Nichts für schwache Nerven.
Er hat Monate gebraucht, um das Ding zu bauen.
– Happy Weekend – Die perfekte Auszeit

Klappentext
Katja und Marcel sind bester Laune, als sie an diesem Freitag mit dem Auto aufbrechen. Eine kleine Auszeit über das verlängerte Wochenende, einfach mal ausspannen. Doch beim kurzen Halt an einer Raststätte wird ihnen das Gepäck aus dem Kofferraum gestohlen. Zum Glück hat Katja einen kleinen GPS-Tracker in den Koffer gelegt, über den sie ihn orten kann. Und tatsächlich, auf der Karte in der App sehen sie ihn als blauen Punkt, wie er sich eben der Autobahnauffahrt nähert. Ohne groß nachzudenken, folgen sie dem Wagen, in dem sie ihr Gepäck vermuten. Doch dann ist es zu spät – sie sitzen in der Falle. Denn jemand hat sie absichtlich an diesen Ort gelockt. Und ihr schlimmster Albtraum beginnt genau jetzt …
Meine Meinung zu Happy Weekend – Die perfekte Auszeit
Ein Wochenende, das definitiv anders läuft als geplant … und bei dem ich mich zwischendurch gefragt habe, was zum Teufel hier eigentlich gerade passiert.
Happy Weekend ist für mich ein typischer Arno-Strobel-Thriller – spannend, unangenehm und teilweise seeeeehr brutal. Und mit brutal meine ich wirklich brutal. Einige Szenen waren definitiv nichts für schwache Nerven und an manchen Stellen musste ich beim Lesen kurz schlucken.
Gleichzeitig fand ich genau diese kompromisslose Art irgendwie passend zur Geschichte. Strobel schafft es, eine Atmosphäre aufzubauen, in der man ständig das Gefühl hat, dass etwas nicht stimmt und jederzeit die nächste Eskalation kommen könnte.
Allerdings war die Geschichte für mich zwischendurch auch etwas wirr. Es gibt viele Entwicklungen und immer wieder neue Informationen, sodass ich nicht immer das Gefühl hatte, den Überblick zu behalten. Teilweise musste ich kurz überlegen, wie das alles miteinander zusammenhängt und wohin die Geschichte eigentlich führen soll.
Trotzdem hat mich genau diese Ungewissheit auch dazu gebracht, weiterzulesen. Ich wollte schliesslich wissen, was hinter allem steckt und wie sich die einzelnen Puzzleteile am Ende zusammenfügen.
Und das Ende hat es für mich dann wieder rausgerissen.
Der Schreibstil ist wie gewohnt flüssig und sehr gut wegzulesen. Die kurzen Kapitel und die vielen offenen Fragen sorgen dafür, dass man schnell noch ein Kapitel dranhängt. Gerade bei einem Thriller ist das natürlich gefährlich, wenn man eigentlich längst schlafen sollte…
Würde ich das Buch Empfehlen?
Ja! Insgesamt also ein Thriller, der mich gut unterhalten hat, auch wenn ich zwischendurch etwas verloren war. Sehr brutal, stellenweise ziemlich wirr, aber mit einem guten Ende.
Bewertung
Plot ♥♥♥♥ (4/5)
Schreibstil ♥♥♥♥ (4/5)
Botschaft ♥♥♥♥ (4/5)
Lesevergnügen ♥♥♥♥ (4/5)
Happy Weekend – Die perfekte Auszeit | Psychothriller | 368 Seiten
| ISBN: 978-3596712977
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