Tokyo Girls Club von Asako Yuzuki | Rezension

Zwei Frauen, die nicht unterschiedlicher sein könnten.

Jetzt schwimmen, dachte sie.
– Tokyo Girls Club

Klappentext

Eriko hat einen prestigeträchtigen Job in einer Handelsfirma und ein makelloses Leben, doch unter dieser Oberfläche verbirgt sich eine alles verzehrende Einsamkeit. Sie ist fasziniert von Shoko, einer Hausfrau, die wie eine Katze in den Tag hineinlebt und in ihrem Lifestyle-Blog »Tagebuch einer nutzlosen Ehefrau« von ihrem hausfrauenunüblichen Alltag berichtet. Als die beiden sich zufällig kennenlernen, entsteht eine besondere Verbindung, die jedoch eine toxische Wendung nimmt, als Shoko plötzlich aufhört zu bloggen und verschwindet. Sie geraten in einen Strudel der Besessenheit, der eine Spur der Verwüstung hinterlässt. 

Meine Meinung zu Tokyo Girls Club von Asako Yuzuki

Ich fand dieses Cover so interessant und da mir die Autorin empfohlen wurde, – ihr erstes Buch „Butter“ ist scheinbar richtig gut – wollte ich mir direkt ein Bild von der Story machen.

Ich habe dieses Buch als Hörbuch gehört und fand sowohl die Sprecherin, wie auch das Erzähltempo wirklich sehr angenehm.

Die beiden Frauen könnten nicht unterschiedlicher sein, Eriko ist eine erfolgreiche Handelsvertreterin und eine Perfektionistin durch und durch. Sie kontrolliert jedes Detail ihres Lebens und versucht sich selbst jeden Tag zu optimieren.

Dagegen wirkt Shoko geradezu winzig. Sie ist schliesslich nur Ehefrau mit einem Lifestyle Blog Namens Heilbutt. Und auch dieser zeugt von ihrem langweiligen Alltag. Doch genau das fasziniert Eriko.

„Eriko war fasziniert davon, wie Heilbutt in den Tag hineinlebte, ohne etwas Bestimmtes zu tun, ohne ein Ziel zu haben oder Pläne zu schmieden. Wie eine Katze. Wann hatte sie selbst ihre Zeit zum letzten Mal so verbracht?“

Eriko schafft es, dass die beiden sich „zufällig“ über den Weg laufen – denn was sich Eriko am meisten in ihrem Leben wünscht, ist eine Freundin.

Shoko gerät so in ihren Fokus und schnell wird klar, diese Freundschaft, ist alles andere als gewollt.

Ich mochte sehr, wie sich die Geschichte immer wieder zwischen den beiden abwechselte. So konnte man sich wirklich gut in beide Protagonistinnen hineinversetzen. Schnell bekam man so auch ein Gefühl für die Story und ich stellte fest, dass diese Freundschaft mehr toxisch, als etwas anderes war.

Während dem zuhören bekam ich immer wie mehr ein beklemmendes Gefühl und fand Eriko unglaublich übergriffig. Sie nahm immer mehr das Leben von Shoko ein und auch diese brachte mich Seitenweise zum durchdrehen. Denn sie war so unglaublich passiv, dass ich sie am liebsten aus der Geschichte geschmissen hätte.

Trotz der Emotionen, die das Buch in mir geweckt haben, war ich mit dem Ende nicht wirklich zufrieden. Was mich aber durchaus überzeugt hat, war der Schreibstil der Autorin und der Aufbau der Geschichte, ich werde auf jeden Fall auch noch „Butter“ von ihr in Angriff nehmen.

Würde ich das Buch Empfehlen?

Ein Buch, dass einen auf jeden Fall berührt und emotional packt. Einige Stellen waren etwas over the top und auch das Ende gefiel mir nicht zu 100% – trotzdem eine spannende Story.

Bewertung
Plot ♥♥♥ (3/5)
Schreibstil ♥♥♥♥ (4/5)
Botschaft ♥♥ (2/5)
Lesevergnügen ♥♥♥ (3/5)


Tokyo Girls Club von Asako Yuzuki | Roman | 383 Seiten
| ISBN: 978-3351051389

Hier könnt ihr das Buch | Hörbuch kaufen.

In meiner Buchhandlung bestellen

*Affiliate-Link – mehr dazu findet ihr unter Impressum / Transparenz / Datenschutz

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.