Über mir der Himmel von Jandy Nelson #Rezension

Wenn Worte einen erfüllen – bis zum Herzen und weiter – dann hast du Über mir der Himmel gelesen.

Über mir der Himmel| Jugendbuch| 352 Seiten
cbj Verlag | Cover | 978-3-570-31123-3
gelesen vom 26.01. bis 13.02.2018


Klappentext

ubermirderhimmel

Eine überwältigende Liebe, ein unerträglicher Verlust, eine
Achterbahnfahrt der Gefühle

Siebzehn Jahre hat Lennie glücklich im Schatten ihrer strahlenden Schwester gelebt. Doch jetzt ist Bailey tot. Es ist, als hätte jemand den Himmel ausgeknipst. Bis Lennie sich verliebt – zum ersten Mal in ihrem Leben und gleich in zwei Jungen: Joes magisches Lächeln wird nur noch von seinem musikalischen Talent übertroffen; Toby ist stiller Cowboy, mutiger Skater – und Baileys große Liebe. Für Lennie sind sie wie Sonne und Mond; einer stößt ein Fenster in ihrem Herzen auf und lässt das Licht herein, bei dem anderen hat ihr Schmerz ein Zuhause. Als Liebe und Schuldgefühl auf Kollisionskurs gehen, explodiert Lennies Welt … (Quelle: cbt Verlag)


Zusammengefasst

Lennie erleidet den schwersten Schicksalsschlag, den ein junges Mädchen erleben kann, ihre wundervolle Schwester verstirbt plötzlich, ohne irgend eine Vorahnung. Und nun ist sie allein, in ihrem gemeinsamen Zimmer, dass sie liebevoll das „Allerheiligste“ nennt. Doch Bailey liess nicht nur sie zurück, sondern auch ihre Granny, Onkel Big und Toby – alle drei leiden auf ihre Art und Weise unter dieser schrecklichen Tatsache und verkriechen sich in sich selbst. Lennie kriegt aber schnell das Gefühl, dass nur Toby, der Freund von Bailey sie verstehen kann und nur er kann ihre Trauer fassen. Schnell wird aus den beiden aber mehr als nur Trauernde und Lennie weiss; sie spielt mit dem Feuer. Doch als wäre dies nicht genug an Gefühlschaos, kommt auch noch dieser unverschämt gut aussehende Junge Namens Joe frisch in die Stadt und er hat sich tatsächlich vorgenommen Lennies Herz für sich zu gewinnen. Wird dies gut gehen?

Darüber Gedanken gemacht

Unglaublich das dieses Buch über ein Jahr lang auf meinem SuB geschlummert hat! Es wurde also aller höchste Zeit, dass ich es las und wie ich es las! Ich habe dieses Buch geliebt und die Wörter verschlungen. Die Geschichte berührt einen, man spürt zugleich Lennies Schmerz, ihre Verwirrung und die frischen und neuen Frühlingsgefühle, die sie überkommen.

Das wunderbare an diesem Buch; hier drin steckt so viel Poesie und so viele Weisheiten, dass ich sie gar nicht alle aufzählen kann. Doch eine ist mir besonders im Gedächtnis geblieben.

„Du kannst deine Geschichte auf jede verdammte Weise erzählen, die dir gefällt. 
Sie ist dein Solo.“ S. 237

Darin steckt so viel Wahrheit, dass es einen nochmal zurück ins hier und jetzt holt. Man lernt mit Lennie, auf was es im Leben ankommt und auch für sich selbst und sein Talent einzugestehen. Denn Lennie lernt; sie ist nicht die Nebenrolle – sie kann die grossartige Hauptrolle in ihrem Leben sein! Besonders als Teenager hätte mir dieses Buch gefallen und bestimmt auch geholfen, so hoffe ich, dass dieses Buch viele junge aber auch ältere Leser erreicht.

Gefiel mir sehr

Ich liebte die Gedichte, die Lennie überall hin kritzelte und die immer vor einem Kapitel aufgeführt wurden. Es sind persönliche Worte, Gedanken und Gefühle, doch ich würde sagen, hier lasse ich diese für sich sprechen.

