Been there, felt that von Vanessa Sielmann | Rezension

Warum uns so viel mehr verbindet, als uns trennt

Ein Buch über das Gefühl, anders sein zu müssen – und die Freiheit, das nicht mehr zu wollen.
– Been there, felt that

Klappentext

»Ich bin anders als andere Frauen.«Sich von anderen abzuheben, besser sein, hübscher, schlanker, weniger zickig, lustiger, glücklicher. Dieser Gedanke reiht sich nicht nur ein in eine Vielzahl von Glaubenssätzen, mit denen Mädchen und junge Frauen in unserer Gesellschaft aufwachsen. Vielleicht ist er das Kernproblem. Der erste Dominostein. Wenn wir endlich verstehen, dass wir alle gleich sind – gleich wütend, gleich traurig, gleich peinlich, ratlos und kompliziert – können wir genau daraus Kraft schöpfen. Vanessa Sielmann widmet sich weiblichen Kollektiverfahrungen: Freitagabenden auf dem Sofa und durchtanzten Nächten, den »Schreib, wenn du zu Hause bist«-Nachrichten, dem Bedürfnis, die Emotionen der anderen zu managen, obwohl man bereits mit den eigenen überfordert ist, sexueller Selbstbestimmung und Orgasmusdruck, dem Wunsch nach Ankommen oder der Angst, etwas zu verpassen. 

Meine Meinung zu Been there, felt that

Solche Bücher hätte ich in meinen 20igern gebraucht.

Vanessa Sielmann gelingt mit Been There, Felt That ein ehrliches, nahbares und gleichzeitig ermutigendes Buch über all die Gefühle, Gedanken und Unsicherheiten, mit denen viele Frauen im Alltag kämpfen – oft ohne zu wissen, dass andere ganz ähnlich empfinden.

Im Mittelpunkt steht die Erkenntnis, dass wir mit unseren Zweifeln, Ängsten, Überforderungen und dem Gefühl, „anders“ zu sein, nicht allein sind. Die Autorin verbindet persönliche Erfahrungen, gesellschaftliche Beobachtungen und psychologische Impulse zu einem Buch, das zum Nachdenken anregt und gleichzeitig Trost spendet.

Besonders gelungen ist der lockere, direkte Schreibstil. Vanessa Sielmann schreibt, als würde man sich mit einer guten Freundin auf einen Kaffee treffen. Dadurch wirken auch tiefgründige Themen nie belehrend, sondern authentisch und zugänglich. Viele Passagen sorgen für echte Aha-Momente und das Gefühl: „Genau das habe ich auch schon erlebt.“

Ja!

Ein inspirierendes Sachbuch, das zum Nachdenken anregt und zeigt, dass ein erfüllteres Leben oft nicht mehr Zeit braucht – sondern bewusstere Entscheidungen darüber, wie wir sie nutzen. Been There, Felt That ist ein Buch über Verbundenheit, Selbstakzeptanz und die Erkenntnis, dass niemand perfekt sein muss. Es schenkt Verständnis, Mut und das beruhigende Gefühl, mit den eigenen Gedanken und Gefühlen nicht allein zu sein. Ein inspirierendes Sachbuch für alle, die sich selbst besser verstehen und liebevoller mit sich umgehen möchten.

Bewertung
Wissen ♥♥♥♥ (4/5)
Schreibstil ♥♥♥♥ (4/5)
Botschaft ♥♥♥♥ (4/5)
Lesevergnügen ♥♥♥♥ (4/5)



Been there, felt that | Sachbuch | 256 Seiten
| ISBN: 978-3442180806

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