweise schockiert wie grausam manche Details der Krankheit geschildert wurden… Vielleicht nicht gerade das beste Thema für ein Jugendbuch.

„Der Rest der Welt ist verrückt und wir sind die Normalen? Und wir halten zusammen. Stimmt doch, oder?“ S. 302

Gefiel mir sehr

Trotz der schlechten Kritik war die Geschichte an sich gut aufgebaut. Natürlich war es sehr hervorsehbar und auch ohne dass ich die beiden Folgebände lese kann ich mir zusammenreimen, wer Dr. 1 ist und wer der Überträger der Krankheit ist.

Gefiel mir nicht

Wie bereits erwähnt war mir das ganze zu vorhersehbar doch auch die einzelnen Kapitel waren mir manchmal zu abrupt und obwohl sie sehr kurz gehalten wurden, konnte dies die Spannung nicht immer aufrecht erhalten.

Schreibstil & Cover

Der Schreibstil ist wirklich der Altersklasse entsprechend und somit dem Buch wirklich gerecht.

Das Cover finde ich richtig cool, da es mein Interesse sofort wecken konnte.

„Ich versuche, mich in ihn hineinzuversetzen. Bücher sagen eine Menge über einen Menschen aus, findet ihr nicht?“ S. 437

Fazit

Obwohl ich wusste, das Jugendbücher meistens nicht anspruchsvoll sind, war ich doch enttäuscht darüber, wie viel einem bereits nach einigen Kapiteln klar wurde und somit der ganze Spannungsfaktor flöten ging. Von der Thematik her war es okay, aber es hätte wirklich mehr aus dem Buch herausgeholt werden können. Für das, dass es eine Trilogie ist, ist einem beim ersten Band schon so viel klar, dass ich mir nicht vorstellen kann, dass die anderen beiden Bände noch gross etwas aufdecken werden. Somit werde ich die Trilogie leider nicht weiterlesen.

Bewertung
Buchlänge ♥♥♥ (3/5)
Schreibstil ♥♥♥ (3/5)
Botschaft ♥♥ (2/5)
Lesevergnügen ♥♥ (2/5)


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#MotivationsMontag [29] – Ruhe & Gemütlichkeit

Diese Woche möchte ich es gerne etwas ruhiger angehen lassen und mich eher Zurückhalten. Ab und zu tut es gut, mal wieder etwas Abstand zur Online Welt zu nehmen. Wie denkt ihr darüber?

Reading

  • Infiziert aktuell auf Seite 375
    Ein tolles Jugendbuch, wenn auch mit einigen Schwächen.
  • Sag kein Wort aktuell auf Seite 29
    Ein interessantes Buch, da man mal die „Perspektive“ wechselt.
  • ES aktuell auf Seite 40
    Hatte leider letzte Woche nicht so Zeit für dieses Buch.

Cover Infiziert | Cover Sag kein Wort |Cover ES |

Blogging

  • Mittendrin Mittwoch
  • WunschFreitag
  • Wochenrückblick

Personally

Done

  • Bullet Journal
    Suche immer noch nach neuen Ideen
  • Projekt
    Wird Ende August in Angriff genommen

To Do

  • Bullet Journal
  • Fitness

Was steht bei euch diese Woche alles an?

RAN AN DIE BÜCHER,
EURE ELIZZY

Murder Park von Jonas Winner #Rezension

Seid ihr bereit einen Fuss in den Murder Park zu setzen?
Macht euch auf Spannung und für Nervenkitzel pur bereit!

Murder Park von Jonas Winner | Thriller| 416 Seiten
Heyne Verlag | Cover | ISBN: 978-3-453-42176-9
gelesen vom 01.07. bis 11.07.2017
Vielen Dank an Jonas Winner und den Verlag
für das Rezensionsexemplar!


Klappentext

Murder Park von Jonas Winner

Zodiac Island vor der Ostküste der USA: ein beliebter Freizeitpark – bis dort ein Serienmörder drei junge Frauen auf bestialische Weise tötet. Der Täter Jeff Bohner wird schnell gefasst, der Park aber geschlossen. Die Schreie der Opfer scheinen vergessen zu sein. 20 Jahre später: Die Insel soll zur Heimat werden für den Murder Park – eine Vergnügungsstätte, die mit unseren Ängsten spielt. Paul Greenblatt wird zusammen mit elf weiteren Personen auf die Insel geladen. Und dann beginnen die Morde.

Ein Killer ist auf der Insel …keiner kann dem anderen trauen …die nächste Fähre kommt erst in drei Tagen … (Quelle: Heyne)


Zusammengefasst

Als Paul zu einem Pressetermin eingeladen wird, denkt er noch nicht gross darüber nach, was ihn im Murder Park erwarten wird. Ein Park der verspricht einem „ein Killer Wochenende“ zu verschaffen – wie wörtlich er dies nehmen muss wird ihm erst klar, als der erste Mord geschieht.