„Wenn ich mit ihm zusammen bin, dann ist jemand bei mir in meinem Haus der Trauer, jemand, der den Bauplan kennt wie ich, der mich begleiten kann, von einem kummervollen Raum zum nächsten, mit dem das ganze wacklige Gebilde aus Wind und  Leere nicht so unheimlich und einsam ist wie vorher.“ S. 108

„Die Architektur des Denkens meiner Schwester, jetzt Trugbild. Ich falle Treppen hinunter, die nichts sind als Luft.“ S. 273

„Ich kann das Dunkel nicht aus dem Weg schieben.“ S. 148

Besonders schön fand ich auf, dass Lennie Sturmhöhe ganze 23 Mal gelesen hat und der Klassiker hier immer wieder anklang findet. Es ist nämlich immer schön, wenn Buchcharakteren von Büchern sprechen, die man selbst bereits gelesen hat und ebenfalls so sehr liebt. Ihr seht, ich bin hin und weg von dieser Geschichte und es gäbe noch so viel zu erzählen aber ich will euch die Vorfreude auf dieses Buch nicht nehmen. Deshalb, wer es noch nicht kennt; von mir eine grosse Leseempfehlung!

Gefiel mir nicht

Schreibstil & Cover

Es ist so wundervoll geschrieben, man möchte mit dem Lesen gar nicht aufhören. Mit diesem Buch hat sich Jandy Nelson in meine Liste der Lieblingsautoren katapultiert. Bereits bei „Ich gebe dir die Sonne“ war ich hin und weg vom Schreibstil, doch dieses Buch übertrifft nochmal alles. Zum Cover muss ich nicht viel sagen, denn auch dieses finde ich grossartig und so schön passend zum zweiten Buch!

„Nachdem ich sicher bin, all die ungeküssten Jahre wettgemacht zu haben, sage ich: Wenn wir nicht mit dem Küssen aufhören, explodiert die Erde, glaube ich.“ S. 163

Fazit

Es ist wundervoll, wun-der-voll sag ich euch! Es fällt wieder in die Kategorie „Bücher, die ich gerne allen aufzwingen würde ♥“. Der Schreibstil, die Gedichte, die einzelnen Wörter sind so passend, hinreissend und treffen so oft ins Herz, dass man gar nicht anders kann, als das Buch zu lieben! Wer von euch hat es bereits gelesen und teilt meine Freude zu diesem Buch? Und wer fand es nicht so toll und möge mir begründen wieso?

Bewertung
Buchlänge ♥♥♥♥♥ (5/5)
Schreibstil ♥♥♥♥♥ (5/5)
Botschaft ♥♥♥♥♥ (5/5)
Lesevergnügen ♥♥♥♥♥ (5/5)


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Das Einmaleins der Achtsamkeit von Jessica Wilker #Rezension

Wie gut kennst du deine Gefühle?

Das Einmaleins der Achtsamkeit| Ratgeber| 92 Seiten
Theseus Verlag | Cover |-
gelesen vom 04.02. bis 10.02.2018


Klappentext

daseinmaleinsderachtsamkeit
Im Eifer des Gefechts tun wir wohl alle manchmal Dinge, die wir später bereuen oder die uns selbst fassungslos machen. Die Psychologin Jessica Wilker hat ein Sieben-Tage-Programm zum Umgang mit unseren Gefühlen entwickelt. Humorvoll und stets mit einem Augenzwinkern zeigt sie anhand alltäglicher Situationen, in denen Gefühle uns über den Kopf zu wachsen drohen oder uns aus der Haut fahren lassen, wie wir sie geschickter meistern können.
Schrittweise erläutert sie, wie wir unsere Empfindungen besser wahrnehmen, sie annehmen und angemessen darauf reagieren können, und führt mit einer Vielzahl praktischer Tipps an den Dreh- und Angelpunkt dieses Unterfangens heran: die Achtsamkeit. Jedem Kapitel ist ein kleiner praktischer Übungsteil angefügt.
(Quelle: Theseus Verlag)


Zusammengefasst

Weisst du was du den ganzen Tag fühlst? Wie oft wechseln deine Gefühle? Wie oft bist du glücklich, wie oft traurig? Und was macht das mit deinem Körper? All diesen Fragen kannst du mit diesem Büchlein auf den Grund gehen und dich 7 Tage lang intensiv mit deinen Gefühlen beschäftigen.

