Die Leserin riss mich
nicht ganz in ihren Bann.
Worum geht es?
Eine Begegnung im Zug verändert Davids Leben. Vom Nicht-Leser beginnt er plötzlich Bücher zu verschlingen. Wird Stammkunde in einer Buchhandlung und dies alles nur wegen Lisa. Einer jungen Frau, bei der er im Zug heimlich 3 Seiten aus ihrem Buch mitgelesen hatte. Sie hat ihn natürlich dabei erwischt und nannte ihm prompt ihren Blog Namen. Diesen Blog besucht er fortan regelmässig und beginnt sich durch ihre Currently Read durchzutasten. Bis er eines Tages beschliesst selbst ein Buch zu schreiben… Eines nur für Lisa.
Erster Satz:
„Es war zunächst einer dieser belanglosen Tage, die in ihrer Summe mein belangloses Leben ergaben, Tage, die einander gleich waren wie zwei Fliegen und keinen Einfluss auf die nächstfolgenden hatten.“
Klappentext
Eine außergewöhnliche Geschichte über die Macht von Büchern und die Kraft der Fantasie.
»Es handelt sich, vielleicht hast du es schon befürchtet, um eine Liebesgeschichte. Das mag auf den ersten Blick wenig aufregend sein, doch nach kurzem Kopfschütteln wirst du zugeben müssen, dass du Liebesgeschichten eigentlich magst. Jeder Mensch mag Liebesgeschichten, jedenfalls strebt er früher oder später danach, sich selber in welche zu verwickeln.«
Daniel Bühlmann, ein allein lebender Sonderling, lernt im Zug eine Frau kennen. Sie heißt Lisa, führt einen Leseblog und lebt vor allem im Reich der Bücher. Fortan hat Daniel nur noch ein Ziel: einen Roman zu schreiben, um in Lisas Reich vorzudringen … (Quelle: Riverfield)
Meine Meinung
Mich hat das Buch wie so viele andere Blogger als Überraschungs-Post erreicht. Nach einigem hin und her, ob ich es nun lesen sollte oder nicht entschied ich aus Respekt zum Autor und dessen Arbeit das Buch doch in die Hände zu nehmen.
Dabei erlebte ich einen seltsamen Moment. Denn bereits im Vorwort kam es mir so vor, als würde der Autor direkt mit mir sprechen. Ich war durchaus verwirrt und fasziniert zugleich. Er hatte auf jeden Fall nach den ersten paar Seiten mein Interesse geweckt.
Doch danach wurde es nur noch unheimlich… Versprochen wurde mir eine Art Liebesgeschichte, doch darunter verstehe ich leider etwas anderes. Ich fand zwar das Kennenlernen von Lisa und David süss und konnte mir die Szene im Zug nur allzu gut vorstellen. Auch toll fand ich es, dass David sich für Lisas Blog interessierte, doch das beinahe obsessive Stalking, das danach folgte war mir dann doch zu viel des Guten.
Das er dass ein oder andere Buch lesen wollte, welches sie rezensiert hatte fand ich ganz okay, doch dass er dabei so darauf achtete, wie es ihr gefiel und sich immer wieder vorstellte, was sie wohl gedacht hatte und so Schlüsse auf ihre Persönlichkeit und Vorlieben zog war mir dann einfach zu unheimlich. Ja ich fühlte mich selbst etwas „gestalkt“ und machte mir ernsthaft darüber Gedanken, ob ich selbst vielleicht zu viel auf meinem Blog preisgebe?!
Um verzweifelt mit ihr Kontakt aufzunehmen kommt er dann auf die Idee selbst ein Buch zu schreiben und es ihr dann zuzuschicken. Die Idee ist zwar süss und auf eine Art auch originell aber verfehlt leider ihre Wirkung. Den Lisa liest keine „Self-Publishing“ Bücher, was sie in meinen Augen zwar etwas unsympathisch macht und zugleich verstehe ich auch ihren Zeitmangel.
David lässt sich davon aber nicht entmutigen und ändert seine Strategie…
Schreibstil & Cover
Der Schreibstil war durchaus packend und sprach einen direkt an auch fand ich es speziell wie der Autor in so wenig Seiten viele Facetten seines Stils zeigte. Das Cover ist richtig hübsch und sprach mich auf jeden Fall an!
Fazit
Die Idee hinter der Geschichte war auf jeden Fall gut und hätte mich durchaus überzeuge können. Leider gab es für meinen persönlichen Geschmack von „Liebe“ einfach zu viele „Creepy – Stalking“ Moment und so konnte mich die Geschichte einfach nicht ganz packen.
Bewertung
Buchlänge ♥♥♥♥ (4/5)
Schreibstil ♥♥♥♥ (4/5)
Botschaft ♥♥♥ (3/5)
Lesevergnügen ♥♥♥ (3/5)
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Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar.
Die Leserin|Roman|112 Seiten
Riverfield Verlag| Cover | ISBN: 978-3-9524906-6-2
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Hallo Elizzy,
die Idee klingt wirklich irgendwie toll und deshalb musste ich deine Rezension lesen. Und obwohl du es ein wenig creepy fandest, muss ich sagen, dass du mich schon neugierig auf das Buch gemacht hast.
Schade ist natürlich immer, wenn die Erwartungen vom Klappentext nicht erfüllt werden. Aber das ist ein anderes Thema und darüber könnte man wohl einen eigenen Beitrag schreiben. 😀
Liebe Grüße
Diana von lese-welle.de
Ich war am Anfang auch sehr von der Idee angetan 😀 aber man kann es sowieso nie jedem Recht machen und soll dies auch gar nicht!
Hey Elizzy!
Oha, eine Liebesgeschichte über eine Buchbloggerin, das klingt doch mal cool! 😀 Was du dazu geschrieben hast, ermutigt mich allerdings nicht das Buch zu lesen – ich mag überhaupt keine stalkenden Leute.
Die einzige Frage, die sich mir stellt… Hatte sie kein Impressum und Kontaktformular auf ihrem Blog? XDD Theoretisch können ja Stalker bei uns in zwei Klicks die Adresse und Klarnamen rausfinden. 😉 Fand ich auch am Anfang unheimlich und will lieber gar nicht wissen was ein allzu großer „Fan“ da anstellen könnte…
Liebe Grüße, Aurora
Hallo Aurora, ja das habe ich mich auch gefragt und fand es auch etwas beängstigend xD
Meine liebe Elizzy,
ich wollte dich schon lange fragen, was denn aus der Leserin wurde. Das hätte ich jetzt so auch nicht zwingend erwartet, was du hier anteaserst 😮 Ich bin gespannt, wann ich zu diesem Buch komme und wie ich es dann wohl finde… vermutlich genauso creepy wie du 😮
Hab einen sonnigen Tag! ♥
Ja, es war doch etwas seltsam, vielleicht sagt es dir doch mehr zu als mir 😀