Doch schon früher hatte Paul mit dem Tod zu tun. Genau wegen dieser Vergangenheit wird er zusammen mit 11 anderen in den Murder Park eingeladen. Denn jeder von ihnen kam einmal mit dem alten Vergnügungspark Zodiac Island in Kontakt und hat eine spezielle Verbindung zur Insel.

Was Anfangs eine harmlose Führung zu sein scheint entwickelt sich aber rasant in eine Jagd auf Leben und Tod. Plötzlich weiss Paul nicht mehr wem er noch trauen soll und seine Vergangenheit scheint ihn von neuem zu überrollen. Denn schliesslich ist dies die Insel, auf der Jeff Bohner vor 20 Jahren gewütet hat.

Wird er herausfinden, wer hinter den Morden steckt?
Wieso mussten sie alle im Vorfeld zu Dr. Lazarus?
Und was hat Jeff Bohner wirklich getan?

Darüber Gedanken gemacht

Als ich das Buch aufschlug und das erste Kapitel las, war es bereits geschehen. Ich war süchtig nach diesem Buch. Es hatte einen unglaublichen Sog und ich verschlang ein Kapitel nach dem anderen. Es wurde immer spannender und es tauchten viele Fragen auf.

Wenn man Murder Park liest, setzt man sich gezwungenermassen mit Serienmördern auseinander. Es war interessant zu erfahren, wie die Psyche von Jeff Bohner auseinander genommen wurde und wie brutal und abstossend seine Denkweise war. Jonas Winner konnte dies wirklich sehr realistisch rüber bringen und es gab einige Szenen, die so grausig beschrieben wurden, dass ich es kaum ertragen konnte diese ganz zu lesen!

Besonders brutal fand ich auch die Geschichte um Paul selbst, er war als Protagonist grossartig, denn ich konnte mich in ihn hineinversetzen, litt und rätselte mit ihm gemeinsam um seine Vergangenheit und hoffte, dass ihm nichts geschehen möge. Obwohl es auch hin und wieder Situationen gab, in denen ich dachte, dass er doch etwas seltsam ist – war ich trotzdem auf seiner Seite und glaubte ihm.

Wer es schafft solche Charakteren zu erschaffen – ist für mich ein unglaublich toller und begabter Autor!

Gefiel mir sehr

Wie oben erwähnt mochte ich Paul wirklich sehr, er ist für mich ein Charakter, der zugleich mutig ist aber auch am Rande des Wahnsinns balanciert. Ausserdem gefiel mir die Kapitel Aufteilung richtig gut. Es wechselte immer wieder zwischen „Interviews“ und der laufenden Geschichte ab und so konnte man sich immer wieder neu ein Bild vom ganzen Geschehen machen. Ausserdem mochte ich die Verwirrung die Murder Park in mir hinterliess – man wusste nie genau, wem man noch vertrauen konnte und was nun wirklich echt war. Und natürlich gefiel mir das Ende richtig gut, doch darüber möchte ich nicht allzu viel erzählen, da ich auf gar keinen Fall spoilern möchte!

Gefiel mir nicht

Einzig die Grundidee, die im Murder Park präsentiert wird gefiel mir moralisch nicht wirklich aber darüber kann man bis zum Ende hin dann wirklich drüber hinweg sehen.

Schreibstil & Cover

Der Schreibstil war fantastisch, denn er konnte fesseln und war leicht zum Lesen. So machte es wirklich Spass von einem Kapitel zum nächsten zu rasen.

Das Cover gefällt mir richtig gut, besonders das Gelb hat es mir irgendwie angetan!

Fazit

Ein unglaublich spannender Thriller der einen auf jeden Fall überraschen kann. Eine klare Leseempfehlung von mir!

Bewertung
Buchlänge ♥♥♥♥♥ (5/5)
Schreibstil ♥♥♥♥♥ (5/5)
Botschaft ♥♥♥♥ (4/5)
Lesevergnügen ♥♥♥♥♥ (5/5)


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Junktown von Matthias Oden #Rezension

Eine fesselnde Geschichte über eine Welt, die es so hoffentlich nie geben wird.

Junktown von Matthias Oden| Roman| 399 Seiten
Heyne Verlag | Cover | ISBN: 978-3-453-31821-2
gelesen vom 18.06. bis 29.06.2017
Vielen Dank an das Bloggerportal und den Verlag
für das Rezensionsexemplar!


