#26 Bookquotes

Wie schön ist es doch, dass niemand nicht einmal eine Sekunde lang warten muss, bevor er anfängt, die Welt zu verbessern!

Es ist ein Wunder, dass ich nicht alle Erwartungen aufgegeben habe, denn sie scheinen absurd und unausführbar. Trotzdem halte ich an ihnen fest, trotz allem, weil ich noch immer an das Gute im Menschen glaube.

O ja, ich will nicht umsonst gelebt haben wie die meisten Menschen. Ich will den Menschen, die um mich herum leben und mich doch nicht kennen, Freude und Nutzen bringen. Ich will fortleben, auch nach meinem Tod.

– Tagebuch der Anne Frank


Beim Aufräumen stiess ich auf meine Ausgabe vom Tagebuch der Anne Frank. Dieses Buch habe ich zum ersten Mal in der 8ten Klasse gelesen und fand es schon damals sehr berührend. Als ich es dann Jahre später noch einmal las, war ich noch viel aufgewühlter und habe noch viel mehr für Anne Frank an Sympathie empfunden. Richtig heftig wurde es dann, als ich in Amsterdam das Haus bzw. ihr Versteck besichtigte und dabei von den ganzen Gefühlen überhäuft wurde. Dieses Buch ist ein Stück Geschichte, die berührt, echt ist und zum Nachdenken zwingt. Ich hoffe, dass es jeder von euch einmal lesen wird.

Ran an die Bücher,
eure Elizzy.

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#25 Bookquotes

„Dein ganzes Leben steckst du in dem Labyrinth fest und denkst daran, wie du ihm eines Tages entfliehst, und wie geil dann alles wird, und die Vorstellung von dieser Zukunft hält dich am Laufen, aber am Ende tust du es nie. Du hast die Zukunft einfach nur benutzt, um aus der Gegenwart zu fliehen.“

„Der Mensch, glaubte ich, braucht Sicherheit. Er erträgt die Vorstellung nicht, dass der Tod nichts sein soll, als ein großes schwarzes Nichts, er erträgt den Gedanken nicht, dass seine Liebsten aufhören, zu existieren, er kann sich nicht vorstellen, selbst einmal nicht mehr zu existieren. Am Ende schloss ich, glaubten die Menschen an ein Leben nach dem Tod, weil sie das Gegenteil nicht ertragen können.“

„Aber mir fehlte der Mut, und sie hatte einen Freund, und ich war linkisch, und sie war wunderbar, und ich war hoffnungslos langweilig und sie war unendlich faszinierend. Also ging ich zurück in mein Zimmer, legte mich ins Bett und dachte, wenn Menschen Niederschlag wären, wäre ich der Nieselregen und sie ein Hurrikan“

– Eine wie Alaska

#23 – Bookquotes

„Cathy ist ein Monster, aber in einigen Punkten hat sie Recht. Wenn alle anderen zu Grunde gingen und er übrig bliebe, würde ich fortfahren zu sein; und wenn alle anderen blieben und er würde vernichtet, so würde sich das Weltall in etwas vollkommen Fremdes verwandeln, und ich würde nicht mehr dazugehören.“

Catherine: „Meine Liebe zu Linton ist wie das Laub im Walde: die Zeit wird sie Verändern, ich weiss es wohl, so wie der Winter die Bäume verändert. Meine Liebe zu Heathcliff gleicht den unterirdischen ewigen Feldmassen: Sie sind keine Quelle grossen Entzückens, aber sie sind notwendig! Nelly ich bin Heathcliff! er ist immer, immer in meinen Gedanken, in meinem ganzen sein nicht als ein Freudgefühl, ebenso wenig wie ich mir selbst eine F reude bin, aber als mein eigenstes Wesen.“

[Heathcliff besucht Catherine auf Thrushcross Grange sie umarmen sich]

Heathcliff: „Jetzt lehrst du mich, wie grausam du gewesen bist – grausam und falsch! warum verwarfst du mich? Warum betrogst du dein eigenes Herz, Cathy? Ich habe kein Wort des Trostes für dich. Du hast dir dein Schicksal selbst geschmiedet – du hast dich selbst getötet! Und unsere Tränen und Küsse jetzt – sie richten dich, sie vernichten, verdammen dich! Du liebtest mich, mich – welches Recht hattest du dann, mich zu verlassen? Welches Recht, antworte mir! Um des armseligen Traumes Willen, den du Linton gabst? Weil Elend und Erniedrigung und Tod und alles, was Gott und Teufel verhängen konnten, uns nicht zu trennen vermochten, so tatest du, du selbst, es aus eigenem freien Willen! Nicht ich habe dein Herz gebrochen – du tatest es – und brachst dabei auch das meine. Um so schlimmer für mich, dass ich gesund und stark bin! Mag ich denn leben? Was für ein Leben wird das sein, wenn du – o Gott, würdest du noch leben wollen wenn deine Seele tot wäre?“

– Sturmhöhe von Emily Brontë


Von den Brontë Schwestern war Emily für mich die Autorin schlechthin. Ich liebe Sturmhöhe von ihr und habe das Buch so oft verschlungen und immer wieder auf’s neue Dinge für mich entdeckt. Jeder der Klassiker mag und sich mit dem Schreibstil von den Brontë Schwestern anfreunden kann, sollte unbedingt eines ihrer Bücher gelesen haben!

#22 – Bookquotes

Edward Rochester:
Die Natur hatte mich im grossen und ganzen als guten Menschen geplant, Miss Eyre, als einen von der besseren Sorte, aber Sie sehen, ich bin nicht so geworden. Doch mein Wort darauf: Ich bin kein Schurke, das dürfen sie nicht glauben, solch   dürfen Sie mir nicht zuerkennen. Ich bin vielmehr- aufgrund von Umständen, wie ich ehrlich glaube, und nicht so sehr infolge meiner Veranlagung- ein ganz alltäglicher, mittelmässiger Sünder, gewöhnt an die armseligen, kleinen Zerstreuungen, mit denen die reichen Taugennichts ihr Leben auszuschmücken versuchen.

Sie waren noch nie eifersüchtig, nicht wahr Miss Eyre? Natürlich nicht, ich brauche nicht zu fragen, Sie haben ja noch nie geliebt. Sie haben beide Empfindungen noch vor sich, Ihre Seele schläft noch, der Schlag, der sie erweckt, muss ihr erst noch versetzt werden. Sie glauben, das Dasein fliesse immer so ruhig weiter wie in ihrer Jugend. Sie gleiten mit geschlossenen Augen und verstopften Ohren dahin und sehen weder die vielen Felsen, die in einiger Entfernung aus dem Flussbett ragen, nicht hören Sie die Strudel, die zu Ihren Füßen kochen. Aber ich sage Ihnen- und denken Sie an meine Worte- eines Tages geraten Sie in einen felsigen Engpass, wo sich der Lebensstrom in Wirbel und Aufruhr, Schaum und Lärm auflöst; dann zerschellen Sie entweder an den schroffen Klippen in tausend Stücke, oder Sie werden von einer herrlichen Woge hochgehoben und in ruhigeres Fahrwasser getragen, so wie ich jetzt in einem solchen bin.

Jane Eyre:
Wagen Sie es nicht noch einmal, mich wahnsinnig zu nennen, Mycroft. Ich bin nicht wahnsinnig, ich bin lediglich … nun ja, wie soll ich sagen? Moralisch anders gepolt, weiter nichts.

– Jane Eyre von Charlotte Brontë