Wie lange würdest du in dieser Welt leben können?
Es hatte die ganze Nacht geschneit und der Schnee ging ihnen beinahe bis zu den Knien, weshalb sie nur sehr mühselig vorankamen.
– Unter der letzten Sonne

Klappentext
Zweihundert Jahre nach dem Atomkrieg existieren nur noch drei Städte. Die Menschen leben in Frieden – nicht aus freiem Willen, sondern weil ihnen bei der Geburt ein Chip ins Gehirn implantiert wird. Ge-walt, Verbrechen, Krieg: alles unterdrückt. Ordnung um jeden Preis. Als ein Fremder in der Stadt auftaucht, gerät dieses fragile Gleichgewicht ins Wanken. Kurz darauf wird die Stadt angegriffen. Zum ersten Mal seit Generati-onen stehen die Menschen einer Bedrohung gegen-über, gegen die sie sich nicht wehren können. Denn wie kämpft man, wenn das eigene Verhalten kontrolliert wird?
Meine Meinung zu Unter der letzten Sonne von Bettina Kohlbrand
Ich war sehr neugierig auf diese Geschichte und einmal angefangen, konnte ich das Buch nicht zur Seite legen!
Was wäre, wenn Frieden nicht bedeutet, dass es keine Gewalt mehr gibt – sondern dass die Menschen einfach vergessen haben, wofür es sich zu kämpfen lohnt?
Bettina Kohlbrand entführt uns in eine düstere Zukunft, in der die Welt nach einem Atomkrieg kaum noch wiederzuerkennen ist. Nur drei Städte sind übrig geblieben und nach außen scheint alles geordnet und friedlich. Doch je mehr man hinter diese scheinbare Sicherheit blickt, desto deutlicher wird: Nicht alles ist so, wie es sein sollte.
Besonders gefallen hat mir, dass die Geschichte nicht nur von einer dystopischen Welt erzählt, sondern vor allem von Menschlichkeit, Erinnerungen, Mut und der Frage, wie viel Freiheit wir bereit sind aufzugeben, um in Sicherheit zu leben.
Die Atmosphäre ist düster und bedrückend, gleichzeitig aber immer wieder von Hoffnung durchzogen. Und genau dieser Kontrast hat die Geschichte für mich besonders gemacht. Die Figuren stehen dabei klar im Mittelpunkt und machen die dystopische Welt greifbar.
Ein Buch für alle, die Dystopien mögen, die nicht nur Spannung liefern, sondern auch zum Nachdenken anregen. Über Freiheit. Über Erinnerung. Und darüber, was uns eigentlich menschlich macht.
Drei Fragen an die Autorin
- Bist du eine Autorin, die ihre Geschichten plottet oder direkt drauf los schreibt?
Ich habe eine Grundidee und dann schreibe ich direkt drauf los. Alles andere ergibt sich dann irgendwie von selbst. Für mich ist das Schreiben von Geschichten daher eigentlich genauso spannend wie das Lesen. Ich weiß nicht einmal, ob es am Ende gut ausgehen wird oder nicht.
- Welche Figur aus deinem Buch ist dir am Liebsten?
Schwierige Frage. Ich denke, ich entscheide mich für Nova. Sie hat viel mitmachen müssen und trotzdem nie den Mut und ihre Lebensfreude verloren. Außerdem mag ich es, dass sie clever und verpeilt zugleich ist.
- Wie sieht deine „Schreibroutine“ dein „Arbeitsplatz“ aus?
Ich schreibe meistens am Abend auf dem Sofa. Laptop auf den Schoß – was zum Naschen daneben – und los geht’s. Aber es muss still sein um mich herum. Also Musik oder Fernseher nebenbei laufen lassen kann ich gar nicht.
Würde ich das Buch Empfehlen?
Ja! Ein spannender Sci-Fi Thriller mit psychologischen Aspekten und starken Protagonisten – klare Leseempfehlung.
Bewertung
Plot ♥♥♥♥♥ (5/5)
Schreibstil ♥♥♥♥♥ (5/5)
Botschaft ♥♥♥♥♥ (5/5)
Lesevergnügen ♥♥♥♥♥ (5/5)
Unter der letzten Sonne | Sci-Fi Thriller | 315 Seiten
| ISBN: 978-3565484331
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