Klappentextjunktown

Abstinenz ist Hochverrat! Diese Zukunft ist ein Schlaraffenland: Konsum ist Pflicht, Rauschmittel werden vom Staat verabreicht, und Beamte achten darauf, dass ja keine Langeweile aufkommt. Die Wirklichkeit in „Junktown“, wie die Hauptstadt nur noch genannt wird, sieht anders aus. Eine eiserne Diktatur hält die Menschen im kollektiven Drogenwahn, dem sich niemand entziehen darf, und Biotech-Maschinen beherrschen den Alltag. Als Solomon Cain, Inspektor der Geheimen Maschinenpolizei, zum Tatort eines Mordes gerufen wird, ahnt er noch nicht, dass dieser Fall ihn in die Abgründe von Junktown und an die Grenzen seines Gewissens führen wird. Denn was bleibt vom Menschen, wenn der Tod nur der letzte große Kick ist? (Quelle: Heyne)


Zusammengefasst

Solomon Cain ist Inspektor der Gemapo und somit für alle Fälle rund um Maschinen zuständig. Als eine der Brutmuttern ermordet wird, beginnt für ihn einer der seltsamsten Fälle überhaupt. Denn anstatt voran zu kommen, wirft ihn jede neue Erkenntnis zurück und es gibt immer mehr Fragen, die er beantworten muss. Gemeinsam mit seinem Partner Bas versucht er der Sache auf den Grund zu gehen und gerät so plötzlich selbst ins Visier. Denn nicht jeder möchte, dass er den Fall auflöst. Als dann auch noch weitere Morde geschehen, weiss Cain, dass die Sache noch viel schlimmere Ausmasse annehmen wird.

Wird er den Fall rechtzeitig aufklären können? Und was versucht man vor ihm zu verbergen?

Darüber Gedanken gemacht

Man taucht beim Lesen in eine neue Welt ein, in der Maschinen Kinder gebären und Menschen so berauscht von Drogen sind, dass man gar nicht mehr unterscheiden kann, wer high und wer nüchtern ist. Matthias Oden hat auf jeden Fall eine quere neue Welt geschaffen, die viele Dinge grausam aber auch irgendwie amüsant darstellt.

Hat man sich erstmal mit den verschiedenen Charakteren angefreundet und die Abkürzungen (im Anhang – gut dargestellt) nachgeschlagen, kann man sich ganz auf den Fall von Solomon Cain konzentrieren. Dieser ist richtig spannend aufgebaut und mit jedem Kapitel wurde der Fall um einiges komplizierter. Es kamen immer weitere Figuren hinzu und so wurde es nie langweilig.

Obwohl ich nicht ein Fan von Kriminalfällen in Bücher bin, muss ich ehrlich sagen, dass mich diese Geschichte ungemein packen konnte. Dies mag vielleicht am seltsamen Setting liegen, welches Geschaffen wurde doch auch irgendwie an Cain selbst. Die Figur wurde so gut beschrieben, dass man sofort ein Bild von ihm im Kopf hatte. Doch auch die anderen Charakteren waren so authentisch, dass ich sie beinahe vor mir sah.

Natürlich machte ich mir auch Gedanken über die vielen Drogen, die im Buch erwähnt wurden und muss dazu sagen, obwohl manche doch verherrlicht wurden war einem unterschwellig, die Gefahr, die von diesen Ausging doch sehr bewusst.

Gefiel mir sehr

Wie die ganze Geschichte aufgebaut wurde gefiel mir wirklich sehr, man hatte genug Zeit sich in den Fall hinein zu fühlen und sich mit den Charakteren auseinander zu setzen. Was meiner Meinung nach für solch eine Geschichte absolut notwendig ist, denn überall wo „neue“ Welten erschaffen werden, braucht man eine gewisse Zeit, um sich an das ganze drumherum zu gewöhnen.

„Die meisten Tage haben es verdient zu sterben….“ S. 242

Besonders toll fand ich auch die Gespräche von Sol und D. denn irgendwie konnte man ihren Schmerz immer fühlen und obwohl eine Liebesgeschichte so gar nicht erwartet wurde gefiel mir dieses kurze Intermezzo mit D. ganz gut.

Gefiel mir nicht

Einige Seiten musste ich ehrlich gesagt einfach durchblättern, denn dort standen nur Bezeichnungen von verschiedensten Drogen oder Abkürzungen von wissenschaftlichen Daten drin. Dies war meiner Meinung nach nicht wirklich relevant für die Geschichte, also überflog ich es eher. Auch das Ende war mir irgendwie zu schnell vorbei, dies fand ich im Nachhinein doch schade. Der Autor hätte sich mit der Auflösung doch etwas mehr Zeit lassen können. Doch das Ende an sich, finde ich wirklich gut und richtig gelöst.

Schreibstil & Cover

Der Schreibstil war okay, aber manchmal auch etwas zu sehr abgekürzt, denn ich hatte nicht Lust bei jeder Abkürzung zum Anhang zu blättern und die Bezeichnung nachzulesen.

Das Cover ist toll und passt auf jeden Fall zum Setting der Geschichte.

Fazit

Mal ein anderer Kriminalroman, der auf jeden Fall fesselt und durch ein spezielles Setting überzeugen kann. Ich kann auch das Buch auf jeden Fall empfehlen, würde es jetzt aber eher in die Altersklasse 18+ einstufen.

Bewertung
Buchlänge ♥♥♥♥ (4/5)
Schreibstil ♥♥♥ (3/5)
Botschaft ♥♥♥♥ (4/5)
Lesevergnügen ♥♥♥♥ (4/5)

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