Yesteryear von Caro Claire Burke | Rezension

Fesselnd und realitätsnah.

Heute ist der letzte Tag des Lebens, wie ich es mir immer vorgestellt habe.
– Yesteryear

Klappentext

Natalie Heller Mills hat alles: eine malerisch renovierte Farm, fünf Kinder, die um ihre Liebe buhlen, und einen Mann, der in Cowboystiefeln immerhin eine gute Figur abgibt. Vom Sauerteig bis zur Kindererziehung, nichts scheint ihr zu misslingen. Kein Wunder also, dass Millionen von Menschen ihr folgen, ihre Videos schauen, ihre Bilder anklicken. Sie gibt ihnen das, was sie wollen: eine heile Welt. Skandale werden unter den Teppich gekehrt, da, wo sie hingehören. Doch eines Tages wacht Natalie auf und sieht sich mit einer unbequemen Frage konfrontiert: Was wäre, wenn sie keine Nannys beschäftigen könnte, es keine helfenden Hände auf der Farm gäbe, kein Produktionsteam? Was wäre, wenn sie auf einmal das Leben führen müsste, das sie immer vorgetäuscht hat?

Meine Meinung zu Yesteryear

Was passiert, wenn man eine romantisierte Vorstellung von der Vergangenheit mit der tatsächlichen Vergangenheit konfrontiert?

Genau diese Frage stellt Yesteryear – und das auf eine Weise, die gleichzeitig unterhaltsam und nachdenklich stimmt. Die Grundidee hat mich sofort angesprochen, und die Geschichte ließ sich unglaublich schnell lesen. Besonders die Kritik an der Verklärung traditioneller Rollenbilder fand ich spannend umgesetzt.

Der Anfang war wirklich überaus gelungen und ich war richtig angetan von dieser Welt, die sie erschaffen hatte. Wie schnell sie plötzlich von der Aussenseiterin zu einer Millionen Influenzerin wurde! Wie schnell sie immer wieder schwanger war, irgendwann hatte ich komplett die Übersicht über ihre Kinder verloren. Die Geschichte fing solide an und doch hatte ich das Gefühl, dass das Buch mehr wollte, als es letztendlich erreicht hat. Viele interessante Themen werden angesprochen, aber nicht immer so tief behandelt, wie ich es mir gewünscht hätte. An einigen Stellen hätte ich mir mehr Zeit für die Entwicklung der Figuren und ihrer Entscheidungen gewünscht. Dadurch blieb für mich ein Teil des emotionalen Potenzials ungenutzt.

Trotzdem hat mich das Buch gut unterhalten. Es regt zum Nachdenken an, wirft wichtige Fragen auf und bietet eine frische Perspektive auf ein Thema, das aktuell viel diskutiert wird. Auch wenn mich nicht jeder Aspekt vollständig überzeugen konnte, habe ich die Geschichte gerne gelesen und werde noch länger darüber nachdenken.

Würde ich das Buch Empfehlen?

Ja es war spannend und das Ende hat so einiges wieder weggerissen und einen schockiert zurück gelassen!

Bewertung
Plot ♥♥♥♥ (4/5)
Schreibstil ♥♥♥♥ (4/5)
Botschaft ♥♥♥♥♥ (5/5)
Lesevergnügen ♥♥♥♥ (4/5)


Yesteryear | Roman | 464 Seiten
| ISBN: 978-3453275355

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