Julia und Julio. [#WritingFriday] Week 26

Hi Schreiberlinge!

Heute ist es auch schon Zeit für das letzte Juni-Thema! Doch schon nächsten Dienstag gehen die Juli Schreibthemen online 🙂 und ich kann euch schon jetzt verraten; da sind richtig witzige Ideen mit dabei! Ich wünsche euch aber nun erstmal viel Spass mit dieser Geschichte hier.


Die Regeln im Überblick;

  • Jeden Freitag wird veröffentlicht
  • Wählt aus einem der vorgegeben Schreibthemen
  • Schreibt eine Geschichte / ein Gedicht / ein paar Zeilen – egal Hauptsache ihr übt euer kreatives Schreiben
  • Vergesst nicht den Hashtag #WritingFriday und den Header zu verwenden
  • Schaut unbedingt bei euren Schreibkameraden vorbei und lest euch die Geschichten durch!
  • Habt Spass und versucht voneinander zu lernen

Schreibthemen Juni


„Julia wollte das alles nicht, doch nun steckte sie zu tief mit drin.“ Wie geht die Geschichte weiter?

Julia wollte das alles nicht, doch nun steckte sie zu tief mit drin. Sie sass mit klopfendem Herzen neben Julio im Wagen und versuchte sich durch eine Atemtechnik, die sie per Zufall mal im Radio aufgeschnappt hatte, zu beruhigen. Doch es wollte ihr nicht recht gelingen.

Julio blickte konzentriert nach draussen, kaute Kaugummi und sagte kein Wort. Sie hatten sich im Krankenhaus kennen gelernt, als die Krankenschwester beide darauf hinwies, wie witzig es doch sei, dass sie nebeneinander sitzen würden und auch noch beinahe gleich hiessen. Julia fand dies damals überhaupt nicht witzig, schliesslich sassen sie beide nicht wirklich freiwillig da. Niemand wollte freiwillig Leukämie haben und sich dieser Prozedur hingeben. Julio lächelte sie schwach von der Seite an, seine Haare waren damals bereits komplett ausgefallen.

Unbewusst wollte sie nun seinen Haarflaum berühren, doch sie hielt sich gerade noch so zurück. Damals lernten sie sich langsam kennen, liessen sich Zeit obwohl sie nicht wussten wie viel Zeit sie haben würden.

Julio nahm ihre Hand und sie schrak aus ihren Gedanken hoch. „Bist du bereit?“ er drückte sanft ihre Hand, sie nickte. Sie war bereit. Sie würde für ihn alles tun. Sie zogen sich die Maske tief ins Gesicht und verliessen mit geladenen Waffen das Auto. Mit grossen und schnellen Schritte näherten sie sich der Bank.

Danach ging alles rasend schnell, rückblickend war Julia wie in einer Art Rauschzustand. Sie hörte sich sagen „Alle auf den Boden! Keiner bewegt sich!“ und im nächsten Moment forderte Julio die Bankmitarbeiter auch schon auf, seinen Rucksack mit Bargeld aufzufüllen. Es verlief alles wie geplant, schnell rein und wieder raus, so viel Geld wie möglich einpacken und schleunigst das Weite suchen.

Dies war nun schon ihre dritte Bank in 4 Monaten gewesen und Julia wusste, dies würde auch ihre letzte Bank sein. Sie hatten genug Geld gestohlen, um damit weit weg zu fliegen. An einen Ort, an dem es immer warm sein würde und sie direkt von ihrem Häuschen ins Meer laufen könnten.

Den Rest ihres kurzen Lebens wollten sie gemeinsam ohne Sorgen verbringen. Denn dies war der Haken an der ganzen Sache, obwohl sie damals den Krebs beide besiegt haben, ist er nun, Jahre später bei Julio zurück gekehrt.

Sie liessen die Fensterscheiben runter, Julia streckte ihren Arm aus und fühlte den Fahrtwind, Julio war noch voller Adrenalin und brüllte vor Freude. Gemeinsam fuhren sie dem Sonnenuntergang entgegen, den Kofferraum voller Waffen und Bargeld.


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13 Replies to “Julia und Julio. [#WritingFriday] Week 26”

  1. Hallo meine Liebe,
    eine wunderbare und doch traurige Geschichte. Ich mag deinen Schreibstil unglaublich gerne <3
    Ich hab ja mal wieder voll vergsagt 🙁
    Aber einen Beitrag gibts noch, wenn auch gesondert.
    Ich muss meine Motivation für Juli echt mal in den Arsch treten.

    liebe Grüße
    Melanie

  2. Hallo Elizzy,
    irgendwie mag ich die beiden, obwohl es ja nicht nett ist eine bzw. vier Banken auszurauben. 😉
    Aber die Idee dahinter finde ich sehr süß. Ein paar das sich unter sehr traurigen Umständen gefunden hat und nun die letzten gemeinsamen Wochen oder Monate ihren Traum leben wollen. Der Weg dahin ist zwar nicht so gut, aber egal…. hach! 😀
    Liebe Grüße
    Diana

  3. Hallo Elizzy,

    eine tolle Geschichte. Hat mich auch ein bisschen an Bonnie und Clyde erinnert. Allerdings ist deine Geschichte noch besser, weil sie einen ernsten Hintergrund hat, den ich sehr nachvollziehbar finde, während Bonnie und Clyde ja eher zum Spaß Banken ausgeraubt haben.

    Liebste Grüße

    Emma

  4. Uiii, liebe Elizzy, was für eine Idee und was für eine Geschichte.
    Sehr anschaulich erzählt und sehr berührend.
    Danke dir
    Judith

    Auch ich habe geschrieben, aber über die Vorratsdosen und nicht so ernst, wobei… wer weiß? Vielleicht ist es meiner Vorratsdose auch so ernst?
    Hier https://mutigerleben.wordpress.com/2019/06/28/writing-friday-der-aufstand-der-vorratsdose/ kannst du nachlesen, wenn du magst. Heute ist es ein Gedicht geworden.

    Herzliche Grüße
    Judith

  5. Es gibt so Teeniefilm, in dem beide Protagonisten an Krebs erkranken. Ich fan ihn ganz furchtbar, aber dein Bonnie und Clyde Twist ist super. Tolle Geschichte.
    Grüße, Katharina

  6. Liebes,
    was für eine berührende Geschichte! Ein wenig Bonnie und Clyde, aber mit so einem ernsten Hintergrund, dass man den Beiden direkt wünscht, dass sie ungeschoren davon kommen. Klasse Idee auf jeden Fall! ♥

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