Darüber Gedanken gemacht

Als ich das Buch das erste Mal in den Händen hielt und das erste Kapitel las, war ich sofort begeistert von der Idee. Eine Woche lang intensiv auf seine Gefühle achten, klang für mich sehr interessant. Und so habe ich dies letzte Woche durchgezogen und pro Tag ein Kapitel, mit der jeweiligen Übung durchgeführt. Und gleich am ersten Tag war ich überrascht, wie viel ich an nur einem einzigen Tage fühle, ohne mir dessen bewusst zu sein.

Während eines Tages, läuft man die verschiedensten Gefühlsstufen durch, reagiert ganz automatisch auf die Situationen, ohne darüber nachzudenken. Und genau um diesen Punkt geht es bei den jeweiligen Übungen, den bis Ende der Woche lernt man, nicht automatisch zu reagieren, sondern sich öfter zurück zu nehmen und nur zu beobachten. Man lernt im hier und jetzt anzukommen und seine Gedanken mit seinen Gefühle im Einklang mit dem Körper zu bringen.

Gefiel mir sehr

Für mich war das ein sehr spannendes Projekt und ich konnte bereits nach diesen 7 Tagen viel neues dazu lernen, was ich auch mitnehmen kann. So werde ich auf jeden Fall darauf achten, meine Gefühle nicht zu unterdrücken und nicht aus Wut etwas zu sagen, was man gar nicht so meint.

Was auch noch eine wichtige Erkenntnis war; Wir sind unseren Gefühlen nicht ausgeliefert und können selbst steuern wie wir die Dinge wahrnehmen, wie wir in gewissen Situationen reagieren und wie wir unseren Tag gestalten möchten.

Gefiel mir nicht

Einige Übungen waren mir zu abstrakt und ich hätte gerne hier und da eine Erklärung mehr gehabt.

Schreibstil & Cover

Der Schreibstil ist sehr direkt und einfach gehalten. Das Cover gefällt mir nicht besonders, da es mich so nicht ansprechen würde, wenn ich mich nicht im Vorfeld mit dem Thema Achtsamkeit beschäftigt hätte.

Fazit

Wer sich für das Thema interessiert und gerne mehr auf seine Gefühle achten möchte, dem kann ich dieses Büchlein gerne empfehlen, es ist ein toller Einstieg ins Thema.

Bewertung
Buchlänge ♥♥♥♥♥ (5/5)
Schreibstil ♥♥♥♥ (4/5)
Botschaft ♥♥♥♥ (4/5)
Lesevergnügen ♥♥♥♥ (4/5)


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Einfach frisch kochen von Nils Egtermeyer #Rezension

Rezepte, die einen kreativ werden lassen.

Einfach frisch kochen| Kochbuch| 176 Seiten
südwest Verlag | Cover | ISBN: 978-3-517-09512-7
Im Februar gekocht
Vielen Dank an das Bloggerportal und den Verlag
für das Rezensionsexemplar!


Klappentext

Wenig Zutaten, viel Geschmack!einfachfrischkochen

Nils Egtermeyer zeigt in über 60 Rezepten, dass weniger oft mehr ist: Mit nur ein paar frischen Zutaten werden jeweils leckere Gerichte zubereitet, herzhaft oder süß, mit Fleisch, Fisch oder Gemüse, aus dem Ofen oder der Pfanne – für jeden das richtige, alle einfach richtig gut. Damit ist das Buch der ideale Begleiter für alle aktiven Menschen, die wenig Zeit zum Kochen haben, aber viel Geschmack erwarten. Tipps und Tricks zum Pimpen der Gerichte, zum Abspecken oder Variieren und für cleveres Kombinieren machen das Kochen noch abwechslungsreicher und lassen genug Zeit für den entspannten Genuss. (Quelle: südwest Verlag)


Durchgelesen & Ausprobiert

Das Kochen hat mir schon immer grosse Freude bereitet. Und obwohl ich es liebe selbst Rezepte zu erfinden, koche ich auch sehr gerne mal nach Anleitung und entdecke so ganz neue Gerichte. Als mir das Buch von Nils Egtermeyer in die Hände fiel war ich sofort Feuer und Flamme drauf los zu kochen.

Doch bevor es mit dem Kochen losging, habe ich mich gründlich mit seinem Kochbuch beschäftigt und mir die Einleitung durchgelesen.

„Kochen beginnt da, wo das Rezept aufhört.“

Nils legt grossen Wert auf Gradlinigkeit und „Weniger ist mehr“, dies macht er sich auch in der Küche zu Nutze und kocht mit weniger Zutaten, dafür aber mit qualitativ hochwertigen Produkten.

„Meine Entscheidungen treffe ich häufig aus dem Bauch heraus.
Trauen Sie sich in der Küche mehr zu, kochen Sie, wonach Ihnen der Sinn steht.“

Bei den „Kochprofis“ lernte Nils wie gross die Kluft zwischen Theorie und Praxis sein kann und möchte mit seinem Kochbuch vor allem viel Freiraum zum selber ausprobieren lassen.

Und so sind auch seine Rezepte aufgebaut, die mir optisch und textlich besonders gut gefallen haben. Denn anstatt für „4-6 Personen“ zu schreiben benutzt er Worte wie „für 4 Freunde“ oder betitelt seine Rezepte mit „ganz einfach – nicht schwer und etwas aufwendiger“, so fühlt man sich positiv bestärkt und hat nicht das Gefühl ein Rezept nicht Nachkochen zu können weil „schwer“ drauf steht. Weiter ist die Einkaufs- / Zutatenliste übersichtlich und die Mengenangaben klar. Neben dem Rezept steht auch noch die Zubereitungszeit und hin und wieder ein Tipp von Nils.

Übrigens ist das Kochbuch in folgende Kategorien aufgeteilt:

  • Suppen und Salate
  • Klein und vorab
  • Vegetarisch und Co.
  •  Fleisch und Geflügel
  • Fisch und Meeresfrüchte
  • Cremig und süss

Natürlich wollte ich nach dem ganzen durchblättern auch etwas kochen und entschied mich für eine leckere Pannacotta!

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Das Rezept dazu findet ihr auf meinem Lifestyle Blog und könnt dafür – hier – klicken! Das Dessert war auf jeden Fall schnell aufgemampft und ich freue mich schon auf’s nächste Rezept aus diesem Buch.

Fazit

Ich kann euch dieses Kochbuch mit vollem Bauch empfehlen. Es sind viele kreative Rezepte dabei und die Anleitung ist super verständlich. Optisch ist das Buch ebenfalls ein Highlight und überzeugt mit vielen positiven, lebensfrohen Bildern!

Bewertung
Buchlänge ♥♥♥♥♥ (5/5)
Schreibstil ♥♥♥♥♥ (5/5)
Botschaft ♥♥♥♥♥ (5/5)
Lesevergnügen ♥♥♥♥♥ (5/5)


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Der Serienkiller der keiner war… von Dan Josefsson #Rezension

Ein Skandal, der so unglaublich ist, dass ich ihn immer noch nicht fassen kann.

Der Serienkiller der keiner war| Gesellschaft / wahre Begebenheit| 592 Seiten
btb Verlag | Cover | ISBN: 978-3-442-71566-4
gelesen vom 04.01. bis 06.02.2018
Vielen Dank an das Bloggerportal und den Verlag
für das Rezensionsexemplar!


Klappentext

derserienkillerSchweden, 1991: Sture Bergwall, ein homosexueller Drogenabhängiger und Kleinkrimineller, wird in die geschlossene psychiatrische Einrichtung Säter nördlich von Stockholm eingewiesen. Dort macht er eine Therapie und wird mit Psychopharmaka behandelt. Im Zuge der Behandlung glaubt er, sich an schlimme Traumata aus seiner Kindheit zu »erinnern« und gesteht, als monströser Serienkiller Thomas Quick mehr als 30 Opfer vergewaltigt und getötet zu haben. Fast 20 Jahr später stellte sich heraus: seine Geständnisse waren frei erfunden. Seine Motive: verschreibungspflichtige Drogen, Geltungsbewusstsein und der Einfluss seiner Therapeutin und deren Zirkel, die glaubten, mit diesem Fall Geschichte schreiben zu können. (Quelle: btb Verlag)


Zusammengefasst

Der Journalist Dan Josefsson gerät durch Zufall in die Geschichte rund um den Serienkiller Thomas Quick. Auf einer Beerdigung eines Arbeitskollegen, wird er vom Bruder des Serienkillers angesprochen und erfährt das sein Arbeitskollege sich bis zu dessen Tod mit dem Fall Thomas Quick beschäftigt hat. Gepackt von seiner Neugier beginnt er für diesen Fall zu recherchieren und welcher Skandal dabei herauskommt erfährt ihr in diesem Buch und noch vieles mehr.

Darüber Gedanken gemacht

Ich war zu Anfangs sehr von diesem Buch und der Tatsache, dass dies tatsächlich geschehen ist, angetan. Meine Neugier war geweckt und ich las mich von Kapitel zu Kapitel durch den ganzen Skandal rund um den Serienkiller, der eigentlich gar keiner war.

Doch bevor sich die Geschichte um Sture Bergwall alias Thomas Quick dreht erfährt man zu Anfangs jede Menge über Margrit – eine begabte ältere Frau, die sich ihr ganzes Leben lang mit der Therapie von Patienten und deren verdrängten Erinnerungen beschäftigte. Obwohl das Thema durchaus sehr interessant war, fiel ich beim Lesen teilweise in eine Frustration. Ich hatte öfter das Gefühl bei der Geschichte nicht voran zu kommen und manche Therapieformen warn mir so abstrakt, dass ich öfter das Gefühl hatte, ich hätte für dieses Buch lieber vorab noch Psychologie studieren sollen.

Als es dann endlich wieder etwas voranging wurde das ganze noch trockener, denn es wurden alle Verhandlungen, die Sture durchführen musste, genau so wie all seine Therapiesitzungen auseinander genommen und bis ins kleinste Detail nachrecherchiert. So kam mir das ganze Buch doch etwas zu schwer vor und ich habe auch während dem Lesen öfters mal das Buch beiseite gelegt, weil ich das Gefühl hatte, mein Kopf ist nun eindeutig zu vollgestopft mit Infos.

Es ist ein Meisterwerk an Recherche Arbeit und der Skandal ist schockierend und unfassbar zugleich. Wer sich diesem Werk widmet, sollte auf jeden Fall etwas Vorkenntnis in Psychologie mitbringen und sich viel Zeit dafür nehmen.

Gefiel mir sehr

Wie oben erwähnt war ich von der Recherche doch sehr fasziniert, der Autor hat sich auf jeden Fall jede Menge Arbeit mit diesem Buch gemacht und dies alles so auf Papier zu bringen ist allein schon ein Meisterwerk.

Gefiel mir nicht

Die brutalen Mordszenen waren mir teilweise viel zu heftig. Obwohl ich selbst sehr viele Thriller gelesen habe war mir das alles doch zu viel. Einige Passagen konnte ich gar nicht zu Ende lesen, denn im Hinterkopf hatte ich ständig den Gedanken „Oh mein Gott, ist das wirklich wahr?!“ Obwohl sich das ganze ganz anders als zu Anfang vermutet, entwickelt war ich doch am Ende angewidert und schockiert.

Schreibstil & Cover

Der Schreibstil geht schon eher in eine Facharbeit über und wird mit der Zeit doch sehr schwerfällig. Ausserdem mochte ich die vielen Fakten-Wiederholungen nicht, denn so hatte man öfter das Gefühl nicht wirklich voran zu kommen. Das Cover ist doch sehr typisch für die nördlichen Länder und gefällt mir an sich richtig gut, genau so wie der Titel, der auf jeden Fall die Aufmerksamkeit erweckt, die man sich für solch ein Buch wünscht.

Fazit

Es ist eine wichtige Geschichte, die hier erzählt wird, ein Skandal, der schon viel früher hätte beendet werden können. Leider störten mich  die vielen Fachausdrücke und verhinderten so, dass ich komplett in die Geschichte eintauchen konnte. Ich habe wenig bis gar keine Sympathie für die Charakteren / Menschen empfunden und wurde so mit dem ganzen kaum warm. Obwohl dies für mich eher ein 2 Sterne Buch war, gebe ich doch die 3 Sterne da für mich der Autor eine grossartige Recherchearbeit geleistet hat.

Bewertung
Buchlänge ♥♥♥ (3/5)
Schreibstil ♥♥ (2/5)
Botschaft ♥♥♥♥ (4/5)
Lesevergnügen ♥♥♥ (3/5)


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Magic Kitchen von Roberta Schira #Rezension

Die Küche ist das Herz des Hauses.

Magic Kitchen | Ratgeber| 192 Seiten
Penguin Verlag | Cover | ISBN: 978-3-328-10223-6
gelesen vom 26.01. bis 02.02.2018
Vielen Dank an das Bloggerportal und den Verlag
für das Rezensionsexemplar!


Klappentext

magickitchenHand aufs Herz: Wann haben Sie das letzte Mal in Ihrer Küche richtig für Ordnung gesorgt? Schränke, Schubladen und den Kühlschrank richtig sortiert? Haben Sie je überlegt, welche Töpfe, Pfannen und Schüsseln Sie wirklich brauchen, und wo Sie Ihre Lebensmittel sinnvollerweise am besten aufbewahren? Mit ihrem kurzweiligen, durch Fallbeispiele aufgelockerten Ratgeber hilft Roberta Schira, auch mitten im Chaos in der Küche einen kühlen Kopf zu bewahren und einmal richtig aufzuräumen. Denn: Die Küche ist der Spiegel unserer Seele. Und das Glück unseres Lebens beginnt dort, wo wir unsere Speisen zubereiten. (Quelle: Penguin Verlag)


Zusammengefasst

Jeder hat eine, jeder kennt eine, doch nicht jeder benutzt sie. Die Rede ist vom Herz eines Hauses; der Küche. Bereits als Neugeborenes kommen wir in Kontakt mit der Küche, unsere Eltern bereiten dort unsere Nahrung vor, wenn wir älter werden, essen wir am Tresen unsere Haferflocken, irgendwann machen wir vielleicht auch unsere Hausaufgaben in der Küche. Wir essen nicht nur in unserer Küche, nein wir reden, streiten, lachen, lernen und leben darin. Wenn wir älter werden und die heimelige Küche verlassen bauen wir uns selbst eine auf, manchmal ist diese chaotisch, manchmal penibel ordentlich, manchmal riesen gross und manchmal so klein, dass wir kaum einen Teller abstellen können. Doch egal wie unsere Küche aussieht, es ist wichtig dass wir uns darin wohl fühlen, den dahinter steckt mehr als man zu Anfangs glaubt.

Darüber Gedanken gemacht

Von diesem Buch erhoffte ich mir viele hilfreiche Tipps rund um die Organisation meiner Küche zu erhalten. Es waren zwar einige Tipps und Ratschläge dabei, doch leider konnte ich kaum etwas daraus für mich verwenden.

Ich kann sogar nach dieser Lektüre von mir behaupten, dass meine Küche ideal organisiert und sehr ordentlich ist. Somit ist das Buch eher etwas für Menschen, die eher wenig Erfahrung in Organisation und Haushalt besitzen und im Grunde etwas unordentlich oder sogar sehr unordentlich sind.

Das Buch ist in verschiedene Kapitel unterteilt, im ersten wird man regelrecht dazu angetrieben sich mit seiner Küche auseinander zu setzen. Man lernt verschiedenste Küchen kennen und lernt sogar, was Vorratssammlung, ein voller Kühlschrank und leichtes Chaos über sich als Menschen aussagt. Ihr seht, der Beginn ist sehr psychologisch.

Der spannende Teil kommt aber erst zum Schluss, dort wird näher auf die Ordnung der vier Elemente eingegangen und ich konnte doch den ein oder anderen Tipp für mich mitnehmen.

Gefiel mir sehr

Die Idee zum Buch gefiel mir richtig gut, so wie auch die 2 Haushaltstipps, wie man sich selbst eine Reinigungsflüssigkeit herstellt. Für Einsteiger, ist das Buch auf jeden Fall hilfreich.

Gefiel mir nicht

Wenn man bereits länger selbst eine Küche pflegt und sich im Haushalt auskennt bringt einem dieses Buch nicht wirklich viel.

Schreibstil & Cover

Der Schreibstil ist sehr italienisch würde ich jetzt mal sagen 😀 es steckt sehr viel Temperament in diesem Buch was durchaus ansteckend ist. Das Cover ist schlicht und passend, der Titel ist meiner Meinung nach aber etwas zu hoch gesteckt – mit Magie hat das ganze nichts zu tun.

Fazit

Die Idee ist auf jeden Fall toll, jedoch entspricht das Buch nicht meinen Vorstellungen und konnte mir als Ratgeber Buch nicht wirklich viel neues beibringen. Obwohl man nach diesem Buch auf jeden Fall Lust kriegt seine Küche aufzuräumen, weiss man bereits selbst, wie man dies am besten anstellt.

Bewertung
Buchlänge ♥♥♥ (3/5)
Schreibstil ♥♥♥ (3/5)
Botschaft ♥♥♥♥ (4/5)
Lesevergnügen ♥♥♥ (3/5)


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